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Trumpeter: British "Gannet" AS.MK.1/4 (1/72) Drucken
Freitag, 20. Februar 2009 um 07:00
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Modell: British "Gannet" AS.MK. 1/4
Hersteller: Trumpter
Maßstab: 1/72
Material: Spritzguss
Art.Nr.: 01629
Preis: ca. 19,- Euro

Das Original

Die Fairey Gannet wurde 1946 im Auftrag der englischen Marine als erstes trägergestütztes, zur U-Boot-Jagd optimiertes Kampfflugzeug von dem britischen Flugzeughersteller Fairey entwickelt. Der Namen Gannet ist das englische Wort für Basstölpel, einem gansgroßen Seevogel. Das Flugzeug wurde so benannt, weil die Form der Flügel, wenn sie auf dem Träger zusammengeklappt sind, diesem Tier ähneln.
Der Erstflug des Prototypen fand am 19. September 1949 statt, es folgten ausgiebige Testflüge, die erste Decklandung erfolgte 1950. Die Testflüge führten u.a. dazu, dass die ursprüngliche Besatzungsstärke von zwei auf drei Mann erhöht wurde. Im Jahre 1951 wurde mit dem Serienbau der Version A.S.3 begonnen, und erst 1955 wurden die ersten leistungsgesteigerten Serienmaschinen der Version A.S.4 an die britische Marine ausgeliefert und auf den Flugzeugträgern HMS Illustrious, HMS Ark Royal und HMS Eagle eingesetzt und lösten dort die Fairey Fireflies und Grumman Avengers ab.
Insgesamt wurden bei Fairey 255 Gannets gebaut. In den 1970er-Jahren wurden die Gannets bei der britischen Marine durch die auf den Trägern weniger Platz einnehmenden Helikopter vom Typ Westland Wessex ersetzt. In Australien und Indonesien waren Gannets bis in die 1980er-Jahre im Einsatz.

Die deutschen Marineflieger übernahmen 1958 16 Maschinen - 15 Einsatzflugzeuge und eine Trainerversion T.5 (erkennbar am fehlenden Radom und dem bei dieser Ausführung vorhandenen Periskop). Diese Flugzeuge wurden 1966 durch die Breguet 1150 Atlantic ersetzt. Es gab nur einen Absturz in der Einsatzzeit bei der Bundeswehr, wobei alle drei Besatzungsmitglieder den Tod fanden. Der Absturz ereignete sich am 12. Mai 1966 in Oberbeuren unmittelbar nach dem Start in Kaufbeuren.

Technische Daten:

Länge: 13,57 m
Flügelspannweite: 16,56 m /gefaltet 5,94 m
Höhe: 4,13 m /gefaltet 4,19 m
Antrieb: Rolls-Royce (Bristol-Siddeley)-"Double Mamba" Zwillingspropellerturbine mit 2015 kW/2740 PS
Reisegeschwindigkeit: ca. 400 km/h
Höchstgeschwindigkeit: 479 km/h
Reichweite: 1600 km
Dienstgipfelhöhe: 7620 m
Leergewicht: 6841 kg
Gesamtgewicht: ca. 9000 kg
Bewaffnung: 2 Torpedos oder 2 x 450-kg-Fallschirmminen, Wasserbomben, 16 Stk. 27-kg-Raketen, 10 Sonobuoys Ortungsbojen

Quelle: Wikipedia

Der Bausatz

Trumpeter begann das Modellbaujahr 2007 mit der Auslieferung eines außergewöhnlichen Flugzeuges, welches auch aus kpl. neuen Formen produziert wurde und keine x-te Widerauflage alter Formen war. Der Bausatz kommt in einem stabilen Karton daher. Jeder der drei graußen Gießäste ist einzeln in eine Folie eingeschweißt, so dass Beschädigungen während des Transportes nahezu ausgeschlossen sind. Gleiches gilt für die Klarsichtteile für die Cockpitverglasung.

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Die Bauanleitung ist ein 8seitiges Faltblatt, dass in 15 übersichtlichen Schritten die Montage des Flugzeuges zeigt. Die Decals sind fein auf einem dünnen Trägerfilm gedruckt. Mit ihnen lassen sich zwei britische und eine deutsche Version darstellen. Die Klarsichtteile sehr ausführlich dargestellt. Drei einzelne Hauben (je eine pro Besatzungsmitglied) sowie zwei weitere für das vordere Cockpit und Positionslichter und Scheinwerfer für die Tragflächen. Was negativ auffällt, ist der feine Grat auf den drei Hauben für die Crew. Dort wird man beim Bau nacharbeiten müssen.

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Betrachten wir uns jetzt die Giesäste. Auf drei grauen Ästen sind die Bauteile verteilt. Auf dem ersten Ast finden wir sehr präsent die beiden Hälften für den Rumpf, die "Nase" und Teile für das Cockpit (welches insgesamt nur rudimentär widergegeben wird). Die Klappen des Waffenschachts sind geschlossen dargestellt, so dass man das Flugzeug später nur mit geschlossenem Schachtdarstellen kann (hat aber den Vorteil, dass man keine Schwierigkeiten bekommt, Gewichte unterzubringen, damit das Flugzeug nicht auf dem Heck sitzt - die Anordnung des Fahrwerks lässt dieses schon erahnen).
Auf dem zweiten Spritzling dominieren die Ober- und Unterteile für die Tragflächen. Des Weiteren Teile der separat ausgeführten Landeklappen und Teile für das Hauptfahrwerk. Auch hier findet man fein gearbeitete Gravuren, die in versenkter Form die Oberfläche der Flugzeugteile (wie auch schon beim Rumpf auf Spritzling "A") sehr gut wiedergeben.
Die Bauteile werden mit dem dritten Spritzling vervollständigt. Dort findet man das Leitwerk (wieder Ober- und Unterteil), die restlichen Teile für das hintere Cockpit, für's Fahrwerk, dem Sonardom und den einzelnen Blättern der gegenläufigen Propeller.

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Bei den nachfolgenden Bildern kann man schön die feinen Strukturen auf dem Rumpf und auf den Tragflächen sehen:

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Fazit

Mit dem Herausbringen dieses Bausatzes hat Trumpeter einen schönen Ersatz für den alten Kit von Frog (der auch mal von Revell herausgebracht wurde) geschaffen. Die feinen Oberflächen wissen zu gefallen. Wirkliche Kritikpunkte kann man nur dahingehend anbringen, dass das Cockpit recht rudimentär ist und die Waffenbucht nur geschlossen dargestellt werden kann.

Trotz dieser Kritikpunkte ist der Bausatz aber trotzdem:


alt empfehlenswert.

Außerdem gibt es inzwischen auf dem Zubehörmarkt einige Fotoätzteilsätze von Eduard und ein Cockpit aus Resin von Pavla.

Carsten