Eisbrecher Stettin

Die Hawker Sea Hawk gehörte zu der ersten Ausstattung der Geschwader MFG 1 und 2 der Bundesmarine und diente als Jäger, Jagdbomber und Aufklärer. Die Sea Hawk war das erste strahlgetriebene Jagdflugzeug von Hawker und flog 1947 zum Ersten Mal. Bei der Bundesmarine dienten ab 1957 68 Maschinen der Versionen Mk 100 und Mk 101 bis in die 1960er als sie durch Lockheed F-104G Starfighter ersetzt wurden. Neben der Bundesmarine flog die Sea Hawk auch bei der britischen, indischen und niederländischen Marine.

Dornier Do 28 D-2 Skyservant

Die Dornier Do 28 D-2 Skyservant ist ein Kurzstartflugzeug, das 1966 zum ersten Mal flog. Sie wurde aus der Do 28 A/B entwickelt, unterschied sich aber deutlich, u.a. durch einen rechteckigen Rumpf mit deutlich größerer Transportkapazität. Die Bundesmarine erhielt 20 Maschinen des Typs. Diese wurden ursprünglich nur als Transport-, Verbindungs- und Such/Rettungsflugzeug verwendet. 1978 erhielten zehn der Maschinen Zusatztanks und wurde danach zur Seeraumüberwachung eingesetzt. Zwei Maschinen wurden 1984/85 zur Ölüberwachung umgebaut und erhielt zusätzliche Radargeräte. Die Maschinen wurden bis in die 1990er verwendet. Die Ölüberwachungsflugzeuge wurden durch Dornier Do 228 LM ersetzt.

Jagdbomber Suchoi Su-22M-4K

Der Jagdbomber Suchoi Su-22M-4K diente 1985-90 beim Marinefliegergeschwader 28 „Paul Wieczorek“  der Volksmarine vom Fliegerhorst Laage aus sowie beim JBG-77 der "Gebhard Leberecht von Blücher" der NVA-Luftstreitkräfte. Die Su-22 wurde aus der Su-17 etwickelt, hatte wie diese schwenkbare Außenflügel und flog 1975 zum ersten Mal. Sie war als Jagdbomber für Tiefflugeinsätze und primär für den Export gedacht. 1974-90 wurden 1024 Maschinen gebaut, davon gingen 56 Maschinen an die DDR. Neben den Marinefliegern der Volksmarine flogen Su-22 auch für die Marineflieger der sowjetischen und russischen Marine sowie zahlreiche Luftwaffen.

Transporthubschrauber Mil Mi-8S

Mil Mi-8 flogen von 1977 bis 1990 für die Volksmarine sowie 1990 bis 1994 für die Deutsche Marine. Die Mi-8 wurde als Transporthubschrauber entwickelt und flog 1961 zum ersten Mal. Bei der Volksmarine flogen verschiedene Versionen der Mi-8: vier Mehrzweckhubschrauber des Typs Mi-8T, zehn Kampfhubschrauber des Typs Mi-8TB und ein Salonhubschrauber des Typs Mi-8S. Diese flogen beim Marinehubschraubergeschwader 18 "Kurt Barthel". 1990 wurden sie von der Deutschen Marine übernommen und flogen bei der Marinefliegerhubschraubergruppe Parow ohne Bewaffnung als Transport- sowie Such- und Rettungshubschrauber.

Jagdbomber Lockheed F-104G Starfighter

Die Lockheed F-104G Starfighter dienten bei den deutschen Marinefliegern in der Schiffsbekämpfungsrolle. Die Version F-104G wurde für diverse NATO-Länder entwickelt. Ursprünglich war der Starfighter, der 1954 zum ersten Mal flog, als hochfliegender Abfangjäger für die US Air Force entwickelt worden, die F-104G war dagegen als im Tiefflug operierender Jagdbomber gedacht. Insgesamt 2578 Starfighter wurden gebaut, 916 davon für die deutsche Luftwaffe und Marine. Bei der Marine ersetzten sie die Hawker Sea Hawk, dienten beim MFG1 und MFG2 von 1960 bis 1986 und wurden durch Tornado ersetzt.

