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Geleitflugzeugträger HMS Attacker (Tamiya, 1/700) von Ralf Schuster Drucken
Donnerstag, 19. Mai 2011 um 07:00

Das Original

Attacker war einer der britischen Geleitträger der amerikanischen Bogue-Klasse, die bei der Royal Navy als Attacker-Klasse bezeichnet wurden.

Daten:
Kiellegung am 7. April 1941 bei Western Pipe & Steel Co. als Frachter vom Typ C3
Stapellauf am 27. September 1941 als Steel Artisan
Kauf des Rumpfs durch die US-Navy zum Bau als Geleitträger USS Barnes ACV-7 (CVE-7)
Übergabe an die Royal Navy am 30. August 1942
Indienststellung am 10 Oktober 1942
Länge ü.A.: 150,04 m; Breite: 21,2 m; Tiefgang 7,09 m
Verdrängung: 11600 t
Antrieb über zwei Dampfturbinen auf eine Welle mit 8500 BHP für 18 kn Geschwindigkeit
Bewaffnung: 2x1 10,2 cm Flak, 4x2 40 mm Bofors und 10x1 20 mm Oerlikon; 20 Flugzeuge
Besatzung: 646 Offiziere und Mannschaften

HMS Attacker begann See- und Flugerprobungen mit vier Swordfish an Bord vor San Francisco am 12. November. Nach der Sicherung eines Geleitzuges ging sie Anfang April in Liverpool in die Werft. Dort wurden beispielsweise die US 12,7 cm Geschütze durch britische 10,2 cm ersetzt. Nach erneuten Ausbildungsfahrten ging sie im August `43 ins Mittelmeer, um an der Operation Avalanche teilzunehmen, der Invasion bei Salerno.

Im Anschluss Rückkehr nach Großbritannien zum Umbau als Angriffsträger (Assault Carrier), was bis Ende November dauerte. Es gab eine Verzögerung, als im Sturm Kollisionen mit sich losgerissenen Schwesterschiffen erfolgten, die repariert werden mussten. Ab Mai `44 folgte wieder Geleitzugdienst im Mittelmeer sowie dazwischen im August Unterstützung bei Alliierten Landungen in Südfrankreich (Operation Dragoon). Von Dezember `44 bis April `45 befand sie sich in Tarent zur Überholung.

Den Rest des Kriegs verbrachte sie bei der Eastern Fleet im Pazifik, hauptsächlich mit dem Transport von Flugzeugen beschäftigt. Nach Kriegsende half sie bei der Heimführung von britischen Kriegsgefangenen und US-Soldaten. Am 5. Januar 1946 wurde sie an die US Navy zurück gegeben.

In Castel Forte umbenannt, sollte sie als ziviler Frachter dienen. Der Umbau verzögerte sich jedoch. Schließlich erfolgte 1957 ein Umbau zum Passagierschiff. Unter dem Namen Fairsky lief sie bis 1970 als Einwandererschiff, dann bis 1977 als Kreuzfahrtschiff. Am 20. Juni dieses Jahres kollidierte sie bei einem Ausweichversuch mit einem Schiffswrack und musste auf Grund gesetzt werden. Nach der Reparatur wurde sie verkauft und diente noch weitere drei Jahre als Kasino- und Restaurantschiff, bis 1979 ein Feuer ihr langes Leben beendete und sie 1980 verschrottet wurde.

Das Modell

Das diesjährige Gemeinschaftsprojekt der IG-Waterline ist die Darstellung einer fiktiven Szene in Scapa Flow im Jahr 1942. Dafür beschloss ich, einen Geleitträger beizusteuern. Die Wahl fiel auf die HMS Attacker, von der es ein Heft aus der Profile Morskie-Reihe gibt. Als Basis diente der Bausatz USS Bogue von Tamiya.

Der äußerliche Hauptunterschied zur US-Variante liegt in der Flakbewaffnung am Rand des Flugdecks und im Brückenbereich. Dafür wurden die Laufstege mit den Flakstellungen modifiziert und teilweise neue Schilde mit Ätzteilstreifen angebracht. Weiterhin kamen der Ätzteilsatz für Leichte-/Geleitträger von Gold Medal Models sowie Teile aus der Grabbelkiste zum Einsatz. Die drei Swordfish stammen von L’Arsenal. Bemalt habe ich das Modell mit Acrylfarben von Model Master, Gunze, Tamiya und Revell.

Für den Transport in einem Trumpeter Display Case klebte ich zwei Muttern in die mit Bohrungen versehene Wasserlinienplatte. Somit kann man das Modell von unten mit Schrauben fixieren.

Quellen

Ralf Schuster