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Blue Ridge Models: Geschützte Kreuzer SMS Dresden und SMS Emden (1/700) Drucken
Montag, 28. Oktober 2013 um 06:00

Deckelbild

Modell: SMS Dresden
Hersteller: Blue Ridge Models
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Holzdeck
Art.Nr.: BRM-70047
Preis: 50 € (Modellmarine Shop)

Deckelbild

Modell: SMS Emden
Hersteller: Blue Ridge Models
Maßstab: 1/700
Material: Resin, Fotoätzteile, Holzdeck
Art.Nr.: BRM-70046
Preis: 50 € (Modellmarine Shop)

Das Original

Die beiden Geschützten Kreuzer (Kleine Kreuzer) der Dresden-Klasse waren eine Weiterentwicklung der Königsberg-Klasse. Sie fielen von den Abmessungen etwas größer aus, die Maschinen waren stärker und die Schornsteine standen wieder in gleichmäßigem Abstand. Mit der Dresden wurde erneut, wie schon zuvor auf Lübeck und Stettin, der Turbinenantrieb getestet. Emden dagegen erhielt, als letzter deutscher Kleiner Kreuzer, Dreifachexpansionsdampfmaschinen. Als die Dresden-Klasse geplant wurde, bauten nur wenige andere Marinen noch Kreuzer unterhalb der Größe der Panzer- und Schlachtkreuzer, u.a. die britische Marine, die mehrere Klassen von mit 10,2 cm-Geschützen bewaffneten Spähkreuzer erhielt. Diesen war die Dresden-Klasse überlegen. Allerdings wurde 1909, als die Emden fertig gestellt wurde, auch die ersten britischen Leichten Kreuzer der Town-Klassen, die Bristol-Klasse, auf Kiel gelegt, die wesentlich größer und stärker bewaffnet waren und eine größere Reichweite hatten. Dazu verfügten die letzten zwölf dieser Kreuzer auch über einen Seitenpanzer. Zwei Kreuzer der Town-Klassen, die 1910 fertig gestellte HMS Glasgow der Bristol-Klasse und die 1913 fertig gestellte HMAS Sydney der Chatham-Klasse, waren entscheidend an der Vernichtung der beiden Schiffe der Dresden-Klasse beteiligt.

Die beiden Schiffe der Dresden-Klasse waren 118,3 m lang, 13,5 m breit und verdrängten voll beladen 4268 t (Dresden) bzw. 4100 t (Emden). Dresden wurde von zwölf Kesseln und zwei Turbinensätzen angetrieben, die vier Schrauben trieben, 18 880 PS leisteten und eine Geschwindigkeit von 25,2 kn ermöglichten. Emden hatte statt der Turbinen zwei Dreifachexpansionsdampfmaschinen, die 16 390 PS leisteten, womit sie 24,1 kn erreichte.

Bewaffnung
10 x 10,5 cm L/40
8 x 5,2 cm L/55
2-4 x 8 mm MG
1 x 6 cm L/21 Bootskanone
2 x 45 cm Torpedorohre C/03 (unter Wasser)

