Das Original
Die Mitsubishi A6M, von den Alliierten unter dem Namen „Zero“ bekannt, war das wichtigste Jagdflugzeug der Kaiserlich Japanischen Marine während des Zweiten Weltkriegs. Entwickelt wurde sie von Mitsubishi unter der Leitung von Jirō Horikoshi als trägergestütztes Langstreckenjagdflugzeug mit hoher Wendigkeit und großer Reichweite. Ihre Aufgaben umfassten die Luftraumsicherung von Flottenverbänden, den Begleitschutz von Bombern sowie den Kampf gegen feindliche Jagdflugzeuge. Die A6M2b (Marine Typ 0 Trägerjagdflugzeug Modell 21, kurz Typ 21) war die bedeutendste frühe Serienausführung. Gegenüber der ursprünglichen A6M2 verfügte sie über klappbare Flügelspitzen, wodurch sie auf Flugzeugträgern leichter untergebracht werden konnte. Die A6M2b wurde von 1940 bis 1942 gebaut. Insgesamt entstanden 1.540 Maschinen dieses Typs, davon 740 bei Mitsubishi und 800 bei Nakajima.
Die Mitsubishi A6M2b (Typ 21) hatte eine Länge von 9,1 m und eine Spannweite von 12,0 m. Das maximale Startgewicht betrug 2,8 t. Angetrieben wurde das Flugzeug von einem luftgekühlten 14-Zylinder-Doppelsternmotor vom Typ Nakajima NK1C Sakae 12, der eine Leistung von 940 PS entwickelte. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 288 kn beziehungsweise 533 km/h. Die Besatzung bestand aus einem Piloten. Zur Bewaffnung gehörten zwei 2-cm-Kanonen des Typs 99 in den Tragflächen mit jeweils 60 Schuss Munition sowie zwei 0,77-cm-Maschinengewehre des Typs 97 im Rumpf. Zusätzlich konnten unter den Tragflächen zwei Bomben mit einem Gewicht von jeweils bis zu 60 kg mitgeführt werden.
Im April 1942 war die Tainan-Kōkūtai, eine der erfolgreichsten Jagdfliegereinheiten der Kaiserlich Japanischen Marine, auf dem Flugplatz Vunakanau bei Rabaul auf Neubritannien stationiert. Zu ihren bekanntesten Piloten gehörte Obermaat Saburō Sakai. Mit seiner Mitsubishi A6M2b (Typ 21) nahm er von Rabaul aus an Einsätzen gegen alliierte Stellungen und Flugplätze in Neuguinea sowie auf den Salomonen teil. Die große Reichweite der A6M2b ermöglichte Jagdbegleiteinsätze über Entfernungen, die für viele alliierte Jagdflugzeuge unerreichbar waren. Während dieser Zeit errang Sakai zahlreiche Luftsiege und trug wesentlich zum Ruf der Tainan-Kōkūtai als Eliteverband bei. Die von ihm geflogene A6M2b steht beispielhaft für die frühen Erfolge der japanischen Marineflieger im Pazifikkrieg, bevor die zunehmende materielle Überlegenheit der Alliierten das Kräfteverhältnis dauerhaft veränderte.
Das Modell
Hier nun der zweite Teil des frühen Zero Doppelbaus (siehe auch die A6M2a). Es handelt sich um die spätere A6M2b (Typ 21), die über eine stärkere Bewaffnung mit zwei 2-cm-Kanonen in den Tragflächen verfügt und wesentlich schlagkräftiger war. Eigentlich als Trägerjagdflugzeug konzipiert, wurde sie auch lange erfolgreich bis zum Erscheinen des Nachfolger A6M3 von Landbasen aus im Südwestpazifik eingesetzt.
Ich habe hier eine dieser Maschinen geflogen vom Fliegerass Saburo Sakai zum Vorbild genommen. Die Tainan-Gruppe flog als unabhängiger Verband meist ohne Antenne und Funkausrüstung. Einige der erfolgreichsten Jagdflieger der Kaiserlich Japanischen Marine waren Teil dieses Verbandes.
Lackiert wurde mit AK 2261. Man sieht schön, dass die A6M2b bereits die Nakajima-Lackierung trug, die sich von der etwas helleren Mitsubishi-Variante der frühen Version (Typ 11) unterschied.
Daniel Haak
(Text über Original von Lars)










