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MikroMir: britisches U-Boot HMS M 1 (1/350) Drucken
Samstag, 17. Dezember 2016 um 06:00

 

Die Geschichte der U-Boote in MikroMir-Bausätzen

 

U-Boot M1 Deckelbild

Modell: British M Class submarine
Hersteller: MikroMir
Maßstab: 1/350
Material: Kunststoff, Abziehbilder, Fotoätzteile
Art.Nr.: 350-025
Preis: 34,99 ‚ā¨

Das Original

Im Ersten Weltkrieg und zwischen den beiden Weltkriegen versuchten sich mehrere Nationen an dem ungew√∂hnlichen Design, U-Boote mit gro√ükalibrigen Kanonen auszustatten. Diese unter anderem als U-Boot-Kreuzer oder U-Boot-Monitore bezeichneten Einheiten wurden konzipiert, um gegnerische Handelsschiffe anzugreifen oder auch feindliche K√ľsten zu beschie√üen. Einen Aspekt ihrer Entwicklung stellte auch die immer noch um ein Vielfaches gr√∂√üere Reichweite der Gesch√ľtze im Vergleich zu den damaligen Torpedos dar.

Die M1 wurde zusammen mit zwei Schwesterbooten noch w√§hrend des Ersten Weltkrieges fertiggestellt, kam jedoch nicht mehr zum Einsatz. In den Folgejahren dienten die drei Boote zu Versuchszwecken, die U-Boot-Waffe weiterzuentwickeln. So wurde beispielsweise M3 weltweit zum ersten U-Boot, das ein Bordflugzeug mitf√ľhrte.

Am 12. November 1925 wurde M1 w√§hrend einer √úbung unter Wasser fahrend vom schwedischen Handelsschiff SS Vidar gerammt, wobei das Gesch√ľtz vom Rumpf gerissen wurde und so ungehindert Wasser ins Bootsinnere fluten konnte. M1 versank mitsamt der 69-k√∂pfigen Besatzung. So wurde sie, die eigentlich Frachtschiffe versenken sollte, ungl√ľcklicherweise selbst Opfer eines Zivilschiffes.

Erst 1999 wurde das Wrack von M1 durch Taucher in einer Tiefe von etwa 70 m entdeckt und gilt mittlerweile als ‚Äěprotected place‚Äú (gesch√ľtzter Ort). Dort darf getaucht werden, es ist aber untersagt, ins Innere vorzudringen oder etwas vom Wrack zu entfernen.

Der Bausatz

MikroMir hat eine Menge ungew√∂hnlicher U-Boot-Modelle auf den Markt gebracht. Die unterschiedlichen Ma√üst√§be - 1/35 sowie auch 1/144 - sind etwas irritierend, deshalb ist es umso erfreulicher, dass die HMS M1 im Marine-Standardma√üstab 1/350 erschienen ist. Aber nicht nur ihr Design, auch das auf dem Deckelbild gezeigte Tarnmuster versprechen einen Hingucker zwischen all den ‚Äěnormalen" U-Booten. Der Bausatz der M1 ist etwa 25,7 cm lang.

Rumpf

Beide Rumpfh√§lften sind f√ľr den Ma√üstab wirklich ausreichend detailliert. Die wichtigen Oberfl√§chenstrukturen, wie die - geschlossen dargestellten - Torpedoluken und die Flutschlitze, sind vorhanden bzw. angedeutet. Der Turm mitsamt Gesch√ľtz bildet eine eigene Baugruppe, die auf den montierten Rumpf aufgesetzt wird. Leider kann das Gesch√ľtz nur in seiner Ruheposition dargestellt werden. Besonders am Bug f√§llt die Materialst√§rke der beiden Rumpfh√§lften sehr d√ľnn aus, so dass der schmale, beinahe rammartige Bug von HMS M1 auch entsprechend dem Vorbild nachgebaut werden kann.

Kleinteile

Wie der Rumpf bestehen auch der Turm, das Gesch√ľtz und dessen Geh√§use aus jeweils zwei H√§lften. Die gut zu sehenden Nahtstellen sind vorsichtig glatt zu schleifen und gegebenenfalls zu verspachteln.

Dazu kommen noch kleinere Decksgesch√ľtze, die Br√ľckenausstattung und das Ruder mitsamt den Antriebsstangen. Im Bereich der offenen Br√ľcke empfiehlt es sich, die Au√üenw√§nde vorsichtig von innen her abzuschleifen und somit auszud√ľnnen.

Die Fotoätzteile

MikroMir hat f√ľr den Ma√üstab 1/350 die richtige Entscheidung getroffen: Details, wie die Schiffsschrauben, die Bodenplatten der Laufdecks, Schlingerkiele oder Handl√§ufe, durch √Ątzteile darzustellen. Etwas schwierig d√ľrfte sich das Anbringen der Handl√§ufe gestalten. Zum einen sind die Abstandshalter einzeln anzukleben, zum anderen sind diese auch verh√§ltnism√§√üig kurz ausgefallen.

Abziehbilder

Auf dem Decalbogen befinden sich neben zwei (?) Union Jacks, die Wasserstandsanzeiger und der Namenszug. Letzterer ist einmal in Weiss und einmal in Schwarz vorhanden, jeweils passend zu den beiden Bemalungsvarianten.

Die Anleitung

MikroMir eben. Ein beidseitig bedrucktes Blatt mit der Geschichte des Originals auf Englisch und Russisch, dazu eine einfache Farbskizze, die immerhin zwei unterschiedliche Bemalungsvarianten aus den Jahren 1921 und 1922 zeigt. Die Montage selbst wird in sechs einfach verst√§ndlichen Bauschritten gezeigt, wobei die √Ątzteile farblich (rot) hervorgehoben sind.

Fazit

Mal wieder ein Exot zum Thema U-Boot aus dem Hause MikroMir. Obwohl, von ŇėOP o.s. (ehemals Samek) gibt es ebenfalls ein Resin-M1 auf dem Markt. Aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Gesch√§ft und uns Modellbauern bietet dies immerhin die Auswahl zwischen Resin und Kunststoff.

alt empfehlenswert

Wolfgang

Wir danken MikroMir (Vertrieb Glow2B) f√ľr das Bausatzmuster