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Lenkwaffenzerstörer der Arleigh Burke-Klasse in San Diego Drucken
Samstag, 22. April 2017 um 05:00

Lenkwaffenzerstörer USS Higgins und USS Russell

Die Lenkwaffenzerstörer der Arleigh Burke-Klasse bilden heute das Rückgrat der Überwasserkampfschiffe der US Navy. Die Klasse war in den 1980ern entworfen worden, um das damals neue AEGIS-System billiger als mit den Lenkwaffenkreuzern der Ticonderoga-Klasse auf See bringen zu können. Bei der Klasse wurden erstmals alle Merkmale moderner Lenkwaffenschiffe vereinigt: Die Bewaffnung ist überwiegend in Senkrechtstartern untergebracht. Es werden phasengesteuerte (phased array) Radarantennen eingesetzt, die fest angebracht sind und so gleichzeitig das gesamte Umfeld des Schiffs scannen können (wozu eine drehende Antenne nicht in der Lage ist). Eine breitere Rumpfform mit starkem Spantenausfall, die eine erhöhte Seetüchtigkeit und bessere Manövrierfähigkeit vermittelt, sowie eine auf eine reduzierte Radarsignatur optimierte Form des Rumpfs, der Aufbauten und anderer Bestandteile des Schiffs, was primär durch Schrägstellen aller Wände, der Masten etc. erreicht wird.

Anfangs sollte die Klasse nur die Lenkwaffenzerstörer der ersten Generation (Decatur-, Charles F. Adams- und Coontz-Klasse) ersetzen. Durch die Möglichkeit in den Senkrechtstartern Marschflugkörpern in großer Zahl mitzuführen, war die Klasse für die Kriegsführung der USA nach Ende des Kalten Kriegs optimal geeignet. Durch den hohen Automatisierungsgrad waren sie dazu billiger im Unterhalt als ältere Klassen. Deshalb wurde die Arleigh Burke-Klasse zur umfangreichsten Klasse von Lenkwaffenzerstörern, die alle anderen Klassen von Zerstörern und Kreuzern, abgesehen von der Ticonderoga-Klasse (die sie wahrscheinlich auch ersetzen wird), aus dem Bestand der US Navy verdrängte. Da sie auch zunehmend Schiffe ersetzte, die mit Hangars für Bordhubschrauber ausgerüstet waren, wurde die Flight IIA-Version der Arleigh Burke-Klasse (im Gegensatz zu den ersten 28 Schiffe der Flight I (DDG-51 bis -71) und Flight II-Version (DDG-72 bis -78)) mit Hangars für zwei Hubschrauber ausgestattet. Von der Flight IIA-Variante wurden bisher 34 Schiffe fertig gestellt (DDG-79 bis -112). Elf weitere sind bestellt oder im Bau, dazu sind drei Schiffe des Typs Flight III in Auftrag gegeben.

Bausätze der Arleigh Burke-Klasse gibt es im Maßstab 1/700 von HobbyBoss (siehe hier, hier und hier; diese sind deutlich besser als die alten Bausätze von Dragon ex Pit-Road) und im Maßstab 1/350 von Trumpeter.

Die Lenkwaffenzerstörer USS Russell (DDG-59), USS Paul Hamilton (DDG-60), USS Milius (DDG-69), USS Decatur (DDG-73), USS Higgins (DDG-76), USS Howard (DDG-83), USS Dewey (DDG-105), USS Stockdale (DDG-106) und USS Spruance (DDG-111) habe ich am 17. Januar 2017 in San Diego fotografiert:

Link zur Bildergalerie

 

Auf Modellmarine finden sich auch Fotos des Schwesterschiffs USS Oscar Austin (DDG-79).

Lars