Aktive Schiffe
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Die Zr. Ms. Holland (P840) ist das Typschiff der gleichnamigen Klasse von Hochsee-Patrouillenschiffen der niederländischen Marine. Sie wurde als erstes Schiff einer neuen Generation von Einheiten konzipiert, die speziell für Einsätze wie Küstenüberwachung, Pirateriebekämpfung und humanitäre Aufgaben ausgelegt sind. Mit ihrer Indienststellung im Jahr 2012 markierte sie einen deutlichen Wandel in der niederländischen Marineplanung hin zu flexibel einsetzbaren und vergleichsweise kosteneffizienten Plattformen für Dauerpräsenzmissionen.
Weiterlesen: Niederländisches Patrouillenschiff Zr. Ms. Holland 2024 in Kiel
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Der Eisbrecher ARA Almirante Irízar (Q-5) ist ein Versorgungsschiff der argentinischen Marine für den Einsatz in der Antarktis. Er wurde in den 1970er-Jahren bei der finnischen Werft Wärtsilä in Helsinki gebaut und steht damit in einer direkten technischen und industriellen Tradition nordeuropäischer Eisbrecherentwicklung. Sie ähnelt vom Design der kleineren für Finnland und Schweden gebauten Atle-Klasse. Die Hauptaufgaben der Almirante Irízar bestehen in der jährlichen Versorgung der argentinischen Antarktisstationen, im Transport von Personal und Material sowie in der Unterstützung wissenschaftlicher Expeditionen und Such- und Rettungsoperationen.
Weiterlesen: Argentinischer Eisbrecher ARA Almirante Irízar 2026 in Ushuaia
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USS New York (LPD-21) ist ein amphibisches Transportdockschiff der US Navy und gehört zur San-Antonio-Klasse, die für den Transport, die Ausschiffung und die Unterstützung von Marineinfanterie, Fahrzeugen und Versorgungsgütern in Expeditions- und Landungsoperationen entwickelt wurde. Die Klasse wurde als Ersatz für mehrere ältere amphibische Schiffstypen entworfen und verbindet große Transportkapazität mit verbesserter Führungs-, Kommunikations- und Selbstschutztechnik. Zu ihren Hauptaufgaben zählen amphibische Angriffe, das Anlanden von Truppen und Fahrzeugen, Spezialoperationen, humanitäre Hilfseinsätze sowie der Einsatz als Luftfahrt- und Führungsplattform innerhalb amphibischer Einsatzverbände. Charakteristisch sind auch die auffällig kantigen, geschlossenen Mast- und Aufbaustrukturen, die Teil eines Stealth-Konzepts sind: Das Advanced Enclosed Mast/Sensor System bündelt Radar- und Kommunikationsanlagen in verkleideten Strukturen, schützt die Sensorik vor Umwelteinflüssen und verringert zugleich die Radarreflexionsfläche des Schiffs. Es sind 26 Schiffe der San-Antonio-Klasse geplant. Davon gehören 11 Einheiten zum 2000-17 gebauten Flight I, zwei 2017-24 gebaute zum Flight I (Transitional) und die folgenden 13 Einheiten zum modernisierten Flight II, die ab 2022 im Bau sind. Ab dem Flight I (Transitional) wurden die charakteristischen Masten durch konventionelle Dreibeinmast ersetzt. Insgesamt sollen die Flight II günstiger sein und die älteren Schiffe der Whidbey Island- und Harpers-Ferry-Klassen ersetzen.
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Das Vermessungsschiff Komet ist ein hochspezialisiertes Forschungsschiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg, das am 4. Dezember 1998 in Dienst gestellt wurde. Seine Hauptaufgabe besteht in der topographischen Vermessung des Meeresbodens innerhalb der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), mit einem Schwerpunkt auf der Nordsee und dem Wattenmeer. Das Schiff ist mit moderner Sonartechnik ausgestattet und kann bis zu 21 Tage auf See operieren, wobei es einen Einsatzradius von 5.400 Seemeilen aufweist. Ein besonderes Merkmal der Komet ist der Einsatz von synthetischem Gas-to-liquid (GtL)-Treibstoff, der schwefelfrei ist und deutlich bessere Abgaswerte als herkömmlicher Dieselkraftstoff bietet, was die Umweltfreundlichkeit des Schiffes unterstreicht. Der Rumpf ist eisverstärkt und mit der Eisklasse „E“ klassifiziert, was den Einsatz bis zu einer Eisdicke von 0,15 Metern ermöglicht. Die Komet wurde auf der Kröger-Werft in Schacht-Audorf gebaut und ist Teil einer Flotte von fünf Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen des BSH, die in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee operieren.
Weiterlesen: Deutsches Vermessungsschiff Komet 2026 im Borkumer Hafen
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Die Deutsche Marine hat 2021 zwei neue Tanker der Klasse 707 als Ersatz für die beiden Tanker der Rhön-Klasse (Klasse 704) bestellt. Die neuen Tanker sind im Gegensatz zu den Vorgängern als Doppenhüllentanker ausgelegt. Sie verfügen achtern über ein Hubschrauberlandedeck, aber keinen Hangar. Es sollen drei Schiffe gleichzeitig betankt werden können - eines über das Heck, zwei querab. Sie werden 13.000 m³ Betriebsstoffe mitführen können, außerdem zehn (28?) 20-Fuß-Container.
