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Vergleich Hasegawas "Yukikaze" - Trumpeters "The Sullivans" Drucken
Sonntag, 30. Juli 2006 um 23:29

Der Äpfel-Birnen-Vergleich: Trumpeter's "The Sullivans" vs Hasegawa's "Yukikaze"


Im Folgenden wil ich kurz die beiden neuen Zerstörer-Modelle der Häuser Trumpeter und Hasegawa vergleichen. Eigentlich unmöglich, aber ein Vergleich musste her, immerhin ist der Trumpeter-Kit nicht einmal halb so teuer (Modellbauwelt Bliestal 13,10 € - Stand 29.07.2006) und verfügt über eine ähnliche Teilezahl. Und Hasegawas Preis muss irgendwo gerechtfertigt sein.
Bereits beim Rumpf fällt der Unterschied auf. Während der Hasegawa-Kit dem Original recht nahekommt, weist Trumpeter's Sullivan einen recht vereinfachten Rumpf auf. Besonders negativ fällt hier der Absatz im Rumpfbug auf. Hier hilft nur großflächiges Abschleifen. Einen großen Vorteil bietet das Trumpeterdeck, weil es als ein ganzes Teil daher kommt. Im Gegensatz zu Hasegawa ist die Ankerkette mit angegossen und die Oberflächendetailierung fällt sichtlich magerer aus. Hasegawa denkt sogar an die Wasserabläufe, kämpft jedoch mit dem zweigeteilten Deck.

Die Geschütztürme nehmen sich konstruktionsbedingt nur wenig. Die Türme der Yukikaze weisen einen geringen Grat auf, die Trumpetertürme sind dafür mehrteilig und müssen verspachtelt werden. Allerdings sind die Blastbags beim Trumpeter-Modell sehr vereinfacht dargestellt. Besser macht es hier Hasegawa. Wie es bei den Wasserbomben aussehen kann, zeigt hier Trumpeter. Hasegawas Teil sollte durch Ätzteile ersetzt werden.

Unser Frank meinte in seinem Review zur "Sullivan", die Türen wären beim Trumpeter-Kit zu stark auftragend. Mag sein, aber im Maßstab muss man Kompromisse finden, wenn man auch die Handräger und Scharniere mit andeuten will. Etwas dezenter fällt hier die Hasegawa-Variante aus. Wesentlich filigraner sind auch deren Schornsteinabdeckungen gestaltet.

Abschließende Bewertung der "Yukikaze"


Man erkennt im Vergleich die Unterschiede zum preisgünstigeren Trumpeter-Kit. Das Hasegawa-Kit weist zusätzliche wohldurchdachte Details auf die eine Stufe besser sind als Trumpeter.
Bei einem Preis von 50 Euro wird die Zukunft zeigen, ob die "Yukikaze" in deutschen Läden ein Erfolg werden wird. Jeder Modellbauer muss für sich entscheiden, ob er bereit ist diesen Betrag in den Bausatz zu investieren.
Die Qualitätsanmutung ist höher und Qualität hat nun einmal ihren Preis. Als Alternative steht dem Modellbauer derzeit nur die "Kagero" in Resin aus dem Hause Yankee Modelworks zur Verfügung - mit einem dementsprechenden Preis, der noch einmal doppelt so teuer ist, dafür aber bereits über Ätzteile verfügt.

Deshalb lautet mein persönliches Fazit:
Die Yukikaze stellt wohl eines der besten 1/350-Spritzgussmodelle derzeit auf dem Markt dar, aber der Preis...