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Starling Models: britische U-Boote der Oberon-Klasse (1/700) Drucken
Freitag, 28. Juli 2017 um 05:00

U-Boot der Oberon-Klasse: Deckelbild

Modell: Oberon Class Submarine
Hersteller: Starling Models
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile
Art.Nr.: STC01
Preis: 8 Britische Pfund (ca. 9,1 ‚ā¨)

Das Original

Die britischen diesel-elektrischen Jagd-U-Boote der Oberon-Klasse waren eine Weiterentwicklung der Porpoise-Klasse. Die Abmessungen beider Klassen waren identisch. Die Oberon-Klasse hatte aber einen st√§rkeren Rumpf, war leiser und verf√ľgte √ľber verbesserte Sonar- und Kommandosysteme. F√ľr die britische Royal Navy wurden 13 Boote von 1957-67 gebaut: Oberon, Ocelot, Odin, Olympus, Onslaught, Onyx, Opportune, Opossum, Oracle, Orpheus, Osiris, Otter und Otus.

Die Klasse war auch ein Exporterfolg: f√ľr Australien wurden von 1964-78 sechs Boote (Onslow, Orion, Otama, Otway, Ovens und Oxley), f√ľr Brasilien von 1970-77 drei Boote (Humait√°, Tonelero und Riachuelo), f√ľr Chile von 1972-76 zwei Boote (O'Brien und Hyatt) und f√ľr Kanada von 1962-68 drei Boote (Ojibwa, Okanagan und Onondaga) gebaut. Kanada erhielt 1989 auch die britischen Olympus und Osiris, die als Schulboote bzw. Ersatzteilquelle dienten. Heute ist keines der Boote mehr in Dienst, allerdings sind in Australien (Onslow in Sydney und Ovens in Perth), Brasilien (Riachuelo in Rio de Janeiro), Chile (O'Brien in Valdivia), Gro√übritannien (Ocelot in Chatham) und Kanada (Ojibwa in St. Thomas und Onondaga in Rimouski) Boote als Museumsschiffe erhalten. Eines, HMS Otus, kann in Sassnitz auf R√ľgen besichtigt werden (siehe hier).

Die Oberon-Klasse ist 90 m lang, 8,1 m breit und verdr√§ngte 2030 t aufgetaucht bzw. 2410 t getaucht. Ihr Antrieb war diesel-elektrisch. Aufgetaucht konnten 12 kn, getaucht 17 kn erreicht werden. Die Besatzung umfasste 69 Mitglieder. Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren (sechs Bug- und zwei Heckrohre), f√ľr die 22 Torpedos mitgef√ľhrt wurden (alternativ 50 Minen und zwei Torpedos).

Der Bausatz

Starling Models hat die Oberon-Klasse in als ersten in ihrer Reihe von "craftsman"-Baus√§tzen herausgebracht, d.h. Baus√§tzen, die vom Modellbauer durch eigene Teile vervollst√§ndigt werden m√ľssen. Es gibt bereits einen Wei√ümetallbausatz der Klasse von MT Miniatures (Wasserlinienmodell) und zwei Varianten von OKB Grigorov (Vollrumpfmodelle).

Der Bausatz von Starling Models erm√∂glicht den Bau eines Boots mit dem urspr√ľnglichen Sonar auf dem Bug bzw. eines mit dem modernisierten Sonar. Der Rumpf, ein Wasserlinienmodell, ist von der Form und wohl auch von den Abmessungen (schwer ohne einen guten Plan nachmessbar, da die maximale L√§nge unterhalb der Wasserlinie liegt!) gut wieder gegeben. Der Rumpf, insbesondere das Deck ist sch√∂n detailliert. Bei meinem Exemplar bildet er allerdings eine Banane, d.h. er muss durch Behandlung in hei√üen Wasser (oder einem Ofen) wieder gerade gebogen werden. An der Wasserlinie muss man auch etwas nacharbeiten.

Es liegen neben dem Rumpf noch wenige weitere Teile bei. Die beiden Sonardome liegen als alternative Teile bei, so dass man sowohl eine fr√ľhe als auch eine sp√§te Version bauen kann (vergleiche die nicht modernisierte Otus mit der modernisierten Ocelot). Zus√§tzlich gibt es eine kleine Foto√§tzteilplatine mit den Tiefenrudern und dem Anker. Alle Ausfahrger√§te muss man selbst bauen, wenn man sie darstellen will.

Die Anleitung

Die Anleitung umfasst einen kurzen Hinweis, dass dies ein craftsman-Bausatz sei (also nicht vollst√§ndig!), eine kurze Geschichte der Klasse, eine Teileliste und einen kurzen Text, der erkl√§rt, wie man die wenigen Teile zusammen bauen soll. Dazu gibt es einige Angaben, wo man Material √ľber die Vorbilder finden k√∂nnte.

Angaben √ľber die Bemalung gibt es nicht. Die meisten Boote waren aber einfach schwarz gestrichen. Ausnahmen waren HMS Opposum und HMS Otus w√§hrend des Zweiten Golfkriegs 1991, die ein hellgraues Tarnmuster auf dem schwarzen Rumpf hatten (siehe z.B. hier). Wahrscheinlich ist es mit dem Bausatz auch m√∂glich, die √§ltere Porpoise-Klasse zu bauen, die sich von den Abmessungen nicht unterschied.

Quellen

Fazit

Der neue Bausatz der Oberon-Klasse von Starling Models bietet eine gute Grundlage f√ľr den Bau eines Wasserlinienmodells dieser bekannten britischen U-Boot-Klasse aus dem Kalten Krieg, die auch f√ľr die australische, brasilianische, chilenische und kanadische Marine fuhr. Die Rumpfform ist vorbildgetreuer als bei dem Bausatz von MT Miniatures. Die Details sind fein und der Guss ist gut. Allerdings ist dieser Bausatz nicht vollst√§ndig, d.h. Ausfahrger√§te und Abziehbilder muss man selbst erg√§nzen. Insgesamt ist dieser Bausatz

alt empfehlenswert

Lars