Titel: Naval Firepower. Battleship guns and gunnery in the Dreadnought Era
Autor: Norman Friedman
Verlag: Seaforth Publishing
Erscheinungsjahr: 2008
ISBN: 978-1-84415-701-3
Umfang: 319 Seiten mit schwarz-weißen Photos und Zeichnungen
Preis: ca. 50 Euro

Dieses groß-formatige englisch-sprachige Buch beschreibt die Entwicklung der Feuerleitung schwerer Artillerie von etwa 1900 bis 1945. Der Autor geht dabei von der Royal Navy aus, deren Technologien starken Einfluss auf die anderen Marinen hatten. Entsprechend wird erst in sieben Kapiteln die Entwicklung der britischen Entfernungsmesser, Feuerleitrechner, Feuerleitgeräte, Taktiken und schließlich Feuerleitradars beschrieben. Anschließend wird auf die Feuerleitung der deutschen, US-amerikanischen, japanischen, französischen, italienischen und russischen Marine eingegangen. Obwohl der Schwerpunkt bei der Feuerleitung der Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer liegt, wird auch die Entwicklung der Kreuzer, insbesondere Schweren Kreuzer, berücksichtigt. Auf Zerstörer wird nur im geringen Umfang eingegangen. Feuerleitgeräte, die der Flugabwehr dienten bzw. Feuerleitgeräte, die sowohl zur Flug- als auch Schiffsabwehr genutzt werden konnten, sind nicht Thema des Buches. Neben einer Erklärung der verschiedenen Geräte und Ansätze, werden auch die Erfahrungen aus den beiden Weltkriegen diskutiert. Im Anhang findet sich noch ein Kapitel über Geschütze, Treibmittel, Granaten und Panzerung. Der Schwerpunkt liegt also klar bei der Feuerleitung – und nicht bei den Geschützen selbst.

Illustriert ist das Buch mit zahlreichen, zum Teil sehr groß abgedruckten Photos von Schiffen und den Geräten. Man findet sowohl Ansichten des ganzen Schiffs, als auch Detailaufnahmen. Von den für die Feuerleitung verwendeten Geräten gibt es neben Photos auch zahlreiche Zeichnungen.

Man sollte aber als Modellbauer nicht erwarten, dass man hier Angaben darüber findet, welches Schiff wann mit welchen Geräten ausgerüstet war. Die Zeichnungen zeigen überwiegend auch Geräte, die von außen nicht sichtbar montiert sind – man findet also auch nicht Pläne der Entfernungsmesser und Feuerleitgeräte. Das Buch richtet sich mehr an den historisch interessierten. Der Modellbauer wird aber trotzdem hilfreiche Angaben und Photos finden.

Fazit

Das Buch ist eine interessante Diskussion der verschiedenen Methoden und Geräte der Feuerleitung der wichtigsten Marinen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Buch ist aber kein Nachschlagwerk für den Modellbauer, da es keine Listen der enthält, die aufzeigen, wann welches Gerät auf welchem Schiff montiert war. Trotzdem ist das Buch auch für Modellbauer wegen der Photos und der Hintergrundinformationen

EMPFEHLENSWERT

Lars