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Dänisches U-Boot Sælen Drucken
Sonntag, 30. November 2014 um 06:00

U-Boot Sælen

Das dänische U-Boot Sælen wurde ursprünglich für die norwegische Marine als Uthaug der Klasse 207 (Kobben-Klasse) gebaut. Die Klasse 207 wurde aus der Klasse 205 speziell für die norwegische Marine entwickelt und ersetzte U-Boote des Typs VIIC bzw. der britischen U- und V-Klasse. Sie sollte in norwegischen Küstengewässern eingesetzt werden, wofür sie dank ihren geringen Größe gut geeignet war. Insgesamt 15 Boote der Klasse wurden 1961-67 gebaut.

Ein Teil der Boote wurde Ende der 1980er Jahre modernisiert. Von diesen wurden drei an die dänische Marine als Tumleren-Klasse verkauft (plus eines als Ersatzteilspender). Anfang der 2000er wurden vier der modernisierten Boote an die polnische Marine verkauft (plus eines als Ersatzteilspender). Heute sind nur noch die polnischen Boote in Dienst. Die letzten norwegischen wurden 2001 außer Dienst gestellt und durch die Klasse 210 (Ula-Klasse) ersetzt. Die dänischen Boote wurden 2004 außer Dienst gestellt, als die dänische U-Boot-Waffe komplett abgeschafft wurde. Einige Boote der Klasse können heute besichtigt werden: die norwegische Utstein in Horten, die dänischen Sælen und Springeren in Kopenhagen bzw. in Søndenbro und die polnische Jastrząb (nur als Ersatzteilspender genutzt) in Gydnia.

Die Sælen ist 47,2 m lang, 4,3 m breit und verdrängte 370 t (435 t getaucht). Der Antrieb war diesel-elektrisch, zwei 1100 PS starke Dieselmotoren trieben den 1700 PS starken Elektromotoren (direkt oder indirekt über die Batterien), womit sie 10 kn über Wasser und 17 kn unter Wasser erreichen konnte. Die Bewaffnung bestand aus acht 53,3 cm-Torpedorohren und die Besatzung setzte sich aus 24 Mann zusammen.

Die Sælen (S323) wurde 1965 von den Rheinstahl-Nordseewerken in Emden gebaut und war bis 1990 als Uthaug (S304) bei der norwegischen Marine in Dienst. Auf dem Schlepp von Kopenhagen nach Aarhus sank sie am 4. Dezember 1990. Am 17. Dezember wurde sie von dem Schwimmkran Roland wieder gehoben. Am 10. August 1993 war sie wieder voll Einsatz bereit. Von Mai 2002 bis Juni 2003 unterstützte sie im Indischen Ozean und im Persischen Golf die US-amerikanische Invasion des Iraks. Der Rücktransport erfolgte auf dem Schwergutfrachter Grietje. Am 21. Dezember 2004 wurde sie außer Dienst gestellt und an das Dänische Marinemuseum in Kopenhagen (Orlogsmuseet) übergeben. Seither ist sie in Holmen einige Monate im Jahr für Besucher zugänglich.

In der Basis Holmen, im Hafen von Kopenhagen, ist die Sælen neben der Fregatte Peder Skram und dem Schnellboot Sehested ausgestellt. Hier habe ich sie am 11. Oktober 2014 fotografiert:

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Quellen:

Lars