16.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Flugzeugträger HMS Hermes

Heute vor 40 Jahren, am 16. Mai 1982, beschädigten Sea Harrier des britischen Flugzeugträgers HMS Hermes den argentinischen Blockadebrecher Río Carcarañá und das Transportschiff ARA Bahía Buen Suceso (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Ersteres Schiff wurde durch Bomben und Bordkanonen so schwer beschädigt, dass es aufgegeben wurde. Es wurde am 24. Mai durch einen Sea Lynx der Fregatte HMS Antelope versenkt. Das zweite Schiff wurde durch Bordkanonen beschädigt, danach nicht mehr eingesetzt, bei Kriegsende von Großbritannien erbeutet und als Zielschiff versenkt. Der Flugzeugträger HMS Hermes war das Flaggschiff des britischen Verbands im Südatlantik während des Falklandkriegs. Sie wurde 1944-59 von Vickers-Armstrong in Barrow-in-Furness als viertes Schiff der Centaur-Klasse gebaut, aber nach einem stark modifizierten Entwurf mit Winkeldeck fertig gestellt. 1971-73 wurde sie zum Landungsträger umgebaut, aber 1980-81 so modifiziert, dass sie Sea Harrier-Senkrechtstarter und U-Jagd-Hubschrauber einsetzen konnte. Während des Falklandkriegs operierten von ihr Sea Harrier, Harrier GR.3 der RAF, Sea King-U-Jagd-Hubschrauber und Commando-Transporthubschrauber. Hermes diente bis 1984 für die Royal Navy, danach noch von 1987-2017 als Viraat für die indische Marine.

Zerstörer Isaac Sweers

Das Nationaal Militair Museum in Soesterberg ist eines der Museen des niederländischen Militärs. Auf einer ehemaligen Luftwaffenbasis, die im Kalten Krieg von der niederländischen Luftwaffe und der US Air Force genutzt wurde, ist dieses Museum aus einer Fusion des Museums der niederländischen Luftwaffe (Militaire Luchtvaart Museum) und der niederländischen Armee (Legermuseum) hervorgegangen. Es wurde 2014 eröffnet und umfasst eine gewaltige Sammlung an Flugzeugen, Militärfahrzeugen, Kanonen, Handfeuerwaffen und Uniformen - und eine Zahl von Modellen von Schiffen der niederländischen Marine, die man so hier nicht unbedingt erwarten würde, da es ja noch das Marinemuseum in Den Helder (siehe Fotogalerie) gibt. Auf jeden Fall eine positive Überraschung, die noch zu dem positiven Gesamteindruck eines großräumigen, interessanten Museums hinzu kam.

 

04.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Lenkwaffenzerstörer HMS Sheffield

Vor 40 Jahren, am 4. Mai 1982, wurde der britische Zerstörer HMS Sheffield (D80) von einer Exocet-Rakete getroffen, die von einer argentinischen Super Étendard abgefeuert worden war (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Sheffield bildete mit ihren Schwesterschiffen Glasgow und Coventry die Absicherung des britischen Verbands gegen Luftangriffe, wurde aber selbst überrascht. Sie war das Typschiff ihrer Klasse, des Batch 1 des Typs 42. Dieser war nach Streichen des neuen Flugzeugträgers (CVA-01) als billigere Alternative zum Typ 82 (Bristol) zur Sicherung von Verbänden gegen Luftangriffe entwickelt worden. Im Vergleich zum Typ 082 fiel der Typ 42 fiel kleiner aus. Der Ikara-U-Jagd-Raketenstarter wurde durch einen Lynx-Bordhubschrauber ersetzt. Die Abmessungen des Rumpfs wurden minimal gehalten, was auf Kosten der Seetüchtigkeit und Reichweite ging. Dazu war der Entwurf sehr beengt und wies nur minimale Modernisierungspotentiale aus. Sheffield wurde 1970-75 von Vickers Shipbuilders Ltd in Barrow-in-Furness gebaut. Sie erreichte die Kampfzone im Falklandkrieg am 1. Mai. Durch den Exocet-Treffer am 4. Mai starben 20 Mann und  26 wurden verwundet. Das Schiff brannte nach dem Treffer aus. Ein Abschleppversuch war nicht erfolgreich und Sheffield sank am 10. Mai.

 

01.05.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Flugzeugträger HMS Invincible

Heute vor 40 Jahren, am 1. Mai 1982, schossen Sea Harrier des britischen Flugzeugträgers HMS Invincible eine argentinische Mirage III und eine Canberra ab und beschädigten eine weitere Mirage III schwer, die anschließend über Port Stanley von der argentinischen Flugabwehr abgeschossen wurde (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Invincible bildete zusammen mit dem Flugzeugträger HMS Hermes den Kern der Kampfgruppe der Royal Navy, die im Falklandkrieg eingesetzt wurden. Mit Hilfe der Sea Harrier auf den beiden Trägern konnte die Luftüberlegenheit über den Falklandinseln errungen werden, was deren Rückeroberung ermöglichte. Invincible wurde 1973-80 von Vickers in Barrow-in-Furness gebaut und war das Typschiff einer Klasse von drei Flugzeugträgern. Diese waren ursprünglich nur als Kommando- und U-Jagdkreuzer gedacht, wobei die U-Jagdfähigkeit durch U-Jagd-Hubschrauber ermöglicht wurde. Durch die Verfügbarkeit von Sea Harrier-Senkrechtstartern wurde aus den Schiffen wieder echte Flugzeugträger. Invincible diente von 1980 bis 2005 für die Royal Navy, neben dem Falklandkrieg noch im Bosnien- und Kosovokrieg. 2010 wurde sie aus der Marineliste gestrichen und 2011 zum Abwracken in die Türkei verkauft.