Dresden wurde von 1907-08 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut. Bei den Probefahrten kollidierte Dresden am 28.11. 1908 bei Kiel mit der schwedischen Galeasse Cäcilie, die sank. Dresden wurde am Bug und den Schrauben beschädigt. Nach einer Turbinen-Havarie musste sie erneut in die Werft. Nachdem sie im Oktober 1909 zusammen mit den Geschützten Kreuzern Victoria Louise, Hertha und Bremen an der 300. Jahrfeier von New York (im Tropenanstrich) teilgenommen hatte, diente sie bei der Flotte (Aufklärungsstreitkräften). Bei einer Übung kollidierte sie am 16. Februar 1910 mit dem Geschützten Kreuzer Königsberg und musste erneut in die Werft - es sprach noch nichts dafür, dass das Schiff mal für etwas anderes als Unfälle bekannt werden würde. 1913 war sie kurzeitig bei der Mittelmeer-Division, im Dezember  1913 wure sie in die Karibik geschickt, um die Bremen abzulösen und wie diese während der Mexikanischen Revolution deutsche Staatsbürger zu schützen. Im Juli 1914 wurde sie ihrerseits von dem Leichten Kreuzer Karlsruhe (I) abgelöst. Bei Antritt des Rückmarschs wurde sie wegen des drohenden Ausbruchs des Ersten Weltkriegs zum Kreuzerkrieg in den Südatlantik abgeordnet. Nach Kriegsausbruch begann sie Handelsschiffe der Entente zu stoppen und zu versenken (insgesamt versenkte Dresden vier Handelsschiffe). Im Oktober fuhr sie in den Pazifik, wo sie auf den Geschützten Kreuzer Leipzig traf - und kurz darauf bei der Osterinsel auf das Ostasiatische Kreuzergeschwader (Panzerkreuzer Scharnhorst und Gneisenau, Geschützter Kreuzer Nürnberg). Dieses Geschwader traf am 1. November in der Seeschlacht von Coronel auf die britischen Panzerkreuzer Good Hope und Monmouth, den Leichten Kreuzer Glasgow sowie den Hilfskreuzer Otranto. Dresden erzielte einige Treffer auf Glasgow und Otranto. Nach diesem deutschen Sieg umrundete das deutsche Geschwader Kap Hoorn und wurde am 8. Dezember in der Seeschlacht bei den Falklandinseln von den britischen Schlachtkreuzern Invincible und Inflexible, den Panzerkreuzern Carnarvon, Cornwall und Kent sowie dem Leichten Kreuzer Glasgow vernichtet. Nur Dresden konnte entkommen. Ihr gelang es sich bis März 1915 in südchilenischen Gewässern zu verstecken, wo sie u.a. von Carnarvon, Kent, Glasgow, dem Leichten Kreuzer Bristol und dem Hilfskreuzer Orama gesucht wurde. Am 14. März 1915 wurde sie bei der Robinsón-Crusoe-Insel von Kent, Glasgow und Orama aufgespürt. Dresden wurde nach kurzem Beschuss, bei dem acht Mann getötet und 29 verwundet wurden, selbst versenkt.

Emden wurde von 1906-09 auf der Kaiserlichen Werft in Danzig gebaut. Nach den Probenfahrten wurde sie zum Ostasiatischen Kreuzergeschwader abgeordnet. Anfang 1911 war sie an der Niederschlagung des Aufstands der Sokehs auf Pohnpei (eine Insel der Carolinen) beteiligt, 1913 bombardierte sie das Fort Tung-Lin-Chan, das von Rebellen während der Chinesischen Revolution gehalten wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war sie in Tsingtao, schon am 4. August 1914 gelang es ihr den russischen Postdampfer Rjäsan (der spätere Hilfskreuzer Cormoran) zu erbeuten. Nachdem sie sich den restlichen Schiffen des Ostasiatischen Kreuzergeschwader wieder angeschlossen hatte, wurde Emden zum Kreuzerkrieg in den Indischen Ozean entlassen, während das restliche Geschwader den Pazifik überquerte (siehe oben). Im Indischen Ozean versenkte Emden 15 Handelsschiffe und brachte sieben weitere auf. Dazu beschoss sie am 22. September 1914 die Öltanks des Hafens von Madras. Am 28. Oktober drang sie in den Hafen Penang ein und versenkte den russischen Geschützten Kreuzer Schemtschug (3153 t, 89 Tote) und den französischen Zerstörer Mousquet (310 t, 40 Tote). Am 9. November griff sie die britische Funkstation auf Direction Island, eine der Kokosinseln, an, der es aber gelang den australischen Leichten Kreuzer Sydney zu Hilfe zu holen. Nach einem etwa 1,5stündigen Gefecht musste die Emden auf Strand gesetzt werden. Von der Besatzung der Emden starben 134 Mann, 197 Mann (darunter 65 Verwundete) wurden gefangen genommen. 50 Mann, die auf der Insel zur Zerstörung der Funkstation gelandet waren, konnten mit dem Schoner Ayesha entkommen und erreichten über die Arabische Halbinsel am 23. Mai 1915 Istanbul und wieder Anschluss an die deutsche Marine. Die Sydney wurde in dem Gefecht nur leicht beschädigt, 4 Mann der Besatzung starben und 16 wurden verwundet.

Die Bausätze

Wie auch die beiden Bausätze der Königsberg-Klasse stammen die Bausätze der Dresden-Klasse ursprünglich von Classic Warships und wurden später von Midship Models verkauft. Jetzt sind sie von Blue Ridge Models in der Heritage Series erhältlich. Die Bausätze wurden von Hersteller zu Hersteller verbessert, so wurden die Kleinteile aus Weißmetall durch Resinteile ersetzt, die Platine für die Fotoätzteile verbessert und ein Holzdeck beigelegt.

