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Dänische Fregatte Iver Huitfeldt in Kopenhagen Drucken
Donnerstag, 14. April 2016 um 05:00

Iver Huitfeldt

Die dänische Lenkwaffenfregatte Iver Huitfeldt (F361) ist das Typschiff einer Klasse, die auf die Luftabwehr spezialisiert ist. Die Klasse wurde als Ersatz für die 1320 t verdrängenden Korvetten der Niels Juel-Klasse, die Ende der 1970er, Anfang der 1980er in Dienst gestellt wurden, entworfen. Die Iver Huitfeldt-Klasse ist fünf Mal größer, nur die Stärke der Besatzung und die Ausrüstung mit Stanflex-Modulen ist vergleichbar.

Die Iver Huitfeldt-Klasse hat einen ähnlichen Rumpf wie die Unterstützungsschiffe der Absalon-Klasse. Allerdings ist der Rumpf achtern ein Deck niedriger, da die Iver Huitfeldt-Klasse nicht über das große Mehrzweckdeck der Absalon-Klasse, was auch zur Unterbringung von Panzern dienen kann, verfügt. Es gibt allerdings auch ein kleines Mehrzweckdeck unter dem Hubschrauberdeck, in dem vier Container, ein Lazarett, Vorräte oder ein Gefängnis untergebracht werden können. Die Klasse verfügt über Platz für mindestens sechs Stanflex-Module. Zwei sind vor der Brücke, wo aktuell zwei 7,62 cm-Geschütze eingebaut sind. Es wäre aber auch ein 12,7 cm-Geschütz und Millennium-Nahbereichsabwehrgeschütz möglich. Weitere vier Positionen befinden sich mittschiffs, wo Module mit zwei Harpoon-Startern bzw. einem ESSM-Startern untergebracht werden. Achtern befindet sich ein Hangar für einen Hubschrauber bis zu der Größe der AW.101. Auf dem Hubschrauberdeck können auch schwere Hubschrauber, wie die CH-47 Chinook, starten und landen.

Die Ausrüstung für die Flugabwehr ähnelt der deutschen Sachsen- und der niederländischen De Zeven Provinciën-Klasse. Auch die Iver Huitfeldt-Klasse verfügt über die Kombination aus dem weitreichenden SMART-L-Suchradar und dem APAR-Radar, der mittels kürzerer Wellen sowohl die nähere Umgebung (bis 150 km) absuchen kann als auch als Feuerleitradar dient. Wie die beiden anderen Klassen gibt es auch hier einen Mk 41-Senkrechtstarter, aus dem SM-2-Flugabwehrraketen abgefeuert werden können. Eine Nachrüstung mit SM-3-Raketen gegen ballistische Raketen wird erwogen. Im Nahbereich werden die SM-2 durch ESSM-Raketen und ein Millennium-Geschütz ergänzt. Bei dem Entwurf wurde sehr viel Wert auf Automatisierung gelegt, um die Größe der Besatzung reduzieren zu können. Diese ist mit 101 Crewmitgliedern im Vergleich zu 169 auf der De Zeven Provinciën-Klasse und 255 auf der Sachsen-Klasse sehr klein.

Die Iver Huitfeldt ist 138,7 m lang, 19,8 m breit und verdrängt 6600 t. Der Antrieb erfolgt über vier Dieseln mit insgesamt 44.000 PS, womit 28 kn erreicht werden. Die Besatzung umfasst 101 Seeleute, insgesamt können 165 untergebracht werden.

Bewaffnung 2015
2 x 7,62 cm L/62 Mk 75 OTO Melara-Geschütze
1 x 3,5 cm Mk M/04 Oerlikon Millennium GDM-008-Nahbereichsabwehrgeschütz
4 x 1,27 cm MG
4 Harpoon Block 2-Vierfach-Antischiffs-Raketenstarter
1 32fach Mk 41 VLS-Senkrechtstarter (für SM-2-Flugabwehrraketen)
2 Mk 56 Zwölffach-Flugabwehrstarter für ESSM
4 x 32,4 cm Mk 32 Mod 14-Torpedorohren (zwei Zwillingsrohre für MU-90-Torpedos)
1 Westland Lynx Mk 90B Bordhubschrauber (bald ein Sikorsky MH-60R Seahawk)

Die Iver Huitfeldt wurde 2008-11 gebaut, wobei die Sektionen des Rumpfs und der Aufbauten von Baltija in Klaipeda, Litauen und Loksa in Loksa, Estland gebaut, die Schiffe von der Odense Staalskibsværft in Lindø zusammengebaut (die letzten Schiffe auf dieser Werft) und in Korsør ausgerüstet wurden. Die Iver Huitfeldt diente zur Erprobung der Klasse und fuhr auf den Testfahrten lange ohne den APAR-Radar und mit nur einem kleinen Teil der Bewaffnung. Sie gehört, wie ihre Schwesterschiffe, zur 2. Eskadre mit Heimathafen in Korsør. Sie wurde bereits im Indischen Ozean zur Sicherung der Schifffahrt vor Piraten eingesetzt.

Bisher gibt es von der Klasse noch keinen Bausatz.

Die Iver Huitfeldt besuchte im Mai 2015 mit einem AgustaWestland AW101 (EH-101) der dänischen Luftstreitkräfte an Bord Kopenhagen. Hier Fotos, die am 20. Mai 2015 aufgenommen wurden:

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Lars