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Britisches Landungsschiff Isle of Guernsey (1/700, Fine Waterline) von Don McKeand Drucken
Mittwoch, 18. Juni 2014 um 05:00

 

06.06.1944 - 70 Jahre Landung in der Normandie (D-Day)

 

Zu den zahlreichen Handelsschiffen, die für die Landung in der Normandie umgebaut wurden, gehörte auch die Fähre Isle of Guernsey. Sie transportierte vor 70 Jahren am D-Day kanadische Truppen über den Kanal (siehe Jahrestage auf Modellmarine).

Das Original

Die Isle of Guernsey wurde 1930 von Denny & Bros in Dumbarton für die Southern Railway Company gebaut. Sie wurde als Fähre auf der Linie Southampton zu den Kanalinseln eingesetzt und war auf dieser Route sehr beliebt.

Die Isle of Guernsey war 90,4 m lang, 12,8 m breit und verdrängte 2143 t. Der Antrieb erfolgte über ölgefeuerte Kessel und Dampfturbinen, die zwei Schrauben trieben und eine Geschwindigkeit von 19,5 kn ermöglichten. Es konnten 1400 Passagiere transportiert werden.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war sie als Lazarettschiff an der Evakuierung von Dunkerque (Dunkirk/Dünkirchen) beteiligt, wobei sie am 20. Mai 1940 von deutschen Flugzeugen angegriffen und beschädigt wurde. 1943 oder 1944 wurde sie zum Landungsschiff umgebaut. Am D-Day transportierte sie kanadische Truppen über den Kanal, anschließend fuhr sie weitere Soldaten nach Frankreich.

Im Januar 1945 kehrte sie in den zivilen Dienst zurück. Ohne Landungsboote und Geschütze, aber immer noch mit Tarnanstrich fuhr sie zuerst auf der Linie Newhaven nach Dieppe, ab dem 25. Juni fuhr sie, als erstes Schiff, wieder auf ihrer alten Route zwischen Southampton und den Kanalinseln. Auf dieser Linie tat sie bis 1961 ihren Dienst, danach wurde sie in Belgien abgewrackt.

Quellen:

Das Modell

Das Modell der Isle of Guernsey als Landungsschiff (Landing Ship Infantry) habe ich aus dem Bausatz von Fine Waterline gebaut, der das Schiff als Lazarettschiff darstellt (siehe hier).

Für den Umbau zum Landungsschiff fügte ich dem Bausatz einiges hinzu: die LCA (Landing Craft Attack)-Landungsboote sowie die zugehörigen Davits und Scheuerleisten, eine Plattform für ein 12-Pfünder-Geschütz auf dem Vorschiff, Erweiterungen der Brücke und des achteren Deckshaus für 20 mm-Oerlikon und drei weitere Plattformen für 20 mm-Geschütze. Die Rettungsboote und deren Davits wurden, mit Ausnahme des Paars auf dem Achterdeck, entfernt. Die LCA sind aus Resin gegossen. Der 12-Pfünder stammt von L'Arsenal, die 20 mm-Geschütze von White Ensign Models. Die restlichen Zusatzteile habe ich selbst gebaut. 

Don McKeand
IPMS fine waterline special interest group

(übersetzt aus dem Englischen und Text über Original von Lars)