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Hasegawa: N1K1 Kyofu Drucken
Donnerstag, 18. November 2004 um 09:56

Kawanishi N1K1 Kyofu (Codename Rex)





Hersteller: Hasegawa
Artikelnummer: 51335 / AP35
Maßstab: 1/72
Teile: 54

Geschichtlicher Hintergrund


Der "Mächtige Wind", so die deutsche Übersetzung von "Kyofu", wurde 1940 von der kaiserlich japanischen Marine ausgeschrieben. Gefordert wurde ein Seekampfflugzeug, welches Luftnahunterstützung bei Landungsoperationen geben sollte, die in Räumen ohne Flugfelder stattfinden sollten. Der Prototyp wurde anfangs mit einem Gegenlauf-Doppelpropeller angetrieben. Dies sollte den Torque-Effekt bei den Landungen auf dem Wasser weitestgehend ausschalten, bereitete jedoch so viele Schwierigkeiten, dass auf einen herkömmlichen Propellerantrieb zurückgegriffen werden musste. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend und die Serienproduktion wurde freigegeben. Im Frühjahr 1943, ein Dreiviertel Jahr nach Midway, kamen die ersten Maschinen zum Einsatz. Mit zwei 20 mm Kanonen (für japanische Verhältnisse) außerordentlich schwer bewaffnet, waren sie aufgrund der sich zunehmend verschlechternden Lage kaum noch zu gebrauchen, so dass die Produktion 1944 nach nur 97 Exemplaren eingestellte wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kawanishi bereits den Typ zum landgestützten Jäger N1K1-J weiterentwickelt. Die letzen Einsätze flog der Typ bei der Verteidigung des Mutterlandes im Jahre 1945

Technische Daten
Spannweite 12,01 m
Triebwerk: 1 x Sternmotor Mitsubishi MK4D Kasei 15 mit 1460 PS
Höchstgeschwindigkeit: 483 km/h in 5700 mm Höhe
Bewaffnung: 2 x 20 mm + 2 x 7,7 mm

Zum Bausatz


Erster Eindruck - warum nicht immer so? Mitte der 90er Jahre entwickelt, stellt der Bausatz das mit Abstand beste Hasegawa-Produkt in meinen Händen dar. 11 Gießäste in den unterschiedlichsten Größen füllen den Karton aus, darunter einer mit den Klarsichtteilen und einer aus weichen Gummi.

die Bauanleitung


Typisch Hasegawa, diese Bauanleitung. Auf der ersten Seite ein kurzer Überblick zum Original sowie die Lackerungshinweise, sind auf der zweiten die einzelnen Bauabschnitte und die Übersicht über alle Gießäste aufgeführt. 10 Bauschritte führen zum Modell.
Die Farben sind in Gunze Sangyo und Mr. Color gehalten, wer andere Farbhersteller verwendet, kann entweder Konvertierungstabellen verwenden oder sich an die Farbangaben in Englisch halten.
die Decals


An den Decals sieht man das Alter des Bausatzes. Nicht, dass sie überaus dick sind, auf den heutigen Stand sind sie aber nicht. Dafür ist nur ein sehr kleiner Versatz zu erkennen. Um diesen zu umgehen, bietet Hasegawa die Option, die weißumrandeten Hoheitszeichen in zwei Schichten aufzubringen. Das Instrumentenpaneel ist leider geradezu kümmerlich und wird den Gießästen nicht gerecht.
die Gießäste


Wie bereits geschrieben, befindet sich ein Gummiast in der Packung. Dieser dient als Befestigung für den Propeller. Besser als bei anderen Bausätzen, bei denen mit etwas zuviel Kleber der gesamte Propeller festklebt. Des Weiteren ist ein Gießast mit einem Gewicht für den Hauptschwimmer versehen. Hier sind also keine weiteren Gewichte notwendig. Ob ausreichend, wird der Bau zeigen. Hier erst einmal alle Äste auf einmal:
die Details
Das Cockpit besteht aus sieben Teilen, der Sitz hervorragend detailiert. Lediglich der Boden weisst Aufwurfmarken auf - zwei können ohne Probleme weggeschliffen werden, die beiden anderen stellen ein größeres Hindernis dar.



Der Rumpf weisst feine Gravuren auf, am Flügelansatz sind kleine Nieten gegossen. Im gleichen Stil sind die Tragflächen.




Der sichtbare Motorteil ist außergewöhnlich gut detailiert. Mehr ist eigentlich nicht nötig, wird das meiste doch durch die riesige Propellerhaube verdeckt.



Wer bislang begeistert ist, wird an der Kanzel enttäuscht. Diese ist zwar ebenfalls sehr schön detailiert, aber nur aus einem Teil. Eine geöffnete Haube mit Sicht auf das hervoragende Cockpit lässt sich nicht darstellen - schade.



Folgend noch die netten Ideen wie Gewichte usw.

Fazit


Vorteile:
+ außergewöhnliche Detailierung
+ nette Ideen wie Gewichte für den Hauptschwimmer
Nachteile:
- Instrumentendecal nicht detailiert genug
- einteilige Kabinenhaube
Trotz seeeehr, seeeeehr weniger Schwächen einer der besten Bausätze Hasegawas