27.11.1942 - 80 Jahre Selbstversenkung der Flotte in Toulon

 


Heute vor 80 Jahren, am 27. November 1942, versenkte sich die französische Flotte in Toulon selbst (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Das Flaggschiff dieser Flotte war das Schlachtschiff Strasbourg. Die deutschen Truppen hatten am 11. November 1942 begonnen, Vichy-Frankreich zu besetzen (Unternehmen Anton). Am 27. November sollte Toulon und die dort inaktiv liegende französische Flotte erobert werden (Unternehmen Lila). Beim Vormarsch der deutschen Panzer in den Marinestützpunkt kam es zu einem kurzen Schusswechsel der Strasbourg mit deutschen Panzern, durch den die Zeit für die Selbstversenkung gewonnen wurde. Viele der wichtigen Systeme des Schiffs wurden vor der Versenkung im flachen Hafen zerstört, so dass das Schiff wie die meisten anderen Schiffe der Flotte ein Totalverlust wurde.

Das Original

Der japanische Zerstörer Satsuki (皐月) war eines von zwölf von 1923-25 gebauten Schiffe der Mutsuki-Klasse. Diese Klasse war eine verbesserte Version der Kamikaze-Klasse und erhielt statt der drei 53,3-cm-Zwillingstorpedorohre der Vorgängerklasse zwei 61-cm-Drillingstorpedorohre. Diese erhielten auch erstmals Nachladevorrichtungen. Auch die Bugform wurde abgeändert und die Mutsuki-Klasse erhielt einen S-förmigen Bug, der charakteristisch für damalige japanische Schiffe war. Dies war die letzte japanische Zerstörer-Klasse mit einer Torpedokuhl und Geschützen in offenen Einzellafetten, es folgte die Fubuki-Klasse, die einen neuen Standard im Zerstörerbau setzte und die Schiffe der Satsuki-Klasse dann alt aussehen ließ. Alle zwölf Schiffe der Klasse dienten dennoch im Zweiten Weltkrieg und wurde in diesem versenkt - ein Schicksal, dass sie mit den meisten moderneren japanischen Zerstörern teilten.

 

25.08.1942 - 80 Jahre Unternehmen Wunderland

 


Heute vor 80 Jahren, am 25. August 1942, versenkte der deutsche Schwere Kreuzer Admiral Scheer während des Unternehmens Wunderland den russischen Eisbrecher Alexander Sibirjakow (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Das Unternehmen Wunderland richtete sich den die russischen Konvois durch die Nordostpassage. Unterstützt von U-Booten sollte Admiral Scheer in die Karasee vorstoßen. Es gelang ihr aber nur den Eisbrecher Alexander Sibirjakow zu stellen und zu versenken. Hierbei starben 103 Mann der Besatzung des Eisbrechers. Die Überlebenden gerieten überwiegend in Gefangenschaft, wobei weitere im KZ Stutthof starben. Am 27. August griff Admiral Scheer noch den Hafen Dikson an, konnte dort aber nur zwei Schiffe beschädigen. Die U-Boote konnten auch nur einen Frachter sowie zwei Schlepper und zwei Leichter versenken, wobei auf letzteren 305 politische Gefangene, die nach Sibirien in Straflager des Gulags gebracht werden sollten, starben.

Das Original

Der Schwere Kreuzer USS Baltimore (CA-68) war das Typschiff einer Klasse von 14 von 1941-45 gebauten Schiffen. Die Baltimore-Klasse war eine Weiterentwicklung der Wichita, konnte aber ohne Rücksicht auf Begrenzungen durch die Flottenverträge entwickelt werden. Die US Navy gab damals Leichten Kreuzern Priorität (sprich der Cleveland-Klasse), so dass für den Entwurf und den Bau der Schweren Kreuzer der Baltimore-Klasse mehr Zeit blieb. Die Klasse fiel größer und geräumiger aus, war gut gepanzert. Sieben der Kreuzer wurden noch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Die Kreuzer der Klasse wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im größeren Umfang als die Leichten Kreuzer in Dienst behalten, 13 der Schiffe dienten während des Koreakriegs. Vier wurden zu Lenkwaffenkreuzer umgebaut und diese plus ein umgebautes Schiff dienten noch während des Vietnamkriegs.

 

15.06.1942 - 80 Jahre Indienststellung von USS Cleveland

 


Heute vor 80 Jahren, am 15. Juni 1942, wurde der Leichte Kreuzer USS Cleveland in Dienst gestellt. (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Cleveland war das Typschiff einer Klasse von 27 Kreuzern, d.h. der Klasse, von der die meisten Leichten Kreuzer gebaut wurden. Die Klasse ist auch Beispiel für die damalige industrielle Kapazität der USA, da alleine von dieser Klasse mehr Leichte Kreuzer gebaut wurden, als die japanische Marine insgesamt an Leichten Kreuzern während des Zweiten Weltkriegs in Dienst hatte.

