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Spanische Galeone (1/96, Revell) von Steffen Franke Drucken
Dienstag, 30. Juli 2013 um 06:00

 

30.07.1588 - 425 Jahre Spanische Armada

 

Heute vor 425 Jahre sichtete die spanische Flotte, die Spanische Armada, erstmals englische Schiffe bei Plymouth (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die Armada hatte das Ziel spanische Truppen für eine Invasion von den damals spanischen Niederlanden nach England zu transportieren.

Mit der Black Swan war ich ganz zufrieden und habe deshalb noch ein Segelschiff nachgelegt. Entschieden hab ich mich für die Spanische Galleone von Revell, weil ich bei BigE günstig an zwei sehr alte etwas ramponierte Bausätze dieses Schiffes gekommen bin. Als grobe Vorlage zum Bau diente das Osprey Heft Spanische Galleonen und für die Bemalung ein paar Bilder der Schiffe Heinrichs des VIII.

Von der Passgenauigkeit war ich wirklich überrascht. Es gab zwar eine Menge Auswurfmarkierungen, die zum Teil auf den später noch sichtbaren Bereichen waren, aber gepasst haben die Teile erstaunlich gut. Der einzige wirkliche Fehler des Bausatzes ist die falsche Maßstabsangabe mit 1:96. Früher wurde er mal mit 1:69 angegeben, was wohl auch ungefähr stimmt. Am Bausatz selbst betreffen die 1:96 Teile nur das Beiboot und die beiliegende Besatzung. Als Ersatz für das zu kleine Boot hab ich mir das Medival Lifeboot von Zvezda gekauft. Es passt mit 1: 72 optimal zum Modell.

Mit den zwei Bausätzen und einer prall gefüllten Krabbelkiste ging es dann an den Bau. Die größten Änderungen am Basisbausatz sind die Takelage, der Verlauf der Relings, die Barkhölzer, die gesamten Wanten, die Höhe der Masten und die aufgedoppelten Bordwände. Am aufwändigsten und wohl der größte Unterschied zum Originalbausatz war der Ausbau des unteren Kanonendecks, das eigentlich geschlossen ist. Die Teile für die Umbauten stammen außer von dem zweiten Bausatz von der Heller Victory und Soleil Royal, Revell Santa Maria und der Alanger Goto Predestinatsia. Dazu kamen noch eine Menge Evergreen Profile und 1 m Metallkette. Die Farben sind von Revell sowie Tamiya und für die Alterung kamen Mig Washings zum Einsatz.

Nach Verkündung des Grouppenbau von 4 Mots auf dem Modellboard hab ich die letzten zwei Monate jede freie Minute an dem Schiff gesessen um fertig zu werden. Bauzeit war deshalb nur 3,5 Monate was für ein Projekt dieser Größe sehr kurz ist. Bedanken möchte ich mich hier noch einmal bei Revell, die mir kostenlos einen neuen Decalbogen zur Verfügung gestellt haben. Hoffentlich bleibt Revell dabei, immer mal wieder eins der großen Segelschiffe neu aufzulegen. Man bekommt bei den Bausätzen für kleines Geld viel und wirklich sehr langen Bastelspaß.

Im Kopf spukt mir immer noch ein Umbau des English Man O War in der selben Größe herum, der auf diesem Bausatz basiert und leider zur Zeit kaum zu bekommen ist. Also wenn einer von Euch den English Man O War oder noch Reste bzw. ein Wrack von diesem hat und diese loswerden möchte kann er sich gern bei mir melden. Wir werden uns bestimmt einig.

Steffen Franke