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Norman Friedman: Naval Weapons of World War One Drucken
Sonntag, 03. Februar 2013 um 07:00

Titel

Titel: Naval Weapons of World War One. Guns, Torpedoes, Mines and ASW Weapons of All Nations.
Autor: Norman Friedman
Verlag: Seaforth Publishing
Erscheinungsjahr: 2011
ISBN: 978 1 84832 100 7
Umfang: 408 Seiten mit schwarz-weißen Fotos und Zeichnungen
Preis: ca. 56 €

Inhalt

Als Ergänzung zu Naval Weapons of World War II von John Campbell und Norman Friedmans Buch über Feuerleitung (Naval Firepower) hat Friedman das vorhandene Material von Campbell sowie eigene Recherchen genutzt, einen Band über die Waffen des Ersten Weltkriegs herauszubringen. Es sind sowohl Geschütze, als auch Torpedos, Minen und U-Jagd-Waffen enthalten. Ausführlich wird auf britische, deutsche, französische, italienische, japanische, österreichisch-ungarische, russische, schwedische, spanische und US-amerikanische eingegangen, aber auch argentinische, brasilianische, chilenische, chinesische, dänische, ecuadorianische, griechische, kubanische, mexikanische, niederländische, norwegische, peruanische, portugiesische, rumänische, thailändische, türkische, uruguayische und venezolanische Waffen werden beschrieben.

Beispielseite

Für die einzelnen Waffentypen (Geschütze, Torpedos, Minen, U-Jagd-Waffen) gibt es eine allgemeine Einleitung, die insbesondere für die Geschütze sehr interessant ist, da der Autor die Zusammenhänge zwischen Rohrlänge, verfügbares Schießpulver (Treibladungen), Notwendigkeit für panzerbrechende Munition und Feuerleitung sehr gut erklärt. Auch die Kapitel über die einzelnen Marinen beginnen mit einer Einleitung, in der u.a. auf die Taktiken, Munition, Treibladungen, Lafetten etc. der jeweiligen Marinen eingegangen wird. Dies gilt allerdings nur für die britische, deutsche, französische und US-amerikanische Marine, die entsprechenden Teile über die anderen Marinen sind sehr kurz oder gar nicht vorhanden.

Für jede der einzelnen Waffen finden sich technische Daten und eine kurze Beschreibung. Teilweise werden auch die damit ausgerüsteten Klassen genannt. Eine vollständige Auflistung bekommt man allerdings nicht.

Beispielseite

Der Umfang der Abbildungen ist sehr unterschiedlich. Relativ viele gute Zeichnungen finden sich von britischen, französischen, italienischen, österreichisch-ungarischen, schwedischen und US-amerikanischen Geschützen. Von schweren Geschützen sind mehr Zeichnungen vorhanden, z.B. bei der deutschen Marine sind ausschließlich schwere Türme dargestellt. Leider ist in vielen Fällen nicht das komplette Rohr gezeigt - was für Modellbauer sicher wichtiger ist, als das Innere der Türme. Es sind keine Zeichnungen von Torpedorohren und Torpedos enthalten, dafür aber einige von Minen, insbesondere von britischen, sowie einige U-Jagd-Waffen.

Die Vielfalt ist bei den Fotos wesentlich größer. Sowohl einzelne Waffen (zeitgenössische Aufnahmen und heutige Museumsstücke), als auch Detailaufnahmen und größere Ansichten von Schiffen zeigen die diversen Systeme. Als Modellbauer kann man Glück haben und sowohl eine gute Zeichnung als auch ein Foto eines der Waffensysteme zu finden - oder eben keinerlei Illustrationen. Das ist allerdings der Nachteil eines solchen Übersichtswerks, was sich zum Ziel setzt alle Waffensysteme einer Epoche zu behandeln und deshalb bei dem gewählten Umfang des Buchs nur eine Auswahl dieser gut illustrieren kann.

Fazit

Dieses englisch-sprachige Buch bietet ein umfassendes Nachschlagwerk über die Bewaffnung der Schiffe des Ersten Weltkriegs (inklusive der neutralen Schiffe der Epoche). Dazu sind die Einleitungen über die Entwicklung der verschiedenen Waffensysteme und Taktiken interessant. Die Illustrationen hinterlassen einen gemischten Eindruck - für einige Systeme, insbesondere schwere Geschütze, findet man sehr viel, bei anderen nur relativ wenig und für den Modellbauer sind auch nicht alle Fotos und Zeichnungen hilfreich. Insgesamt ist das Buch

alt empfehlenswert

Lars