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Japanischer Lenkwaffenzerstörer Takanami (Hasegawa, 1/700) von Lars Scharff Drucken
Donnerstag, 30. Oktober 2008 um 07:00

Takanami

Das Original

Die Takanami ist das Typschiff einer Klasse japanischer Zerstörer, die aus fünf Schiffen besteht. Ursprünglich sollten diese Schiffe der Murasame-Klasse angehören, von der ursprünglich 14 Schiffe gebaut werden sollten, um die älteren Zerstörer aus den 60er und 70er Jahren zu ersetzen. Die Murasame-Klasse ist deutlich größer als die Vorgänger-Klasse, die Asagari-Klasse, obwohl sie eine ähnliche Bewaffnung mitführt. Im Gegensatz zu Asagari-Klasse wurden für die Raketen Senkrechtstarter eingeführt und auf hohe Automatisierung und damit geringe Besatzungsstärke Wert gelegt. Dazu kamen bereits einzelne Stealth-Elemente. Hauptaufgabe der Schiffe ist die U-Jagd und Geleitschutz. Interessant ist, dass diese Schiffe einen S-förmigen Decksprung aufweisen – wie japanischen Schiffe 80 Jahre früher auch schon.

Nach neun Schiffen, der von 1993-2002 gebauten Murasame-Klasse, wurden die letzten fünf Schiffe als verbesserte Takanami-Klasse von 2000-2006 gebaut. Rumpf und Aufbauten sind im Wesentlichen identisch. Die Bewaffnung wurde modifiziert: Das 7,62 cm-Geschütz wurde gegen ein 12,7 cm-Geschütz ausgetauscht. Auf den VLS Mk 48-Starter für 16 Sea Sparrow-Flugabwehrraketen zwischen den Schornsteinen wurde verzichtet. Lediglich der VLS Mk 41-Starter mit 32 Zellen vor der Brücke ist vorhanden, der inzwischen auch auf allen Schiffen der Murasame-Klasse zu finden ist. Der Starter ragt allerdings sichtbar höher aus dem Rumpf als bei der Vorgängerklasse. Die Takanami verfügt aber bereits über Evolved Sea Sparrow (ESSM), von denen jeweils vier in einer Startzelle des Mk 41 VLS passen. Die Flugabwehr wurde so stark verbessert. Über SM-2-Flugabwehrraketen und Tomahawk-Marschflugkörper, die bei der US-Marine neben ESSM und ASROC in diesen Startern gefahren werden, verfügt die Takanami-Klasse nicht. Zusätzlich sollen die Feuerleitung für die Flugabwehr und der Sonar durch verbesserte Modelle ersetzt worden sein.

Takanami

Die Takanami ist 151,0 m über alles lang und 17,4 m breit. Mit 5300 t Verdrängung hat sie einen Tiefgang von 5,3 m. Ihre vier Gasturbinen (je zwei für Marschfahrt und zwei für volle Fahrt) wirken auf zwei Schrauben und leisten (je nach Angabe) zwischen 60000 PS und 84000 PS. Die Geschwindigkeit soll über 30 Knoten sein.

Takanami

Bewaffnung
1 x 12,7 cm L/54 Otobreda
2 x 2 cm Phalanx Mk 15 CIWS
8 Mitsubishi Typ 90 SSM-1B (2 Vierfachstarter für Antischiffsraketen)
Mk 41 VLS (32fach Starter für Evolved Sea Sparrow (ESSM) und ASCROC)
6 x 32,4 cm Torpedorohre (zwei Drillinge)
1 Mitsubishi/Sikorsky SH-60J Seahawk Bordhubschrauber
 

Die Takanami wurde von 2000 bis 2003 bei IHI Marine United in Yokosuka (Uraga) gebaut und hat ihren Heimathafen in Yokosuka.

Takanami

Das Modell

Die Takanami habe ich auf der Grundlage des Aoshima-Bausatzes gebaut. Sie soll den Bauzustand von 2006 darstellen.

Bei dem Zusammenbau der Aufbauten sind einige Ritzen zu schließen, wofür ich ein Wachsspachtelgerät benutzt habe, was bei solchen Spalten einfacher als herkömmliche Spachtelmasse zu handhaben ist. Die Grundform ist aber richtig, so dass keine größeren Veränderungen notwendig waren.

Der Mast stammt aus dem Ätzteilsatz von Pit-Road. Wie bei anderen Ätzteilsätzen von Pit-Road entstehen beim Falten des Gittermast Spalten an den Mastbeinen, die geschlossen werden müssen. Bei den Ätzteilen fehlen die Plattformen für die NOLQ-2-ECM-Geräte, die ich dann aus den Plastikteilen gebaut habe. Auch der obere Teil des Masts besteht aus Plastikteilen. Die Abstützungen für diese Plattformen sind aus gezogenen Gussästen. Die diversen Antennen am Mast sind aus dem Aoshima-Bausatz, teilweise musste ich sie von den Plastikplattformen absägen.

Takanami

Das 12,7 cm-Geschützt stammt aus dem Bausatz der Kongo von Hasegawa, da dieses besser detailliert war, das Rohr ist ein Messingteil aus der Restekiste von Burkhardt. Die beiden Typ 90 SSM-1B-Antischiffsstarter aus dem Bausatz sind nicht brauchbar, sie wurden durch Harpoon-Starter aus einem alten Pit-Road-Zurüstsatz ersetzt. Aus diesem stammt auch der Seahawk-Hubschrauber. Die diversen Stabantennen habe ich aus gezogenen Gussästen ergänzt. Zwei Antennenkuppeln auf dem Hangar sind aus Rundstäben geschnitzt. Aus dem Ätzteilsatz von Pit-Road stammen noch die beiden Laufstege, die Schienen für den Helikopter und der Anker achtern.

Bemalt ist die Takanami mit Vallejo 836 London Grey für die vertikalen Flächen und Vallejo 869 Basalt Grey für die Decks. Die Seahawk wurde mit Vallejo 820 Offwhite und Vallejo 907 Pale Grey Blue bemalt. Der obere Teil der Schornsteine und die Wasserlinie sind mit Revell 9 Anthrazit gestrichen, das innere der Beiboote und ein Teil der Antennen mit Vallejo 820 Offwhite. Die enthaltenen Abziehbilder sind brauchbar.

Takanami

Quellen

Takanami

Lars