Weiterlesen: Marinetanker der Klasse 707 im Bau in Papenburg und Rostock (2024-26)
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Die Almirante Juan de Borbón (F102) ist eine spanische Lenkwaffenfregatte der Álvaro de Bazán-Klasse (F-100) und wurde als zweites Schiff dieser Klasse gebaut. Die Álvaro de Bazán-Klasse umfasst insgesamt fünf 1999-2012 gebauten Einheiten. Die Klasse wurde entwickelt, um die Fähigkeiten der spanischen Marine im Bereich der Luftverteidigung erheblich zu stärken, insbesondere im Rahmen multinationaler Einsatzverbände der NATO. Ein zentrales Merkmal ist das integrierte Aegis-Kampfsystem, das eine leistungsfähige Luftraumüberwachung und -abwehr ermöglicht. Neben der Flugabwehr gehören auch die Bekämpfung von Überwasserschiffen und U-Booten sowie die Unterstützung von Landoperationen zu den Aufgaben dieser Mehrzweckfregatten. Die plattformseitige Entwicklung erfolgte dabei in europäischer Zusammenarbeit: Seit 1994 arbeiteten Spanien, Deutschland und die Niederlande bei der Konzeption moderner Luftverteidigungsfregatten zusammen, woraus parallel auch die deutsche Sachsen-Klasse und die niederländische De Zeven Provinciën-Klasse hervorgingen. Aus der Álvaro de Bazán-Klasse wurde die australische Hobart-Klasse entwickelt.
Weiterlesen: Spanische Lenkwaffenfregatte Almirante Juan de Borbón 2024 in Kiel
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Der Bergungsschlepper Fehmarn (A 1458) war eines von zwei 1964-67 gebauten Schiffen der der Helgoland-Klasse (Klasse 720). Die Klasse diente neben ihrer Funktion als Bergungsschlepper noch als Eisbrecher. Im Kriegsfall hätte sie als Minenleger verwendet werden können. Sie war auch zur Unterstützung von Tauchern eingerichtet.
Weiterlesen: Deutscher Marineschlepper Fehmarn 2014-23 in Kiel
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Was für ein Schiff ist die Zr.Ms. Mercuur (A900) eigentlich? Manche Quellen bezeichnen es als U-Boot-Tender, die Website der königlich-niederländischen Marine hingegen als „Torpedowerkschip" – also ein Schiff zur Torpedowartung und -inspektion. Vom 20. bis 23. Februar 2026 machte die 64,80 Meter lange Einheit in Hamburg fest, und ich nutzte den Open-Ship-Termin am Samstagmorgen für eine Besichtigung.
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Die japanische Fregatte Mogami (もがみ, FFM-1) ist das Typschiff einer Klasse von zwölf seit 2019 im Bau befindlichen Einheiten. Mit der Mogami-Klasse werden die Distriktkräfte modernisiert und verstärkt werden. So sollen die Fregatten der Abukuma-Klasse und die Zerstörern der Asagiri-Klasse ersetzt und die Zahl der Schiffe erhöht werden. Ursprünglich waren bis zu 22 Schiffe der Klasse geplant. Nach der jetzigen Planung werden auf die zwölf Schiffe der Mogami-Klasse zwölf Schiffe einer verbesserten Mogami-Klasse folgen. Die ersten Vorentwürfe ähnelten den LCS der US Navy, aber um eine ausreichend große Reichweite zu ermöglichen, entschied man sich für einen konventionelleren, langsameren Entwurf. Im Vergleich zu früheren Schiffen der japanischen Marine wurde sehr viel Wert auf eine reduzierte Radarsignatur gelegt. Die Schiffe sind Mehrzweckfregatten mit einer Bewaffnung gegen See-, Luft- und Unterwasserziele. Eine Besonderheit ist, dass sie auch für die Minenjagd mit Über- und Unterwasserdrohnen ausgerüstet sind. Die Klasse ist für den Einbau eines Achtfach-Senkrechtstarter entworfen, der bei den ersten Schiffe der Klasse vor der Brücke nachgerüstet werden soll, bei den späteren Schiffen ist er von Anfang an eingebaut.
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Bei Minusgraden nutzte ich die Gelegenheit, die Fregatte der Royal Navy St Albans zu besuchen. Zum „Open Ship" wurde am Samstag, den 24. Januar 2026 ab 10 Uhr eingeladen. Es konnten das Oberdeck und der Flugzeughangar besichtigt werden. Die Besatzung hatte dazu einiges an Gerät und Bewaffnung zur Demonstration aufgebaut und ausgelegt. Fragen wurden sehr gerne und sehr ausführlich beantwortet. Der Schiffsentwurf stellt für mich noch ein klassisches Kriegsschiff aus der Zeit dar, bevor das Zeitalter des Stealth-Designs anbrach, um Radarsignaturen gering zu halten. Eigentlich sollte auch das französische Küsten-Patrouillenboot FS Pluvier kommen, dessen Besuch jedoch abgesagt wurde. Bei meinem Besuch waren weder ein Bordhubschrauber noch die ursprünglich zur Bewaffnung gehörenden Harpoon-Starter bzw. die sie ersetzenden NSM-Starter vor dem vorderen Aufbau zu sehen.
Weiterlesen: Britische Fregatte HMS St Albans 2026 in Hamburg