Das Original

Die Boeing T-45 Goshawk wurde von McDonnell Douglas (heute ein Teil von Boeing) und British Aerospace (heute BAE Systems) aus der Hawker Siddeley Hawk für die US Navy entwickelt. Sie ersetzte die T-2 Buckeye und TA-4 Skyhawk als Trainer und ist dafür ausgelegt, auf Flugzeugträgern starten und landen zu können. Zwischen 1988 und 2009 wurden insgesamt 225 Maschinen für die US Navy gebaut. Die ersten wurden 1991 in Dienst gestellt. Die Maschinen wurden immer wieder modernisiert, aktuell sind sie auf dem T-45C-Standard.

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Der Piasecki HUP Retriever geht auf eine Auschreibung der US Navy für einen Transport- und Rettungshubschrauber aus dem Jahre 1945 zurück und flog 1948 zum ersten Mal. Durch die Anordnung der Rotoren in Tandemkonfiguration konnte der Durchmesser dieser relativ klein ausfallen und der Hubschrauber konnte mit ausgeklappten Rotoren auf den Aufzügen der Flugzeugträger transportiert werden. Insgesamt 339 Maschinen wurden für die US Navy, die französische und kanadische Marine gebaut. Bei der US Navy dienten die Maschinen, ab 1962 als UH-25 bezeichnet, bis 1964.

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Die Yokosuka P1Y1 Ginga (alliierter Kodename "Frances") wurde für die Kaiserliche Japanische Marine als Torpedo- und Sturzkampfbomber entwickelt. Gefordert wurden eine hohe Geschwindigkeit, Reichweite und Zuladung. Das P1Y1 war aber komplex sowie schwierig beim Bau und der Nutzung. Der Erstflug war 1943, die Ginga diente ab 1944. Insgesamt wurden 1102 Maschinen gebaut.

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Die Dassault Rafale wurde entwickelt, um die F-8 Crusader bei den französischen Marinefliegern und die Mirage III und F1 der französischen Luftwaffe zu ersetzen. Ursprünglich war geplant dieses Flugzeug gemeinsam mit Deutschland und Großbritannien zu bauen, Frankreich stieg aber 1984 aus dem Projekt aus und entschied sich für einen Alleingang. Die Marineversion ähnelt stark der Version der Luftwaffe, hat aber eine verstärkte Struktur und Fahrwerk, um zu Trägerlandungen fähig zu sein. Die Marine hatte bei der Auslieferung Priorität, da hier ältere Maschine ersetzt werden mussten. Trotzdem entstand eine Lücke, da die Crusader schon 1999 ausgemustert werden musste, die Rafale M aber erst 2001 in Dienst gestellt wurde. Ab 2011 ersetzten Rafale M auch die Super Étendard als Jagdbomber. Aktuell sind drei Staffeln der französischen Marine mit Rafale M ausgerüstet: 11F, 12F und 17F. Rafale M wurden u.a. im Afghanistankrieg, libyschen Bürgerkrieg sowie gegen den Daesh eingesetzt.

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Die Grumman AF Guardian wurde ursprünglich für die US Navy als Torpedobomber mit einem Kolben- und einen Jettriebwerk als Ersatz für die Avenger entwickelt, aber 1945 wurde die Planung in ein trägergestütztes U-Jagd-Flugzeug abgeändert. Die Guardian war als Hunter Killer-Team im Einsatz, da die Suchausrüstung so schwer war, das es nicht möglich war, beide Varianten in einem Flugzeug unterzubringen. Die ersten Versionen waren die AF-2S zur Bekämpfung der U-Boote ("Killer") und die AF-2W zum Aufspüren der U-Boote mit einem großen Radar ("Hunter"), d.h. nur U-Boote über Wasser bzw. mit ausgefahrenen Seerohren bzw. Schnorcheln konnten detektiert werden. Diese beiden Versionen dienten ab 1950 (siehe 1/144er Modelle). Die verbesserte Version zur Bekämpfung von U-Booten, die AF-3S, konnte mit einem MAD-Sensor auch das Magnetfeld getauchter U-Boote finden. Schon 1955 wurde die Guardian durch die Grumman S2F Tracker ersetzt, bei Reserveeinheiten dienten sie bis 1957.