Obwohl es für Dresden und Emden zwei verschiedene Packungen gibt, ist der Inhalt identisch. Deshalb werde ich im Folgenden die Teile nur jeweils einmal zeigen.

Die Rümpfe sind nur in der Wasserlinienvariante enthalten. Die Abmessungen und die Form ist korrekt wiedergeben.

Unten am Rumpf ist bei einem der beiden hier besprochenen Exemplare (das fotografierte) noch etwas Anguss vorhanden, der abgeschliffen werden muss. Das andere Exemplar ist dafür diesbezüglich makellos. Die Bullaugen sind bei dem fotografierten Exemplar nicht gut ausgeformt (bei dem anderen dagegen schon), allerdings sind sie bei beiden Exemplaren zu groß. Auch die Klappen vor den Positionen der 10,5 cm- und 5,2 cm-Geschützen sind zu massiv. Der runde Vorbau am Vorderende des Poopdecks beim Bausatz war beim Original nur ein runder Decksvorsprung, das vordere Schott des Poopdecks selbst war gerade.

Bereits bei Erscheinen der Classic Warship Bausätze hatte ich gelesen, dass die Rümpfe in den Bausätzen der Königsberg, Nürnberg, Dresden und Emden von den Abmessungen her identisch seien. Deshalb habe ich hier den Rumpf der Dresden mit dem der Königsberg verglichen (letztere in der Ausgabe von Midship Models):

Man sieht, dass die Rümpfe identische Abmessungen haben, was im Falle der Bausätze der Dresden und Emden unproblematisch ist (der Rumpf der Königsberg dagegen ist zu lang). Trotzdem gibt es einige Detailunterschiede, so die Positionen der vorderen 5,2 cm-Geschütze, Wellenbrecher etc. Die meisten Details entsprechen der Emden (für die Unterschiede zwischen Dresden und Emden siehe unten).

Zusätzlich sind neben dem Rumpf noch Resinteile für die Brücke, Schornsteine, Beiboote, Scheinwerfer, Entfernungsmesser, 10,5 cm- und 5,2 cm-Geschütze enthalten.

Bei den 10,5 cm-Geschützen ist positiv hervorzuheben, dass nur Rohr und Lafette aus Resin dargestellt sind, die Schutzschilde dagegen als Fotoätzteile beiliegen. Die Zusammensetzung der Beiboote entspricht nicht ganz dem Original: Die Kreuzer hatten in Friedenszeiten ein Dampfbeiboot II. Klasse, ein Motorboot II. Klasse, eine Ruderpinasse II. Klasse, zwei Kutter II. Klasse, zwei Jollen II. Klasse und eine Gig II. Klasse. Im Kriegseinsatz sollte dies auf ein Dampfbeiboot II. Klasse, 1. Ruderpinasse II. Klasse und zwei Kutter II. Klasse reduziert werden. Im Bausatz enthalten sind nur ein Dampfbeiboot, drei Kutter (?), zwei Gigs (?) und zwei Jollen (?), die nur grob den Vorbildern ähneln. Das Steuerhaus war beim Original nach hinten offen, direkt dahinter war ein Kartenhaus, das schmaler als das Steuerhaus war und auch nicht bis zur Hinterkante des Brückendecks reichte. Das ist im Bausatz vereinfacht dargestellt.

Die Fotoätzteile

Wie die Resinteile sind auch die Fotoätzteile beider Bausätze identisch. Enthalten sind Reling, Wanten, Laufsteg, Leitern, Peilkompassplattform, Bootsspieren, Davits, Schutzschilde der 10,5 cm-Geschütze etc.

Das nur einmal vorhandene Teil B15, eine Plattform mit Reling, soll laut Anleitung zwei Mal verwendet werden: als Plattform am Großmast und als achterer Artillerieleitstand. Die Form ist allerdings nur für die Plattform am Großmast korrekt. Die Wanten und Reling sind relativ dick, der Abstand der Pfosten bei der Reling ist auch zu groß.

Holzdeck

Für das Oberdeck und die beplankten 10,5 cm-Geschützpositionen auf der Back und Poop liegt ein Holzdeck bei.

Diese Teile dürften insbesondere die zu massive (zu hohe) Darstellung der Planken um die Geschütze aufwerten.

Die Anleitung

Der einzige Unterschied zwischen dem Bausatz der Dresden und Emden liegt in der Anleitung.

