Das Original
Das U-Boot U 18 (S 197) gehörte zur Klasse 206. Diese war auch als U 13-Klasse bekannt. Von dieser wurden 18 U-Boote von 1969 bis 1975 für Bundesmarine gebaut. Die Klasse war eine Weiterentwicklung der Klasse 205. Die Entwicklung begann 1962 mit dem Ziel, leistungsfähigere U-Boote für den Küstenbereich zu schaffen, die insbesondere durch eine vergrößerte Batteriekapazität, verbesserte Feuerleitanlagen und die Fähigkeit zur Mitnahme von Seeminen gekennzeichnet waren. Die Boote wurden aus nichtmagnetisierbarem Stahl gefertigt, um sie vor magnetischen Minen und der Detektion durch Magnetometer (MAD) zu schützen. Die Klasse 206 behielt die bewährten Baumerkmale der Klasse 205 bei, darunter die Einhüllenbauweise und die Anordnung der Bewaffnung, führte jedoch einen charakteristischen Sonardom auf dem Bug ein, der die Sensorik verbesserte.
Zwischen 1987 und 1992 wurden zwölf der 18 Boote der Klasse 206 zur Klasse 206A modernisiert. Dieser Umbau umfasste die Installation eines moderneren Sonars, eines neuen Führungs- und Waffeneinsatzsystems, einer verbesserten Fernmeldeeinrichtung und einer leistungsstärkeren Navigationsanlage. Zudem wurden die Lebens- und Arbeitsbedingungen an Bord verbessert. 1995–1996 erfolgte eine weitere Umrüstung auf den Torpedotyp DM 2 A3 „Seehecht“. Die Modernisierung verlängerte die Einsatzdauer der Boote und passte sie den gestiegenen NATO-Anforderungen an. Die umgerüsteten Boote bildeten das Rückgrat der Ubootflottille der Bundesmarine bis zu ihrer Außerdienststellung zwischen 2004 und 2011.
U 18 hatte eine Länge über alles von 48,6 Metern und einer Breite von 4,6 Metern. Die Verdrängung betrug 450 Tonnen aufgetaucht und 498 Tonnen getaucht. Das Boot erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 10 Knoten aufgetaucht und 17 Knoten getaucht. Die Besatzung bestand aus 22 bis 23 Mann. Die Bewaffnung umfasste acht Torpedorohre mit einem Kaliber von 53,3 cm. Über einen externen Minengürtel konnten bis zu 24 Seeminen mitgeführt werden. Die Maschinenanlage bestand aus zwei dieselelektrischen Motoren mit einer Leistung von insgesamt 1500 PS (2 × 440 kW und 1 × 1100 kW), die dem Boot einen Aktionsradius von etwa 4500 Seemeilen bei 6 Knoten Überwasser und 280 Seemeilen bei 4 Knoten getaucht ermöglichten. Die maximale Tauchtiefe betrug 100 Meter, die Tauchzeit über 200 Stunden und die Einsatzdauer 30 Tage. Die Höchstgeschwindigkeit war getaucht 17 kn und aufgetaucht 10 kn. Die Besatzung bestand nach dem Umbau zur Klasse 206A aus 23 Personen.
U 18 wurde am 1. April 1971 auf der Werft Rheinstahl Nordseewerke GmbH (RNSW) in Emden auf Kiel gelegt, am 31. Oktober 1972 vom Stapel gelassen und am 19. Dezember 1973 in Dienst gestellt. Es war Teil des 3. Ubootgeschwaders in Eckernförde und wurde 1990 zur Klasse 206A modernisiert. Die Außerdienststellung erfolgte am 31. März 2011. Während seiner Dienstzeit nahm U 18 an zahlreichen Übungen und Manövern teil, darunter NATO-Übungen wie „Baltops“. Das Boot war regelmäßig in der Ostsee und im Mittelmeer im Einsatz und unterstützte Operationen wie die Operation Sharp Guard und die Operation Active Endeavour. Im Oktober 2022 wurde U 18 durch die VEBEG zum Verkauf angeboten und anschließend abgewrackt.
Das Modell
Dieses Modell stammt aus dem aktuellen Dreier-Bausatz von Revell, welches anlässlich des 70 Jährigen Jubiläums der Bundeswehr herausgebracht wurde. Neben einem U-Boot der Klasse 206A liegt eines der Klasse 212A Boot und die Wilhelm Bauer (Typ XXI) bei.
Mit 40 Bauteilen ist der Bausatz überschaubar. Mein Bausatz ist aus grauem, der eines Freundes aus braunem Kunststoff. Mir ist ein Fehler bei den beiden Tiefenrudern am Bug unterlaufen. Das eine hat die Form zum Abtauchen und das andere zum Auftauchen. Das Backbordruder ist nach unten gewölbt (Auftauchen) und das Steuerbordruder nach oben gewölbt (Abtauchen). Ich habe beide im ausgefahrenen Zustand verklebt.




















Farbangaben beziehen sich auf das Sortiment von Revell. Das ist kein Fehler, da diese einfacher zu beziehen sind, aber bei fünf Farben sind die Töne zu mischen, darunter die Farbe des Rumpfes, die mit „A“ angegeben ist. Diese wird aus 50% Lederbraun 84 und 50% Staubgrau 77 gemischt. Nach Vollendung des Rumpfes habe ich diesen zuerst in Lederbraun lackiert. In einem weiteren Durchgang habe ich lasierend Revell 302 Schwarz seidenmatt aufgetragen. Bei Tageslicht kann man das Braun noch leicht erkennen. Entlang des Kiels befinden sich kleine Rechtecke, die ich als Opferanoden erachte. Dazu habe ich zwei Tapestreifen links und rechts aufgeklebt und anschließend mit einem Silberstift die Rechtecke bemalt.
Nach einer Schicht Klarlack wurden die Abziehbilder angebracht. Es liegen Abziehbilder für die U-Boote U 15, U 17, U 18 und U 24 für die Bootsnummern bei. Tiefenanzeiger sind empfindlich, da sehr schmal. Die beiden Flaggen sind sehr schön wiedergegeben. Allerdings ist die Farbe der Abziehbilder 22, 23, 24 und 25 mit Dunkelbau völlig daneben. Es könnte sich um Antirutschbeläge handeln.
Hier noch ein Vergleich mit einem U-Boot des Typs XXIII und U 32 der Klasse 212A:
Eberhard Sinnwell
(Text über Original von Lars)
















