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Lenkwaffenzerstörer Andrea Doria (Delphis Models, 1/700) von Lars Scharff Drucken
Sonntag, 04. Mai 2008 um 13:32

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Original

Andrea Doria ist das erste italienische Schiff der Horizon/Orrizonte-Klasse. Ursprüngliche sollte dieses 1992 begonnene Programm neue Flugabwehrschiffe für die britische, französische und italienische Marine liefern. Wegen Unstimmigkeiten, welche Systeme verwendet und für welche Zwecke die Schiffe optimiert werden sollten, stieg Großbritannien 1999 aus dem Programm aus, nutzte aber einzelne Elemente, insbesondere das PAAMS-Flugabwehrsystem für die neue Daring-Klasse (Typ 45). Das PAAMS (Principal Anti-Air Missile System) ist das Kernstück der Horizon/Orrizonte-Klasse. Es besteht aus dem Sylver A50-Senkrechtstarter, aus dem Aster 15 (mittelere Reichweite)- und Aster 30 (große Reichtweite)-Flugabwehrkraketen verschossen werden können. Neben der Aufgabe der Flugabwehr für Schiffsverbände, sind die Schiffe auch für Führungsaufgaben ausgelegt. Dazu kommen Anti-Schiffs- und Ujagdbewaffnung. Die Schiffe haben eine verringerte Radarsignatur (Stealth). Es werden wohl nur vier Schiffe gebaut: Andrea Doria und Caio Duilio für die italienische Marine als Ersatz für die Audace-Klasse sowie Forbin und Chevalier Paul für die französische Marine als Ersatz für die Suffren-Klasse. Die Versionen für die französische und italienische Marine sind zu 90% identisch. Unterschiede gibt es u.a. bei der Nahbereichsabwehr und den Anti-Schiffsraketen. Beide Marinen bezeichnen die Schiffe als Fregatten, klassifizieren sie aber als Zerstörer.

Andrea Doria ist 150,6 m lang und 20,3 breit. Bei 7017 Tonnen Verdrängung beträgt der Tiefgang 5,4 m. Ihr kombinierte Gasturbinen/Diesel-Antrieb (CODOG) leistet 67000 PS, womit 29 Knoten erreicht werden.

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Bewaffnung
3 x 7,62 cm L/62 OTO-Melara
2 x 2,5 cm L/80 OTO-Melara Oerlikon
8 x TESEO Mk-2/A-Anti-Schiffsraketen (vier Zwillingsstarter?)
48 x Sylver A50-Starter für Aster 15- und Aster 30-Flugabwehrraketen
2 x 32,4 cm Torpedorohre (für MU-90, zwei Einzelrohre)
1 EH-101 oder NH-90 Bordhubschrauber
Andrea Doria wurde von 2002-07 von Horizon SAS (Finmeccanica, Fincantieri, THALES und DCN) in Riva Trigoso gebaut. Die Indienststellung erfolgte am 22.12.2007.

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Modell

Die Andrea Doria von Delphis Models habe ich im aktuellen Zustand gebaut. Der Zusammenbau war ausgenommen von den Teilen für die Masten und Schornsteine problemlos. Die Teile für die Masten und Schornsteine mussten mühsam von dem Gussast abgesägt werden und vom Grat befreit werden – und dabei entdeckte ich, dass es bei diesen drei Teilen einen Formenversatz gab. Also muss dieser dann auch noch irgendwie verspachtelt und verschliffen werden – genauso die Übergänge der Teile zum Rumpf, die durch meine Sägearbeiten etwas gelitten hatten.

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Im Wesentlichen habe ich den Bausatz nach Anleitung gebaut. Hinten am Fockmast habe ich einen Antennenkuppel ergänzt (mit dem vorhandenen Teil 4B) und bei den Antennen hinter auf dem Hangar habe ich nur die Antennen 4G und 4O montiert – die Antenne 4B ist auf dem Original bisher dort nicht zu sehen. Den vorderen Teil der 7,62 cm-Rohre habe ich durch Reste aus Burkhardts-Messingrohr-Produktion ersetzt, da die Resinteile recht unförmig waren. Die Rohre der 2,5 cm-Geschütze habe ich durch gezogene Gussäste ersetzt, da sie mir zu dick erschienen. Die Rahen und den oberen Teil des mittleren Masts habe ich durch Drahtteile und gezogene Gussäste ersetzt. Die Ausbuchtungen auf dem obersten Teil habe ich versucht durch Wachs zu modellieren. Diverse Stabantennen sind aus gezogenen Gussästen.

Die TESEO-Antischiffsraketen habe ich erst einmal weggelassen. Dem Bausatz liegen vier eckige Einfachstarter bei, laut den meisten Beschreibungen soll sie aber acht Starter erhalten. Auf den Originalphotos kann man bisher keine Starter erkennen. Aus dem gleichen Grund – fehlende Hinweise auf den Photos welcher Typ verwendet wird – habe ich erst einmal auf einen Hubschrauber verzichtet. Beide werde ich ergänzen, wenn diese beim Original an Bord genommen wurden.

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Grundiert habe ich mit Fine Surface Primer von Tamiya. Die vertikalen Flächen habe ich mit Vallejo 989 Sky Grey, die Decks mit Vallejo 992 Neutral Grey und das Flugdeck mit Vallejo 866 Grey Green bemalt. Den S1850M-Luftraumüberwachungsradar auf dem achteren Mast habe ich mit Revell 9 Anthrazit und diverse Antennen mit Vallejo 820 Offwhite gestrichen. Die Flugdeckmarkierungen sind überwiegend handgemalt. Lediglich die gestrichelte Linie stammt aus dem Abziehbilder-Satz "U.S. Navy modern" von Pit-Road, während die taktischen Nummern aus dem Satz "Modern Italian Navy" von Delphis Models sind.

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Quellen

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Lars