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Geschützter Kreuzer USS Raleigh (1/700, Modelkrak) von Lars Scharff Drucken
Mittwoch, 02. Mai 2018 um 05:00

 

01.05.1898 - 120 Jahre Schlacht in der Bucht von Manila

 

Als Teil der US Asiatic Fleet unter Dewey kämpfte vor 120 Jahren, am 1. Mai 1898, auch der Geschützte Kreuzer USS Raleigh in der Schlacht in der Buch von Manila (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die US Navy zerstörte in dieser Schlacht die spanische Flotte auf den Philippinen, was den USA ermöglichte die Philippinen zu erobern. Die Raleigh war sowohl an der Zerstörung der spanischen Schiffe, als auch der Erzwingung der Übergabe von spanischen Batterien und Forts in der Bucht von Manila und Subic beteiligt.

Das Original

Der Geschützte Kreuzer USS Raleigh war eines von zwei Schiffen der Cincinnati-Klasse, die in den 1880ern Jahren entworfen wurden, um den damals total veralteten Schiffsbestand US Navy zu modernisieren. Die Cincinnati-Klasse war als kleine, schnelle Kreuzer zur Bekämpfung des gegnerischen Handels gedacht. Dies erforderte eine Maschinenanlage, die einen relativ großen Teil des Rumpfs einnahm, so dass die Kreuzer relativ beengt und auch sehr heiß ausfielen.

Die Raleigh war 93,2 m lang, 12,8 m breit und verdrängte voll beladen 3339 ts. Der Antrieb bestand aus sechs Kesseln und zwei vertikalen Dreifachexpansionsdampfmaschinen mit 10.000 PS, womit 19 kn erreicht wurde - Raleigh erreichte bei den Probefahrten sogar 21,1 kn. Die Besatzung bestand aus 302-322 Mann.

Bewaffnung
1 x 15,2 cm L/40
10 x 12,7 cm L/40 Mk II
8 x 5,7 cm 6-Pfünder
4 x 3,7 cm 1-Pfünder Hotchkiss Mk I
4 x 45,7 cm-Torpedorohre

Die Raleigh wurde 1889-1894 von der Marinewerft Norfolk gebaut. Sie gehörte anfangs zur North Atlantic Squadron. 1897 war sie im Mittelmeer und wurde von dort über den Suezkanal zur Asiatic Fleet in Hong Kong verlegt. Mit dieser war sie an der Schlacht in der Bucht von Manila beteiligt. Sie blieb bis Ende 1898 im Einsatz im Pazifik und war an der Eroberung der Philippinen beteiligt. Danach wurde sie wieder an die US-Ostküste verlegt. Dort blieb sie bis 1903 als sie erneut zur Asiatic Fleet verlegt wurde. Sie war bis 1907 Teil dieser Flotte und wurde danach außer Dienst gestellt. 1911 wurde sie wieder in Dienst gestellt. 1913 wurde sie Stationsschiff in Mexiko. 1917 wechselte sie wieder in den Atlantik und wurde im Ersten Weltkrieg für Patrouillen an der Ostküste, Karibik und im Südatlantik eingesetzt. 1919 wurde sie endgültig außer Dienst gestellt und 1921 um Abwracken nach Philadelphia verkauft.

Das Modell

Mein Modell des Geschützten Kreuzers USS Raleigh soll den Zustand von 1898 darstellen, genauer im Zustand vor dem Krieg als sie noch im Friedensanstrich gestrichen war. Modelkrak stellt den Zustand von 1918 dar und hat sich wohl an dem Plan in US Cruisers von Friedman orientiert. Ich orientierte mich an Photos und dem Plan aus dem Atlas du Génie maritime, um sie in den Zustand von 1898 umzubauen.

Ich habe das Modell aus dem Bausatz von Modelkrak schon vor elf Jahren angefangen. Das größte Problem bei Modelkrak-Bausätzen meiner Meinung nach ist der gewaltige Anguss unten am Rumpf, den ich mühsam weggesägt habe. Danach musste wieder einiges verspachtelt werden. Den Brückenaufbau hat Modelkrak vereinfacht dargestellt, in dem sie das Deckshaus mit dem Kommandoturm zu einem Deckshaus fusioniert haben. Ich habe das Deckshaus entsprechend gekürzt und etwas erhöht und einen neuen Kommandoturm davor gesetzt. Aus diversen Quellen habe ich danach die Lüfter ergänzt.

Auf das Brückenhaus kam noch die Brücke selbst aus Plastikplatten. Die Masten sind aus Metallstäben, die Mars besteht aus einer Plastikplatte mit einem Schanzkleid aus Papier. Die Geschützrohre sind von Master, ein japanische 15,2 cm-Rohr für das 15,2 cm-Geschütz auf der Back und britische 12 cm-Rohre für die 12,7 cm-Geschütze. Für die offen aufgestellten Geschütze auf der Back und Poop sowie mittschiffs habe ich aus Plastikstäben den hinteren Teil des Geschützes dargestellt. Die Schutzschilde des 15,2 cm-Geschützes auf der Back und der 12,7 cm-Geschütze auf der Poop sind aus Papier (auf den Fotos ist eines der 12,7 cm-Geschütze auf der Poop auf die Nase gefallen, was ich wieder reparieren muss). Die 5,7 cm-Geschütze erhielten Rohre aus Metallstäben, die Geschütze über den 12,7 cm-Kasematten erhielten noch eine Lafette aus Plastik und eine Schulterstütze aus gezogenen Gussast. Die 1-Pfünder in der Mars sind von S-Model, nur wurde das Rohr gegen dünnere Metallstäbe ausgetauscht. Der Kompass auf der Brücke ist ebenfalls von S-Model, die Scheinwerfer sind von Paper Lab. Die Beiboote sind aus dem Bausatz, die Davits kommen aus der Restekiste. Die Anker sind von North Star. Die fotogeätzten Ankerstöcke habe ich aber durch Metallstäbe ersetzt. Die Ankerketten kommen von BJ-Modellbau. Getakelt wurde mit schwarzen 20 Denier-Faden von UNI-Caenis.

Für die Bemalung benutzte ich Acrylfarben von Vallejo Model Color. Der Rumpf ist mit 4 (820) Cremeweiß bemalt, die Schornsteine, Masten, Lüfter und Schutzschilde der Geschütze sind mit 121 (913) Ockergelb, die Decks mit 110 (986) Achatgrau sowie das Steuerhaus und die Oberlichter mit 139 (846) Mahagonibraun gestrichen. Bei den Beibooten orientierte ich mich an der Bemalung der Modelle im U.S. Navy-Museum in Washington, d.h. 4 (820) Cremeweiß für den Rumpf innen und außen, 67 (961) Lichtblau für den Bootsboden und 139 (846) Mahagonibraun für die Decks, Ruderbänke und Dollbord.

Links eine Reihe von Geschützte Kreuzern der US Navy aus der Zeit von 1898: USS Chicago von 1889, USS Baltimore von 1890, USS Olympia von 1895 und USS Raleigh von 1894. Rechts die für ihre Zeit relativ kleine Raleigh mit einem kleinen Leichten Kreuzer aus dem Zweiten Weltkrieg, der Hr. Ms. Tromp von 1938, und einer relativ kleinen heutigen Fregatte, der SAS Amatola von 2006.

Die Quellen

Lars