Zuerst hier die Anleitung für die Dresden, erkennbar durch die Abbildung des Deckelbilds und der Überschrift. Die Anleitung umfasst eine Übersicht der enthaltenen Teile, eine Seitenansicht der Emden (!, ja, nicht der Dresden!) und die Bauanleitung selbst. Letztere erklärt den Zusammenbau anhand von sechs Zeichnungen.

Für einzelne Teile wäre eine zusätzliche Aufsicht hilfreich, um die richtige Position der Teile zu finden. Für die Masten sind die Maßangaben für die Durchmesser in Inch (Zoll) angegeben, die Länge der Teile soll man wohl von den Linien abnehmen - allerdings entsprechen diese nicht dem Maßstab 1/700, da die Anleitung im Vergleich zu früheren Ausgaben des Bausatzes in einem anderen Format gedruckt wurde. Hier ist man auf andere Quellen angewiesen, wie auch in Bezug auf die Besonderheiten der Dresden.

Hinweise auf die Bemalung sind nicht enthalten. Leider konnte ich keine genaueren Angaben darüber finden, wann Dresden im Standardanstrich und wann im Tropenanstrich gestrichen war. Sicher ist, dass sie während des New York-Besuchs 1909 den Tropenanstrich aufwies und sie bei ihrer Versenkung im Standardanstrich gestrichen war. Der Standardanstrich bestand aus einem grauen Rumpf mit dunkelgrauer Wasserlinie. Oberhalb der Höhe des Schanzkleids mittschiffs waren der Rumpf, alle Aufbauten, Schornsteine, Masten und Beiboote hellgrau gestrichen. Wenigstens kann man auf dem Deckelbild sehr gut die Trennlinie zwischen dem Grau des Rumpfs und dem Hellgrau der Back und Aufbauten sehen - wo die Trennlinie achtern ist, kann man allerdings nur erahnen. Mittschiffs war das Oberdeck beplankt, genauso die Positionen um die 10,5 cm-Geschütze auf der Back und Poop. Back, Poop, Brücke, Deckshäuser, Laufsteg und Hängemattenkästen waren mit rotbrauen Linoleum belegt. Der Bereich um die Ankerketten und die Poller sowie die Schornsteinkappen waren schwarz. Beim Tropenanstrich wurde der graue Teil des Rumpfs und die Beiboote weiß und die hellgrauen Teile des Anstrichs mit Ocker ("Gelb") übermalt.

Da die in den Bausätzen enthaltenen Teile identisch sind, überrascht es nicht, dass auch die Bauanleitung der Emden weitgehend identisch mit der der Dresden ist. Hier ist die Seitenansicht der Emden natürlich passend. Bei der Übersicht über die Teile und der Anleitung für den Zusammenbau gibt es keine Unterschiede. Lediglich eine farbige Seitenansicht und Aufsicht der Emden im Tropenschema, die allerdings maßstäblich nicht korrekt ist, ist neben der Überschrift und dem Deckelbild die Besonderheit dieser Anleitung.

Allerdings sollte man der farbigen Zeichnung in Bezug auf den Anstrich auch nicht trauen, da Back und Poop mit rotbrauen Linoleum belegt waren und das "Gelb" (eigentlich Ocker) nicht nur auf den Aufbauten und den Schornsteinen zu finden war, sondern auch auf der Back und Poop oberhalb der Oberkante des Schanzkleids mittschiffs. Wie schon erwähnt war Emden anfangs im Standardanstrich gestrichen, zwischen April 1910 und März 1911 im Tropenanstrich und danach wieder im Standardanstrich.

Unterschiede zwischen Dresden und Emden

Da es hier um Bausätze von Wasserlinienmodellen geht, werde ich auf Unterschiede unterhalb der Wasserlinie nicht näher eingehen - diese waren achtern erheblich, da Dresden vier Schrauben und Emden nur zwei Schrauben hatte. Über Wasser kann man dies nur an der Position des Schraubenschutzes erahnen. Die hier aufgelisteten Unterschiede sind durch Fotos bestätigt. Falls dies nicht möglich war, sind die in Klammer gesetzt:

