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Eurocopter AS 365 Dauphin (1/700, BMK/BJ) von Lars Scharff Drucken
Dienstag, 22. März 2011 um 07:00

Eurocopter Panther, Dolphin und Harbin Z-9

Das Original

Die AS 365 Dauphin wurde ursprünglich von Aérospatiale, inzwischen ein Teil von Eurocopter, entwickelt. Es ist ein leichter, zwei-motoriger Mehrzweckhubschrauber. Im zivilen Bereich wird sie für Rettungs-, Polizei-, Transport- und Passagierhubschrauber in zahlreichen Ländern verwendet, die militärischen Varianten werden zur Schiffsbekämpfung, U-Jagd, Rettung, Training, als Transport- und Angriffshubschrauber benutzt. Die militärische Variante wird AS 565 Panther genannt, es fliegen aber auch Dauphin fürs Militär. In China wird er als Harbin Z-9 in Lizenz produziert, in Brasilien als Helibras HM-1 Pantera. Eine Weiterentwicklung ist die EC 155.

Der Hubschrauber ist oder war in den verschiedenen Varianten Panther, Dauphin, Z-9 und HM-1 bei Marinen folgender Staaten im Einsatz: Bangladesh, Bulgarien, Chile, China, Frankreich (Dauphin auf der Charles de Gaulle, Panther auf Fregatten), Großbritannien, Irland, Israel, Marokko, Mexiko, Pakistan, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Dazu haben die Küstenwachen folgender Staaten Varianten im Einsatz: Argentinien, Chile, Griechenland, Island und USA (als HH-65 Dolphin).

Eurocopter Panther, Dolphin und Harbin Z-9

Die AS565 Panther ist 13,68 m lang und der Rotor hat einen Durchmesser von 11,94 m. Die Höchstgeschwindigkeit, die mit Hilfe der zwei je 851 PS starken Turbinen erreicht wird, ist 306 km/h. Die französischen Panther sind meist (bis auf MGs) unbewaffnet und dienen als Bordhubschrauber der Lenkung der Anti-Schiffs-Raketen, dem Transport und dem Einsatz von Enterkommandos. Die chinesische Harbin Z-9C, die bordgestützte Marinevariante, hat zwei 739 PS starke Turbinen und dient primär der U-Jagd, wofür er mit Sonar, Sonarbojen und zwei ET52 Torpedos ausgerüstet ist. Er kann ebenfalls zur Lenkung von Anti-Schiffsraketen benutzt werden, die D-Variante ist auch selbst mit Hongdu TL-10-Anti-Schiffsraketen bewaffnet. Die HH-65 Dolphin der US-Küstenwache dienen als Such- und Rettungshubschrauber sowie für Polizeiaufgaben, zum Teil auch auf Küstenwachkuttern und -eisbrechern stationiert. Die mögliche Bewaffnung besteht aus einem Scharfschützengewehr und einem MG.

Eurocopter Panther, Dolphin und Harbin Z-9

Das Modell

Da ich für drei Projekte - die französische Fregatte Surcouf (La Fayette-Klasse, L'Arsenal), die chinesische Fregatte Yulin (Typ 054A, DreamModels) und den amerikanischen Eisbrecher USCGC Healy (Eigenbau) - auf der Dauphin beruhende Hubschrauber brauchte, aber keine erhältlich waren, entschied ich mich dafür, diese selbst zu bauen.

Pläne von Clive Brooks

Die Basis bildeten Pläne von Clive Brooks (danke Klaus!) sowie Zeichnungen auf Net-Marine.

Pläne von Net-Marine

Letztere skalierte ich auf 1/700 und machte daraus Schablonen, mit deren Hilfe ich eine 0,5 mm dicke Plastikplatte als Längsspant anfertigte.

Längsspant

Auf diese klebte ich 0,4 mm dicke Platten, um die richtige Dicke des Rumpfs zu erreichen. In Bezug auf dem Umfang dieser Platten orientiere ich mich an den Querschnitten in dem Plänen Brooks - von den 1/72-Plänen kann man einfach sehr viel leichter die Abmessungen bestimmen, als von den 1/700-Plänen.

zusätzliche Platten

Der Rumpf wurde dann mit Milliput modelliert, wobei mehrere Zyklen modellieren und schleifen notwendig waren.

während Modellierung

Es empfiehlt sich den Rumpf dazwischen zu bemalen, um Unebenheiten und Spalten besser sehen zu können.

Grundierung

Um den Fenestron (ummantelter Heckrotor) darzustellen, habe ich ein Loch in das Seitenleitwerk gebohrt. Danach ging es daran die Turbinen zu modellieren.

Fenestron und Turbinen

Provisorisch erhielt das Urmodell ein Fahrwerk aus Draht und flachen geschnittenen Plastikscheiben für die Reifen.

mit provisorischen Fahrwerk

Das eigentliche Modell erhält aber ein geätztes Fahrwerk von BJ-Modellbau, von denen auch der Hauptrotor und die seitlichen Stabilisatoren stammen. Den Rumpf selbst lies BMK abgießen.

Ätzteile und abgegossener Rumpf (Testabguss)

Danach ging es an die Bemalung. Ich habe zwei verschiedene französische Panther gebaut. Einmal in Vallejo 59 (900) Französisch Blau alles mit schwarze Radarnase (Vallejo 167 und einmal mit Streifentarnung aus Vallejo 153 (907) Hell Blaugrau und Vallejo 155 (990) Silbergrau.

bemalte Testabgüsse, französische Panther

Dazu kam eine Harbin Z-9C der chinesischen Marine, die mit Vallejo 151 (993) Grauweiss über alles mit schwarzer Radarnase und kurzen schwarzen Streifen hinter Triebwerksauslass bemalt wurde.

bemalte Testabgüsse, Harbin Z-9 und Dolphin

Zuletzt habe ich eine Eurocopter HH-65C Dolphin der US Küstenwache gebaut. Diese wurde mit Vallejo 27 (910) Blutorange über alles bemalt. Sie erhielt eine schwarze Radarnase sowie schwarzen Streifen auf dem Rumpf hinter Turbinen sowie einen weißen Streifen hinten am Rumpf und einen oben unterhalb des Rotors.

bemalte Testabgüsse

Quellen

Lars