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Amerikanisches Jagd-U-Boot Scorpion (1/700, WSW) von Lars Scharff Drucken
Samstag, 15. September 2012 um 06:00

 

U-Boot-Spezialwoche

 

Scorpion

Das Original

USS Scorpion gehörte zur Skipjack-Klasse, der ersten Klasse amerikanischer atom-getriebener Jagd-U-Boote, die einen tropfen-förmigen, alleine für die Unterwasserfahrt optimierten Rumpf aufwies. Die ersten atom-getriebenen amerikanischen Jagd-U-Boote, Nautilus, Seawolf und die Skate-Klasse, hatten einen Zweihüllenrumpf und wurden von zwei Schrauben getrieben. Deren Rumpfform erinnerte noch an die Formen der Boote aus dem Zweiten Weltkrieg, die für Überwasserfahrt optimiert waren.

Der tropfen-förmige Rumpf wurde zuerst bei dem experimentellen U-Boot Albacore getestet und zeichnete sich durch deutlich verbesserte Unterwassereigenschaften aus (und verschlechterte Überwassereigenschaften). Wegen der Rumpfform erfolgt der Antrieb nur über eine Schraube, was auch den Einbau von Hecktorpedorohren unmöglich machte. Diese Verbesserungen der Form ermöglichten eine deutliche Steigerung der Unterwassergeschwindigkeit. Die Boote der Skipjack-Klasse waren die schnellsten amerikanischen Jagd-U-Boote bis zur Einführung der Los Angeles-Klasse.

Die Scorpion war 76,8 m lang, 9,7 m breit und verdrängte 3070 t aufgetaucht und 3500 t getaucht. Der Antrieb erfolgte über einen Atomreaktor, der 15 000 PS leistete, womit 30 kn unter Wasser und 15 kn über Wasser erreicht wurden. Die Besatzung setze sich aus 85 Personen zusammen, die Bewaffnung bestand aus sechs 53,3 cm-Torpedorohren, für die 24 Torpedos mitgeführt wurden.

Scorpion, Nautilus, Halfbeak und Sennet

Scorpion (SSN-589) wurde 1958-60 bei Electric Boat in Groton gebaut. Ihr erster Heimathafen war New London, ab 1961 Norfolk. Sie wurde öfters in europäischen Gewässern eingesetzt und soll auch für verdeckte Operationen verwendet worden sein. 1967 wurde sie überholt, danach wurde sie wieder nach Europa geschickt. Auf der Rückfahrt ging sie am 22. Mai 1968 bei den Azoren nach einer Explosion mit der gesamten Besatzung verloren - 99 Mann starben. Um die Ursache gibt es zahlreiche Theorien und Spekulationen (inklusive der Versenkung durch ein russisches U-Boot), die wahrscheinlichste Ursache ist der Brand einer Torpedobatterie, der eine Explosion verursacht hat. Das Wrack wurde bereits im gleichen Jahr durch das Tiefseeforschungsschiff USNS Mizar gefunden, das das Wrack auch filmte. Mehrere Tauchgänge mit dem U-Boot Trieste II folgten 1969. 1986 wurde das Wrack erneut von Robert Ballard untersucht, der das Tauchboot Alvin von dem Forschungsschiff Atlantis II aus einsetzte.

Scorpion

Das Modell

Das Modell der Scorpion wurde aus dem Bausatz Special Edition Nautilus und Scorpion von WSW (SEA1003) gebaut, der nicht mehr erhältlich ist. Bausätze der Skipjack-Klasse im Maßstab 1/700 gibt es aktuell noch von OKB Grigerov und Admiralty Model Works (JAG). Gekauft hatte ich den WSW-Bausatz, um die Nautilus zu bauen, die für ihre Fahrt zum Nordpol 1958 bekannt ist. Erst wollte ich die Scorpion verkaufen, habe sie aber doch gebaut - was bei den wenigen Teilen auch sehr schnell geht. Ich habe das Modell als reinen Entspannungsbau gesehen, wozu U-Boote sich gut eignen, da man sie an ein, zwei Abenden fertig bekommen kann. Entsprechend habe ich nicht versucht den Bausatz zu verbessern.

Scorpion

Das Modell stellt den Bauzsutand von 1968 dar. Bemalt habe ich die Scorpion mit Vallejo-Farben, wobei ich mich an den Fotos auf navsource.org orientiert habe. Der Rumpf ist mit 162 Basaltgrau gestrichen, der Turm mit 155 Silbergrau, während die Sehrohre mit 155 und 162 und die Turmdecke mit 167 Anthrazitgrau bemalt ist. Auf den Fotos ist keine Kennnummer erkennbar.

Scorpion, Nautilus, Halfbeak und Sennet

Quellen:

Lars