  • Dresden hatte eine Bugzier mit dem Stadtwappen Dresdens, Emden dagegen das Wappen der Stadt Emden auf beiden Seiten des Bugs
  • Wellenbrecher auf der Back: auf Dresden konnte ein Teil heruntergeklappt werden, während bei Emden Ausschnitte für das Absenken der 10,5 cm-Geschütze vorhanden waren
  • Backspieren (Bootsspieren): bei Dresden etwas unterhalb des Backdecks, bei Emden tiefer auf der Höhe des Oberdecks
  • Dampfrohre: bei beiden Schiffen am vorderen Schornstein, bei Emden allerdings im unteren Drittel nach hinten gebogen; bei Dresden zusätzlich ein Dampfrohr am mittleren Schornstein
  • (Speigatten: bei Emden höher)
  • (Bootsdavits: anders gebogen)
  • (obere Funkrahe unterschiedlich)
  • Lüfter: auf Dresden breiter nach hinten gebogener Lüfter vor dem Peilkompassstand, bei Emden stattdessen zwei Kugelkopflüfter (?). Auf beiden Schiffen standen zwei Lüfter neben dem Großmast - diese fehlen im Bausatz.
  • Achtere Scheinwerferplattform: 2 m tiefer bei Emden? Anfangs hatte Dresden an beiden Masten nur je einen Scheinwerfer.
  • Wanten am Großmast: nur bei Dresden? (eventuell zeitweise auch bei Emden?)
  • Achterer Artillerieleitstand: nur bei Emden vorhanden (Teile B5 und B15 (falsche Form!) sowie das kleine Deckshaus vor den achteren beiden 10,5 cm-Geschützen). Auch die Plattform am Großmast über den Lüftern und dem Reservesteuerstand war nur bei Emden vorhanden (Teil B15), bei Dresden wurde sie eventuell nachgerüstet.
  • Schraubenschutz: bei Dresden etwa auf der Höhe der Poller, bei Emden weiter achtern kurz vor der Öffnung des 5,2 cm-Geschützes
  • Achteres 5,2 cm-Geschütz: bei Dresden sind dessen Klappen bündig mit der Außenhaut des Rumpfs, bei Emden sind sie nach innen in eine Nische versetzt.
  • Heckzier: nur bei Emden? (oder bei Emden größer?)

Der Bausatz entspricht also mehr der Emden, am sichtbarsten beim Wellenbrecher vorne und den Lüftern mittschiffs. Allerdings sind bei beiden Schiffe kleinere Änderungen notwendig.

Quellen

  • SMS Dresden (1907) (Wikipedia)
  • S.M.S. Dresden (Kaiserliche Marine)
  • Geschichte und Archäologie des Kleinen Kreuzers Dresden
  • SMS Emden (1908) (Wikipedia)
  • S.M.S. Emden (Kaiserliche Marine)
  • S.M.S. Emden Baupläne von Peter Günter Huff, Kassel, 1996
  • The Kaiser's pirates. German surface raiders in World War One von John Walter, London, 1994
  • Kleine Kreuzer 1903-1918. Bremen- bis Cöln-Klasse von Gerhard Koop und Klaus-Peter Schmolke, Bonn, 2004 (dieses Buch dürfte die meisten Leser ziemlich enttäuschen!)
  • Kleine Kreuzer der Kaiserlichen Marine 1898-1918. Aussagen hinterfragt; eine Gegenüberstellung mit britischen Konstruktionen von Axel Bader, Berlin, 2008
  • Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Band 1 von Erich Gröner, München, 1966
  • Die Deutschen Kriegsschiffe von Hans H. Hildebrand, Albert Röhr und Hans-Otto Steinmetz, Hamburg, 1988
  • Die Schiffe der Kaiserlichen Marine 1914-1918 und ihr Verblieb von Dieter Jung, Bonn, 2004
  • Conway’s All the World Fighting Ships 1906-1921 von Robert Gardiner (Herausgeber), London, 1992

Fazit

Die überarbeite Neuauflage der Bausätze der Emden und Dresden, nun mit allen Kleinteilen aus Resin und einem zusätzlichen Holzdeck, bietet eine gute Grundlage für den Bau eines Modells. Der Großteil des notwendigen Zubehörs ist bereits enthalten. Allerdings sind einige Details etwas grob (z.B. die Bullaugen und der Wellenbrecher). Da beide Bausätze identisch sind, müssen insbesondere bei der Dresden einige Teile geändert werden. Insgesamt sind die Bausätze, aber dann doch, insbesondere wegen der Fotoätzteile,

alt empfehlenswert

Lars

Wir danken Blue Ridge Models für die Bausatzmuster