Eisbrecher Stettin

Die Kaman K-16B war ein für die US Navy entworfenes Wandelflugzeug, das über Kippflügeln senkrecht starten und landen können sollte. Es wurde 1959 aus einem Flugboot des Typs Grumman JRF Goose umgebaut. Die Flügel konnten um 50° geschwenkt werden (nicht um 90°, wie bei den meisten ähnlichen Entwürfen). Die Maschine wurde umfangreichen Tests unterzogen, flog aber nie frei. 1962 wurde das Testprogramm eingestellt.

Luftfahrzeuge des MFG3 Graf Zeppelin


Beim Aeronauticum Deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz, in einem Hangar auf dem Gelände des Fliegerhorst, wird vom Förderverein Arado 196 e.V. die Arado Ar 196 A-5 mit der Kennung T3+CH restauriert. Die Maschine mit der Werknummer 623183 wurde 1944 von Fokker gebaut, erhielt das Stammkennzeichen TW+SW und wurde an die 1. Bordfliegerstaffel 196 in Wilhelmshaven ausgeliefert. Sie war eines der drei Bordflugzeuge des Schweren Kreuzers Prinz Eugen und ging mit diesem nach dem Krieg als Beute an die USA. Diese Maschine wurde lange auf der Naval Air Station Joint Reserve Base in Willow Grove ausgestellt und zerfiel immer mehr. 1995 wurde sie an das National Museum of Naval Aviation in Pensacola überführt, wobei sie weiter beschädigt wurde. 2012 wurde sie im Rahmen eines Pachtvertrags nach Nordholz überführt, wo sie seither restauriert wird.

Eisbrecher Stettin

Der Hawker Siddeley Harrier GR.3 war eine Version des berühmten Senkrechtstarters, der für Royal Air Force für die Nahunterstützung entworfen worden war, und sollte von einfachen Pisten in Deutschland aus operieren. Die GR.3-Version war durch die längere Nase leicht von der GR.1 unterscheidbar, hatte ein stärkeres Triebwerk und eine Kamera, so dass die Version auch als Aufklärer geeignet war. 40 GR.3 wurden neu gebaut, 62 aus GR.1 umgebaut. Zehn Harrier GR.3 der No. 1 Squadron der RAF flogen im Falklandkrieg von dem Flugzeugträger HMS Hermes aus. Sie wurden für den Einsatz auf See leicht modifiziert und dienten insbesondere zum Angriff auf Bodenziele. Vier der Maschinen wurden abgeschossen.

Jagdflugzeug Douglas F4D-1 Skyray

Die Douglas F4D Skyray wurde als Reaktion auf eine Anforderung der US Navy von 1947 für einen neuen Abfangjäger entwickelt. Dabei sollte die Erkenntnisse von Alexander Lippisch berücksichtigt werden, was sich bei der Form des Deltaflügels auswirkte. Die Skyray flog 1951 zum ersten Mal und wurde ab 1956 von der US Navy und dem US Marine Corps verwendet, für die bis 1958 422 Maschinen gebaut wurden. 1962 wurde die Maschine in F-6A Skyray umbenannt, aber sie wurde schon bis 1964 wieder außer Dienst gestellt.

Grumman E-1B Tracer

Die Grumman E-1B Tracer, ursprünglich WF-2 Tracer, wurde aus dem Transportflugzeug Grumman C-1 Trader, einer Variante des U-Jagdflugzeugs Grumman S-2 Tracker entwickelt. Sie sollte als Frühwarnflugzeug dienen und erhielt hierfür eine gewaltige Radarantenne über den Rumpf. Um diese unterbringen zu können, wurde das Seitenleitwerk modifiziert und die Faltung der Flügel geändert. Die Tracer konnte auch als Jägerleitflugzeug verwendet werden und war eine deutlich Verbesserung gegenüber ihren Vorgängern, der Grumman TBM-3W Avenger und der Douglas AD-3W/-4W/-5W Skyraider. Sie diente aber nur relativ kurz: sie wurde 1958 eingeführt, aber schon ab 1964 durch die Grumman E-2 Hawkeye ersetzt. Die letzten Tracer, die bis zur deren Außerdienststellung auf der USS Franklin D. Roosevelt (CV-42) dienten, wurden aber erst 1977 ausrangiert. Insgesamt wurden 88 Maschinen gebaut, die u.a. im Vietnamkrieg eingesetzt wurden.