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Kanadische Fregatte Fredericton Drucken
Samstag, 18. Juli 2015 um 05:00

HMCS Fredericton

Die kanadische Fregatte HMCS Fredericton (FFH337) gehört zur Halifax-Klasse, die in den spĂ€ten 1970er Jahren als Ersatz fĂŒr die U-Jagd- und Geleitschiffe der St. Laurent-, Restigouche-, Mackenzie- und Annapolis-Klasse aus den 1950er und frĂŒhen 1960er Jahren geplant wurde. UrsprĂŒnglich sollten diese Schiffe im Rahmen des NFR-90-Projekts der NATO ersetzt werden, da dieses Projekt jedoch scheiterte, wurde stattdessen das Canadian Patrol Frigate Project entwickelt, eben die Halifax-Klasse. Ihre Ausrichtung auf die U-Jagd und den Geleitschutz entsprach den Aufgaben der kanadischen Marine im Kalten Krieg.

FĂŒr die U-Jagd können die Schiffe mit der Sea King einen relativ schweren Hubschrauber mitfĂŒhren. Der Hangar ist so konzipiert, dass er auch moderne große Maschinen wie die CH-148 Cyclon oder die EH-101 Merlin mitfĂŒhren kann. Viel Wert wurde beim Entwurf darauf gelegt, dass die Schiffe leise ausfallen und eine geringe Radar- und Infrarot-Signatur aufweisen. Nach anfĂ€nglichen Schwierigkeiten mit der GerĂ€uschentwicklung konnte dies auch umgesetzt werden. Als SekundĂ€rbewaffnung verfĂŒgt die Klasse ĂŒber ein relativ leichtes, fĂŒr den Landzielbeschuss nur eingeschrĂ€nkt nĂŒtzliches BordgeschĂŒtz, Anti-Schiffs-Raketen sowie Sea Sparrow-Nahbereichsabwehr-Raketen. Letztere werden aus Senkrechtstartern verschossen, die auf dem Oberdeck neben dem Schornstein stehen - eine relativ seltene Anordnung.

Die Klasse wird im Rahmen des Halifax Class Modernization Project (HCMP) bzw. Frigate Life Extension (FELEX) modernisiert. Dies umfasst den Ersatz des SPS-49-Radars durch Smart-S, neue FeuerleitgerĂ€te und elektronische Gegenmaßnahmen, ein neues Kommandosystem sowie die Modernisierung des 5,7 cm- und des Phalanx-GeschĂŒtzes. Die Sea Sparrow-Flugabwehrraketen werden durch ESSM-Raketen ersetzt.

Die Fredericton ist 134,1 m lang und 16,4 m breit, die VerdrĂ€ngung betrĂ€gt 4770 t. Der Antrieb erfolgt ĂŒber einen 8800 PS starken Pielstick-Diesel und zwei General Electric LM2500-Gasturbinen, die 47500 PS leisten. Hiermit wird eine Höchstgeschwindigkeit von 29 kn erreicht.

Bewaffnung
1 x 5,7 cm L/70 Mk 2 Bofors
1 x 2 cm Phalanx Mk 15 Block 1B
6 x 1,27 cm Browning MG
8 x Harpoon Block 1C-Antischiffsraketen (zwei Vierfachstarter)
16 x ESSM-Flugabwehrraketen (zwei Mk 48 VLS-Achtfach-Starter)
4 x 32,4 cm Mk 32 Mod 9-Torpedorohre (zwei fest eingebaut Zwillingsrohre, 24 Mk 46-Torpedos)
1 x Sikorsky CH-124 Sea King-Bordhubschrauber (soll durch Sikorsky CH-148 Cyclone ersetzt werden)

Die Fredericton wurde 1992-94 bei Saint John Shipbuilding in Saint John und bei MIL Davie Shipbuilding in Lauzon (LĂ©vis) gebaut. Sie hat ihren Heimathafen in Halifax. Sie wurde bisher mehrfach im Indischen Ozean eingesetzt. 2011-13 wurde sie modernisiert und, als sie 2014 wieder voll einsatzfĂ€hig war, fĂŒr eine lĂ€ngere Fahrt nach Europa geschickt.

Von der Halifax-Klasse gibt es im Maßstab 1/700 einen Bausatz von Resin Shipyard und im Maßstab 1/350 einen von Iron Shipwright.

Die Fredericton besuchte im Juni 2015 Kopenhagen. Hier Fotos, die am 19. Juni 2015 aufgenommen wurden:

Link zur Bildergalerie

 

Quellen:

Lars