Das Original

Der japanische Geleitflugzeugträger Unyo (雲鷹) war ursprünglich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Passagierschiff Yawata Maru (八幡丸) der Nitta Maru-Klasse gebaut worden. Diese drei Passagierschiffe waren für Routen nach Europa gedacht, wurden aber, obwohl zwei noch 1940 fertig wurden, wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs in Europa nie so eingesetzt. Alle drei wurden 1941-42 zu Geleitflugzeugträgern der Taiyo-Klasse umgebaut und hauptsächlich als Flugzeugtransporter sowie teilweise als Schulträger eingesetzt.

 

25.10.1944 - 75 Jahre Schlacht von Leyte

 

Heute vor 75 Jahren, am 25. Oktober 1944, wurden die vier japanischen Flugzeugträger unter der Kommando von Ozawa, darunter der Flugzeugträger Zuikaku, in der Schlacht von Kap Engano versenkt (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Da nur noch 116 Flugzeuge für die vier Träger vorhanden waren, wurden die Träger dazu verwendet, die US-amerikanischen Trägerkampfgruppen von den anderen japanischen Verbänden abzulenken, so dass diese die alliierte Landungsflotte bei Leyte angreifen konnten. Die US-Verbände unter Halsey gaben auf der Jagd nach den japanischen Trägern tatsächlich die Bewachung der San Bernardino Straße auf, so dass der japanische Verband unter Kurita nach Süden vorstoßen konnte. Die wegen der geringen Zahl von eigenen Flugzeugen praktisch wehrlosen japanischen Träger wurden alle versenkt – ein Opfer, das sinnlos war, da auch die anderen japanischen Verbände gegen die alliierte Übermacht chancenlos waren.

 

24.10.1944 - 75 Jahre Schlacht von Leyte

 

Heute vor 75 Jahren, am 24. Oktober 1944, begann die südliche japanische Gruppe ihren Angriff durch die Surigao Straße (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Die japanische Marine hatte einen komplexen Plan entworfen, um die alliierte Landungsflotte vor Leyte anzugreifen. Eine Flugzeugträger-Kampfgruppe, sollte die US-Träger ablenken, während zwei japanische Kampfgruppen von Süden durch die Surigao Straße und eine weitere, größere von Norden durch die San Bernardino Straße die Landungsflotte angreifen sollte. Die nördliche Gruppe unter Kurita erlitt schon beim Anmarsch schwere Verluste durch US-amerikanische U-Boote und Trägerkampflugzeuge, aber danach funktionierte der japanische Plan - abgesehen davon, dass er letztendlich nicht erfolgreich war. Die japanischen Träger unter Ozawa lenkten die US-Träger ab und wurden von diesen in der Schlacht bei Kap Engano versenkt. Die beiden südlichen Gruppen unter Nishimura und Shima banden die Schlachtschiffe und Kreuzer der Nahsicherung – und wurden von diesen in der Surigao Straße versenkt. Kuritas Flotte standen nur noch schwache Verbände im Weg, primär Geleitträger und deren Sicherung. Diesen gelang es aber in der Schlacht von Samar Kuritas schon durch frühere Luftangriffe dezimierten und demoralisierten Verband zu stoppen. Das Schlachtschiff Yamashiro war Teil der Gruppen, die durch die Surigao Straße angriffen und wurde bereits am 24. Oktober durch Luftangriffe beschädigt, wobei etwa 20 Mann der Besatzung starben. In den frühen Stunden des 25. Oktobers erhielt das Schiff erste Torpedotreffer und zahlreiche Artillerietreffer und wurde schließlich durch Torpedos versenkt. Nur zehn Mann der Besatzung überlebten.

Das Original

Der japanische Flugzeugträger Amagi (天城) war eines der Schiffe der Unryu-Klasse. Diese Klasse basierte auf der Hiryu, nicht auf den neueren und größeren Entwürfen der Shokaku und Taiho. Das kleinere Design wurde gewählt, um die Träger schneller bauen zu können. Der deutlichste Unterschied zu Hiryu war, dass die Insel auf der Steuerbordseite angeordnet wurde und dass der mittlere Flugzeugaufzug weggelassen wurde. Insgesamt sechs Schiffe der Klasse wurden begonnen, wovon drei fertig gestellt wurden: Unryu, Amagi und Katsuragi - alle drei vor der Schlacht um Leyte, aber zu spät um noch rechtzeitig einsatzfähig zu werden. Keines der drei Schiffe wurde je als Flugzeugträger eingesetzt.

Das Original

Der japanische Flugzeugträger Hiryu (飛龍) war das zweite Schiff der Soryu-Klasse. Diese Klasse beruhte auf den Erfahrungen mit den großen, zu Trägern umgebauten Schiffen Akagi und Kaga und dem leichteren Träger Ryujo. Diese Erfahrungen wurden genutzt, um die Schiffe der Soryu-Klasse seetüchtiger und stabiler zu machen und mit einem größeren Hangar auszustatten. Das zweite Schiffe der Klasse, Hiryu, wurde nach einem modifizierten Entwurf gebaut, u.a. wurde sie verbreitert, um die Stabilität zu erhöhen. Zudem wurde der Bug vorne mehr hochgezogen. Die Brücke wurde an Backbord aufgestellt, der Schornstein blieb aber an Steuerbord.