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Die Fairey Swordfish wurde als Aufklärungsflugzeug und Torpedobomber entworfen und flog 1934 zum ersten Mal. Sie sollte einerseits mit Fahrwerk von Flugzeugträgern aus operieren, andererseits mit Schwimmern von Schlachtschiffen und Schlachtkreuzern aus. Für diese sollte sie auch deren Geschützfeuer leiten können. Die Swordfish erwies sich als sehr vielseitig einsetzbar. Sie war ab 1936 in Dienst und bis 1944 wurden 2391 Maschinen produziert, die bei der britischen Marine und Luftwaffe, der kanadischen Luftwaffe und der niederländischen Marine dienten. Mit Schwimmer ausgerüstete Swordfish kamen u.a. in der Schlacht von Narvik von HMS Warspite aus zum Einsatz.

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Die Fairey Albacore wurde als Ersatz für die Fairey Swordfish als Torpedobomber und Aufklärer entwickelt und flog 1938 zum ersten Mal. Sie war immer noch als Doppeldecker ausgelegt, aber aerodynamisch fortschrittlicher als die Swordfish und hatte ein geschlossenes Cockpit. Sie konnte auch als Sturzkampfbomber verwendet werden. Insgesamt 800 Maschinen wurden gebaut, die von 1940-43 auf den britischen Trägern zum Einsatz kamen, u.a. in der Schlacht von Kap Matapan sowie weitere Einsätze und Nordmeer. Sie wurden ab 1943 durch die Fairey Barracuda ersetzt. Die Albacore selbst wurden an die kanadische Luftwaffe abgegeben, die sie u.a. während der Invasion in der Normandie verwendete.

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Die argentinische Marine kaufte zwei Supermarine Walrus-Flugboote als Bordflugzeuge für den 1939 fertig gestellten Schulkreuzer La Argentina. Dieser verfügte über ein Katapult, aber keinen Hangar, konnte als normalerweise nur ein Flugzeug mitführen. Die Supermarine Walrus war ursprünglich als Seagull Mk V für die australische Marine entworfen worden und flog 1933 zum ersten Mal. Sie wurde in größerer Zahl von der britischen Marine als Walrus beschafft. Argentinien erhielt 1947 acht weitere Maschinen, die zur Erkundung der Antarktis verwendet wurden.

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Der Sturzkampfbomber Curtiss SBC-3 Helldiver geht auf eine Ausschreibung der US Navy von 1931 zurück. Curtiss wurde von der US Navy beauftragt, einen fortschrittlichen Eindecker zu entwerfen, der als Sturzkampfbomber und Aufklärer dienen sollte. Dieser Eindecker, ein Hochdecker, die XS4C-1 (ursprünglich XS4C-1), flog 1933 zum ersten Mal, stürzte aber 1934 bei Tests ab, wofür ein Strukturversagen des Flügels verantwortlich gemacht wurde. Curtiss entwarf darauf einen Doppeldecker, der 1935 zum ersten Mal flog. Dieser wurde von der US Navy bestellt und ab 1937 eingesetzt. Insgesamt wurden 257 Maschinen für die US Navy, das US Marine Corps und die französische Marine gebaut. Einige von letzteren Maschinen endeten bei der britischen Royal Air Force. Die Helldiver war zum Beginn des Zweiten Weltkriegs noch im Einsatz, wurde aber schnell durch die Dauntless ersetzt und nur noch als Schulflugzeug verwendet.

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Das Jagdflugzeug Potez 631C der französischen Marine ist eine Variante der Potez 63, die als Reaktion auf eine Ausschreibung der französischen Luftwaffe von 1934 für einen schweren Jäger entworfen wurde. Die Potez 63 flog 1936 zum ersten Mal und war ab 1938 in Dienst. 1395 Maschinen wurden für die französische Luftwaffe und Marine sowie für Griechenland, Jugoslawien, Rumänien und später die deutsche Luftwaffe gebaut. Neben der Variante als schweres Jagdflugzeug gab es noch Bomber, Aufklärer, Schulflugzeuge sowie zivile Postflugzeuge. Wie andere damalige schwere Jäger war auch die Potez 631 einmotorigen Jagdflugzeugen in Bezug auf Geschwindigkeit und Wendigkeit unterlegen. Die französische Marine setzte diese Potez 631 1940 während der Schlacht um Frankreich ein. Ihre Staffeln AC1 und AC2, später zur F1C fusioniert, wurden u.a. von dem Flughafen Calais-Marck (Calais-Dunkerque) aus eingesetzt und waren wohl die erfolgreichsten Staffeln, die dieses Muster als Jagdflugzeug verwendeten: sie schossen zwölf deutsche Maschinen ab, verloren aber auch acht eigene.