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Amerikanisches Kommandoschiff Mount Whitney Drucken
Samstag, 25. Januar 2014 um 13:00

USS Mount Whitney

Die Mount Whitney ist eines von zwei Schiffen der Blue Ridge-Klasse. Diese wurden als Flaggschiffe für amphibische Landungen konzipiert und sollten ältere Umbauten ersetzen, die für die damals neuen 20 kn schnellen amphibischen Einheiten zu langsam waren. Der Rumpf der Blue Ridge-Klasse beruht auf dem Rumpf der Hubschrauberträger (LPH) der Iwo Jima-Klasse und auch die Antriebsanlage ist identisch. Die Blue Ridge-Klasse hat aber keinen Hangar, obwohl Landemöglichkeiten und Nachtankeinrichtungen für Hubschrauber vorhanden sind. Stattdessen wird der Platz im Rumpf für die Unterbringung der Stäbe, Kommandozentralen und Kommunikationstechnologien genutzt. Obwohl diese Klasse als Flaggschiff für amphibischen Ladungen (LCC) konzipiert wurde, ersetzte sie in den 1970ern alte Kreuzer als Flottenflaggschiffe und wird seither in dieser Funktion eingesetzt.

Die Bewaffnung wurde mehrfach modifiziert, u.a. wurde 1987 am Heck eine Verlängerung angebracht, um ein Phalanx-Nahbereichsabwehrgeschütz montieren zu können. Auch die elektronische Ausrüstung wurde mehrfach modifiziert, wobei auch die Masten verändert wurden. Neben einem Verkehrsboot sind drei LCP und zwei LCVP an Bord.

Die Mount Whitney ist 194 m lang (vor 1987 190 m) und 32,9 m breit. Bei einer Verdrängung von 18874 ts hat sie einen Tiefgang von 8,8 m. Mit zwei Kesseln, einer Turbine und Schraube erreicht sie mit 22000 PS 23 kn.

Bewaffnung 1971
4 x 7,62 cm (zwei Zwillinge, 1992 entfernt)
2 x Mk 25 BPDMS-Achtfach-SAM-Starter (Sea Sparrow, 1992 entfernt)

Bewaffnung 1997
2 x 2 cm Mk 15 Phalanx CIWS (ab 1987)
2 x 2,5 cm Mk 38 Bushmaster (ab 1992)
4 x 1,27 cm MGs (ab 1992)

Die Mount Whitney wurde von 1966-71 bei Newport News Shipbuilding & Drydock Company in Newport News gebaut. Ab 1981 wurde sie als Flaggschiff der 2. Flotte eingesetzt und damit nicht mehr nur als Flaggschiff der amphibischen Verbände. 1994 wurde Mount Whitney als Flaggschiff bei der Invasion in Haiti (Operation Uphold Democracy) eingesetzt. In der gleichen Funktion war sie im Kosovo-Krieg 1999 aktiv. Ab 2002 wurde sie Flaggschiff für die Operation Enduring Freedom genutzt und 2003 nahm sie am Dritten Golfkrieg (Irakkrieg, Operation Iraqi Freedom) teil. 2005 ersetzte sie die La Salle als Flaggschiff der 6. Flotten im Mittelmeer und hat seither in Gaeta, Italien, ihren Heimathafen. Im Mittelmeer fungierte sie 2011 während des Libyen-Kriegs (Operation Odyssey Dawn) als Flaggschiff.

Von der Mount Whitney gibt es von Trumpeter einen Bausatz im Maßstab 1/700, der allerdings nicht dem heutigen Bauzustand des Originals entspricht, aber mit Hilfe u.a. dieser Bildergalerie in diesen umgebaut werden könnte.

Die Mount Whitney hat 2013 die Kieler Woche besucht, wo ich sie fotografiert habe. Leider lag sie hinter Lagerhallen, Sichtschutz, Stacheldraht und Wachen mit Maschinengewehren, so dass sie leider nicht umfassend zu fotografieren war.

 

Link zur Bildergalerie

 

Quellen

Lars