 

25.04.1982 - 40 Jahre Falklandkrieg

 

Antarktispatrouillenschiff HMS Endurance

Vor 40 Jahren, am 25. April 1982, waren die beiden Westland Wasp-Hubschrauber des britischen Antarktispatrouillenschiff HMS Endurance daran beteiligt, das argentinische U-Boot ARA Santa Fé so schwer zu beschädigen, dass es aufgebracht werden konnte (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Zudem gelang es den Truppen, die u.a. auf der Endurance eingeschifft waren, Südgeorgien von den Argentiniern zurück zu erobern. Endurance war ursprünglich 1956 von der Krögerwerft in Rendsburg als eisgängiges Frachtschiff Anita Dan für die dänische Reederei Lauritzen gebaut worden. 1967 wurde es für die Royal Navy gekauft und von Harland & Wolff  in Belfast zum Antarktispatrouillenschiff umgebaut, wofür sie u.a. vorne große Davits für Beiboote und achtern einen großen Hubschrauberhangar sowie ein Hubschrauberdeck erhielt. In dieser Form patrouillierte um die britischen Inseln nahe der Antarktis und unterstützte den British Antarctic Survey bei dessen Forschungsprogrammen. 1982 wurde sie im Falklandkrieg eingesetzt, wobei neben zwei 2-cm-Geschützen ihre eingeschifften Hubschrauber und Marines ihre einzige Bewaffnung waren. Nach einer Kollision mit einem Eisberg 1989 wurde sie zwar wieder repariert, aber wegen ihres Alters dann doch 1991 außer Dienst gestellt.

Eisbrecher Stettin

Das LWL-Römermuseum in Haltern am See widmet sich den Funden aus den Römernlagern entlang der Lippe. In Haltern selbst befand sich eines der größeren Lager, eventuell Aliso genannt. Dort befand sich auch ein Stützpunkt der römischen Marine, die auf der Lippe patrouillierte. Das Museum zeigt neben zahlreichen Funden aus den Lagern auch diverse Modelle, darunter auch ein Diorama des Marinestützpunkts sowie Modelle eines römischen Patrouillenschiffs und eines Lastprahms. Auch ein Nachbau eines Pfeilgeschützes, eines Scorpio, wie es auch auf größeren römischen Schiffen verwendet wurde, ist ausgestellt. Nahe des Museums befindet sich der Römerpark Aliso. Dort wurde das Westtor des römischen Hauptlagers rekonstruiert. Wie ich ihn besuchte, lagerte dort auch ein Nachbau eines römischen Patrouillenschiffs, genannte Victoria, allerdings gut auf einem Bootsanhänger verpackt, so dass man nur wenig von ihm sehen konnte.

diverse Marineflieger

Das RAF Museum in Cosford beherbergt eine gewaltige Sammlung von Originalflugzeugen. Man findet hier aber auch eine kleine Ausstellung mit Flugzeugmodellen, darunter auch einige Modelle von Flugzeugen der britischen, deutschen und japanischen Marine.

40-Kanonenschiff

Hier der letzte Teil mit Fotos aus Rijksmuseum in Amsterdam u.a. mit diversen Halbrumpfmodellen, einem Schnittmodell eines 40-Kanonenschiffs und dem 84-Kanonenschiff Neptunius von 1842.

32-Kanonenfregatte Euridice

Im Rijksmuseum in Amsterdam befindet sich eine Art Schatzkammer gefüllt mit Schiffsmodellen, sowohl von niederländischen Kriegs- als auch Handelsschiffen etwa vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. In der Mitte des Raums findet man eine gewaltige Sammlung - leider aber so angeordnet, dass man die Modelle in der Mitte nicht so gut sehen kann, insbesondere auch, da der Raum relativ dunkel ist. An den Wänden findet man eine größere Zahl von Halbrumpfmodellen sowie weitere Vitrinen mit Schiffsmodellen. Ein Teil der Modelle kann man an besten an Monitoren anschauen, die man um die Vitrine findet und auf denen man diverse Fotos betrachten kann.

72-Kanonenschiff Willem Rex

Im Rijksmuseum in Amsterdam finden sich zwischen den Gemälden zwei große Schiffsmodelle: das (fiktive) 72-Kanonenschiff Willem Rex (1691) und der Ostindienfahrer Prins Willem von 1651. Die Modelle wurden 1691 bzw. 1651 gebaut.