Das Original

USS Argonaut war eines von drei großen Kreuzer-U-Booten der US Navy, die für den Einsatz im Pazifik und deshalb auf möglichst große Reichweite optimiert wurden. Vorbilder waren die deutsche Kreuzer-U-Boote der U 139-Klasse aus dem Ersten Weltkrieg. Die Kreuzer-U-Boote der US Navy fielen aber wesentlich größer aus und waren lange die größten U-Boote der US Navy. Während zwei der drei U-Boote – Narwhal und Nautilus – für Aufklärung und den Kreuzer-Krieg optimiert waren, war Argonaut der einzige spezialisierte U-Minenleger der US Navy. Sie erhielt schwächere Dieselmotoren und achtern keine Torpedorohre, um dort Platz für zwei Minenlegrohre zu schaffen. Sie erhielt aber auch die gleiche schwere Geschützbewaffnung wie die anderen beiden U-Kreuzer.

Argonaut gehörte zur zweiten Serie von U-Booten der V-Serie und wurde ursprünglich V-4 genannt. Sie hatte verschiedene Kennungen wie SF-7 und SM-1 – die Rumpfnummer SS-166 wurde normal nicht genutzt.


Argonaut war untermotorisiert und erwies sich langsamer als im Entwurf vorgesehen. Um dies zu beheben, wurden ihre ursprünglichen Diesel 1942 gegen die doppelte Zahl neuer Motoren ausgetauscht, wobei allerdings auch die Minenlegrohre entfernt wurden und Argonaut zum Transport-U-Boot umgebaut wurde. Sie war unter Wasser nicht sehr wendig und die Tauchzeit war relativ langsam.


Argonaut war 116,1 m lang, 10,3 m breit und verdrängte 3095 t. Der Antrieb bestand ursprünglich aus zwei Dieselmotoren mit insgesamt 2800 PS und zwei Elektromotoren mit insgesamt 2200 PS. Über Wasser wurden 13,6 kn und unter Wasser 7,4 kn erreicht. Die Besatzung bestand ursprünglich aus 86 Mann, ab 1931 aus 87 Mann.


Argonaut wurde 1925-28 von der Marinewerft Portsmouth in Kittery als V-4 (SF-7) gebaut. Nach der Erprobung von Newport aus wurde sie 1929 nach San Diego verlegt. Sie gehörte zur Submarine Division 20. 1931 wurde sie in Argonaut (SM-1) umbenannt. 1932 kam sie zur SubDiv 7 in Pearl Harbor. Später wurde sie Flaggschiff der SubRon 4. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs operierte sie bei Midway und versuchte erfolglos zwei japanische Zerstörer, die Midway bombardiert hatten, anzugreifen. 1942 wurde sie von der Marinewerft Mare Island zum Transport-U-Boot umgebaut. Am 8. August 1942 griff sie Makin an und landete dort Kommandotruppen, die den japanischen Stützpunkt zerstörten. Im September wurde sie von SM-1 in APS-1 (Transport-U-Boot) umklassifiziert. Sie operierte danach von Brisbane aus. Am 2. Januar 1943 versenkte sie das japanische Kanonenboot Ebon Maru. Am 10. Januar griff sie einen von den Zerstörern Maikaze, Isokaze und Hamakaze geleiteten Konvoi an. Die japanischen Zerstörer beschädigten sie bei dem Gegenangriff mit Wasserbomben so schwer, dass sie auftauchen musste, wo sie durch Geschützfeuer versenkt wurde, wobei 102 Mann ihrer Besatzung starben. Sie erhielt zwei Battle Stars für ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg.

Das Modell

Das Modell des Minenleg-U-Boots USS Argonaut habe ich aus dem Bausatz von Tom's Modelworks gebaut. Es gibt zwei Varianten dieses Bausatzes, die ältere mit gegossenen Resinteilen, und die neuere, aktuell erhältliche mit 3D-gedruckten Resinteilen. Ich hatte die ältere Variante gekauft und deshalb auch diese noch gebaut. Der Bausatz ist sehr gut gegossen und enthält Fotoätzteile und Abziehbilder. Ich wollte einen frühen Bauzustand darstellen. Im Bausatz enthalten sind nur die V-4-Nummern, weshalb ich diese wählte - streng genommen habe ich das Modell also als V-4 gebaut. Der Bau war weitgehend problemlos, ich musste nur den Rumpf in heißen Wasser wieder gerade biegen.

Bemalt habe ich das Modell mit Acrylfarben von Vallejo Model Color: 153 (907) Hellblaugrau für die Seiten, 110 (986) Achatgrau für die holzbeplankten Decks und 164 (867) Dunkelgraublau für die Stahldecks.

Links mit dem japanischen Minenleg-U-Boot I-21 (1927), das für ähnliche Zwecke entworfen worden war. Rechts mit einem mehr als doppelt so viel verdrängenden Jagd-U-Boot USS Honolulu (1985) der Los Angeles-Klasse, das von den Abmessungen aber kleiner als Argonaut war.

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Lars