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Lenkwaffenkreuzer USS Vincennes & Lenkwaffenfregatte USS Sides (1/700, Pit-Road) von Carl Musselman Drucken
Mittwoch, 03. Juli 2013 um 06:00

 

03.07.1988 - 25 Jahre Operation Earnest Will

 

USS Vincennes und USS Sides

Während des Ersten Golfkriegs (Iran-Irak-Kriegs) fuhren Schiffe der US Navy im Rahmen der Operation Earnest Will Geleitschutz für Tanker. Dabei geriet die US Navy in Konflikt mit dem Iran, der mittels Angriffe auf Tanker irakische Öltransporte unterbinden wollte. Einer der Höhepunkte dieses Konflikts ereignete sich heute vor 25 Jahren: der amerikanische Lenkwaffenkreuzer Vincennes schoss in der Straße von Hormus irrtümlich einen Airbus A 300 der Iran Air (Flug 655) ab, wobei 290 Besatzungsmitglieder und Passagiere getötet wurden (siehe Jahrestage auf Modellmarine).

USS Vincennes und USS Sides

Am 3. Juli 1988 operierte Vincennes zusammen mit den Fregatten Sides und Elmer Montgomery. Das Diorama stellt Vincennes zusammen mit Sides in der Straße von Hormus dar. Beide Schiffe hatten Warnungen an den iranischen Airbus gesendet.

USS Vincennes und USS Sides

USS Vincennes

USS Vincennes (CG-49) war ein Lenkwaffenkreuzer der Ticonderoga-Klasse. Diese Klasse sollte das AEGIS-System möglichst billig und in großer Stückzahl zur Flotte bringen, weshalb sie mit dem Rumpf der Zerstörer der Spruance-Klasse entworfen wurden. Die Ticonderoga-Klasse wurde statt einer mit AEGIS ausgerüsteten Variante der atomgetriebenen Lenkwaffenkreuzer der Virginia-Klasse gebaut. Durch das AEGIS-System sollte das Problem der Übersättigung der Flugabwehr durch parallele Angriffe vieler Flugzeuge/Raketen gelöst werden.

USS Vincennes

Vincennes war 173 m lang, 16,8 m breit und verdrängte 9800 t. Sie war mit zwei 12,7 cm-Geschützen, zwei Phalanx-Nahbereichsabwehrgeschützen, zwei Vierfach-Harpoon-Antischiffsraketenstartern, zwei Mk 26 Zwillingsstarter für SM-2-Flugabwehrraketen und ASROC-U-Jagd-Raketen und zwei 32,4 cm-Drillingstorpedorohren bewaffnet. Sie führte einen SH-60B Seahawk-Bordhubschrauber mit.

USS Vincennes

Vincennes wurde von 1982-85 bei Ingalls in Pascagoula gebaut und war Teil der Pazifik-Flotte mit Heimathafen San Diego. 1988 war sie im Rahmen von Operation Earnest Will im Persischen Golf eingesetzt, wobei sie am 3. Juli einen iranischen Airbus A 300 abschoss. 1997 wurde Yokosuka in Japan ihr neuer Heimathafen. 2001 unterstützte sie den Angriff auf Afghanistan (Operation Enduring Freedom). 2005 wurde Vincennes außer Dienst gestellt und 2010 wurde sie zum Abwracken nach Brownsville verkauft, was bis 2011 abgeschlossen war.

USS Vincennes

USS Sides

USS Sides (FFG-14) ist eine Lenkwaffenfregatte der Oliver Hazard Perry-Klasse. Diese Klasse wurden als billige Geleitschiffe mit einer Bewaffnung gegen Schiffe, Flugzeuge und U-Boote gebaut.

USS Sides

Sides ist 136 m lang (138 m nach Umbau zur Long Hull-Variante), 14 m breit und verdrängt 4200 t. Die Bewaffnung bestand 1988 aus einem 7,62 cm-Geschütz, einem 2,5 cm-Geschütz, einem 2 cm-Phalanx-Nahbereichsabwehrgeschütz, einem Mk 13-Starter für SM-1 Flugabwehrraketen und Harpoon-Anti-Schiffsraketen, zwei 32,4 cm-Drillingstorpedorohren sowie zwei SH-2 Seasprite-Bordhubschraubern.

USS Sides

Sides wurde 1978-81 bei Todd Pacific Shipyards in San Pedro gebaut und wurde Teil der Pazifik-Flotte mit Heimathafen San Diego. 1988 geleitete sie im Rahmen von Operation Earnest Will Tanker, so auch am 3. Juli 1988 zusammen mit Vincennes. 2003 wurde sie außer Dienst gestellt und in Bremerton aufgelegt. Ein Verkauf an Portugal bzw. die Türkei scheiterte, Sides wird wahrscheinlich bald abgewrackt oder als Zielschiff verwendet.

USS Sides

Beide Modelle wurden aus Bausätzen von Skywave (Pit-Road) gebaut.

Carl Musselman

(Text aus dem Englischen übersetzt und ergänzt von Lars)