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Zvezda: russisches Schlachtschiff Marat (1/350) Drucken
Donnerstag, 11. Juni 2015 um 05:00

Deckelbild

Modell: Soviet Battleship Marat
Hersteller: Zvezda
Maßstab: 1/350
Material: Polystyrol
Art.Nr.: 9052
Preis: zwischen 45 € und 90 €

Das Original

Die Marat (Марат) lief am 09. September 1911 auf der Baltischen Werft in St. Petersburg unter dem Namen Petropawlowsk (Петропавловск) vom Stapel und wurde im Januar 1915 von der zaristischen Marine in Dienst gestellt.

Während des russischen Bürgerkriegs wurde sie am 17. August 1919 in Kronstadt vom britischen Motortorpedoboot CMB 88, das Teil der alliierten Interventionstruppen war, mit drei Torpedotreffern im Flachwasser auf Grund gesetzt. Nach Bergung und Instandsetzung wurde sie am 31. Mai 1921 unter dem neuen Namen Marat wieder in Dienst gestellt.

1928 bis 1931 wurde Marat  modernisiert, u.a. erhielt sie eine neue Bugform, eine vergrößerte Brücke und einen Röhrenmast als Fockmast. Der vordere Schornstein wurde verlängert und nach achtern gebogen. Im Mai 1937 nahm sie, anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten König George VI., an der internationalen Flottenschau in Spithead teil. 1940 wurde die Flugabwehrbewaffnung verstärkt.

Am 23. September 1941 wurde sie in Kronstadt von Junkers Ju 87 attackiert, wobei Oberleutnant Rudel mit einer 1000 kg Bombe das Vorschiff und Turm A zerstörte. Das Schiff sank auf ebenen Kiel am Kai, war aber trotz der schweren Schäden noch kampffähig und griff in die Bodenkämpfe gegen die Wehrmacht ein.

Im November 1950 wurde sie gehoben und diente unter dem Namen Wolchow (Волхов) als Artillerie-Übungsschiff ohne Antrieb. 1953 wurde sie außer Dienst gestellt und abgewrackt.

Der Bausatz

Nach der Sewastopol hat Zvezda - konsequenterweise auf Basis derselben - die Marat im Bauzustand von 1941 aufgelegt, der sich deutlich von dem Zustand während des Ersten Weltkriegs unterscheidet. Aus 455 Bauteilen entsteht ein 54 cm langes Modell.

Der Rumpf

Die Rumpfhälften sind mit einer Trennlinie versehen, sodass die Wasserlinienbauer voll auf ihre Kosten kommen. Der Rumpf wird zusätzlich durch Querverstrebungen stabilisiert. Bei dem vorliegenden Exemplar weisen die Hälften mehrere Sinkstellen auf, die allerdings mit minimalem Spachteleinsatz zu beseitigen sind. Augenscheinlich wurde der Gussast zu schnell aus der Form genommen. Das zweigeteilte Hauptdeck ist sehr schön graviert, wobei allerdings die Verwendung eines Holzdecks die Mittelnaht perfekt kaschieren würde.

Kleinteile

Auf sechs Gussästen präsentieren sich die Kleinteile, die absolut versatzfrei und mit feinen Details versehen ausgeführt sind. Die Qualität des Gusses ist absolut auf der Höhe der Zeit, störende Auswerfermarken an prominenten und gut einsehbaren Stellen sind nicht zu entdecken.

Abziehbilder und sonstige Teile

Der Abziehbilderbogen ist absolut versatzfrei gedruckt. Er beinhaltet neben den Tiefgangsmarken auch die feine Trennlinie zwischen Über- und Unterwasserschiff, was die Abklebearbeiten bei der Lackierung drastisch reduziert. Ergänzt wird der Bogen durch den Schiffsnamen und das Wappen. Dazu gibt es einen Bogen mit Papierflaggen und einen Modellständer.

Die Anleitung

Diese führt in 30 Schritten, sinnvoll ergänzt durch Unterbaugruppen, zum Ziel. Angefügt ist eine Bemalungsskizze gegliedert nach Zvezda Farbangaben, die allerdings durch eine entsprechende Tabelle mit Humbrol-Nummern ergänzt wird, was wiederum die Umschlüsselung auf die persönlich bevorzugten Farben erleichtert.

Zurüstsets

Bis dato leider keine am Markt.

Quellen

Fazit

Zvezda hat mit der Marat abseits des Mainstreams ein hoch interessantes und außergewöhnliches Modell auf den Markt gebracht. Hut ab vor Herstellern, die den Mut haben auch Exoten zu entwickeln. Die Anzahl der Bauteile ist für dieses nicht gerade kleine Modell übersichtlich, die Bauanleitung logisch und leicht verständlich aufgebaut, sodass dem Bastelspaß, nicht nur für fortgeschrittene Modellbauer, absolut nichts im Wege steht.

alt empfehlenswert

Hartmut

Wir danken HOBBY PRO MARKETING GmbH aus Österreich für das Bausatzmuster.