Das Original
Die Yokosuka MXY-7 „Ōka“ war eine japanische bemannte Gleitbombe. Entwickelt wurde die Ōka, um Selbstmordangriffe auf feindliche Schiffe zu unternehmen. Dabei wurde die Ōka durch einen Bomber in das Zielgebiet geflogen und startete dort vom Trägerflugzeug auf das Zeil. Wenn die Ōka nahe am Ziel war, zündete der Pilot die Raketentriebwerke. Im Bug befand sich der Sprengkopf. Das Hauptproblem des Konzeptes, wenn man den offensichtlichen Selbstmord das Piloten ausklammert, war das die Ōka während des Transportes mit dem Bomber und beim Gleitflug verwundbar waren. Japan verfügte zu dem Zeitpunkt über zu wenig Begleitjäger. Zusätzlich war das Korrigieren beim Anflug auf das Ziel mit dem Raketentriebwerk sehr schwierig und nur von erfahrenden Piloten zu bewältigen gewesen. Entsprechend gering war auch die Bilanz der Einsätze, da nur ein amerikanischer Zerstörer versenkt wurde.
Zur Schulung der Piloten wurde die Variante Ōka Modell 43 K-1 Kai Wakazakura entwickelt. Diese war zweisitzig und hatte einen Wassertank als Ballast im Bug. Dazu verfügtes es über ein Kufenfahrwerk und einen Raketenmotor für einen begrenzten Motorflug.
Das Modell
Das Modell stammt vom Kleinserienhersteller Brengun. Dieser bietet verschiedene Ōka-Varianten in diversen Maßstäben an. Der Bausatz besteht aus recht einfachen Kunststoffteilen. Allerdings war das Original auch recht einfach gehalten. Zusätzlich bieten Brengun Masken für die Kanzel und einen Ätzteilbogen an. Ich verwendete beide Sets. Die Ätzteile beinhalten neben einem neuen Sitz auch neue Instrumentenbretter. Das Ätzteilset wertet das Modell deutlich auf. Ansonsten ging der Bau recht flott von statten. Aufpassen muss man nur beim Zusammenkleben der beiden Rumpfhälften damit die Instrumentenbretter gerade eingeklebt werden.
Lackiert wurde das Modell mit Vallejo-Farben. Die Lackierung des Innenraumes ist dabei unklar und im erhalten Exemplar falsch dargestellt. Aus Fotos und Berichten war der Innenraum dunkelgrün und die Metallteile wie die Sitze schwarz ausgeführt. Die Außenlackierung war mit einem Dunkelgrün auf der Oberseite und einem Hellgrau auf der Unterseite wie alle späten japanischen Marineflieger lackiert. .
Quellen
Christian Abraham








