Eisbrecher Stettin

Der Westland Lynx Mk 88A ist seit Jahrzehnten der wichtigsten Bordhubschrauber der Deutschen Marine für den Einsatz auf den Fregatten. Der ursprünglich vom britischen Hersteller Westland entwickelte Lynx entstand Ende der 1960er Jahre als leichter Mehrzweckhubschrauber; der Erstflug erfolgte 1971. Die Serienfertigung lief von 1977 bis 2002, wobei insgesamt 449 Hubschrauber aller Versionen gebaut wurden. Bei der Deutschen Marine wird der Sea Lynx ab 1981 vor allem zur U-Boot-Jagd, Überwasserseekriegsführung, Seeraumüberwachung sowie auch für Suche und Rettung (SAR – Search and Rescue) sowie zum Transport von Personal und Material eingesetzt. Die Version Mk 88A dient ab 1999 bei der Deutschen Marine. Sie stellt eine modernisierte Ausführung des ursprünglichen Mk 88 dar und basiert auf dem Super Lynx. Sie verfügt unter anderem über leistungsfähigere Triebwerke, moderne Avionik, ein digitales Cockpit sowie verbesserte Navigations- und Sensorsysteme, wodurch Einsatzfähigkeit und Zuverlässigkeit deutlich gesteigert wurden. Die Deutsche Marine verfügte zuletzt über 22 Bordhubschrauber des Typs Sea Lynx Mk 88A. Nach mehr als vier Jahrzehnten im Dienst soll der Sea Lynx Ende 2026 bei der Deutschen Marine außer Dienst gestellt werden. Seine Aufgaben übernimmt künftig der NH90 NFH Sea Tiger, von dem insgesamt 31 bestellt sind.

Der Westland Sea Lynx Mk. 88A ist 13,3 m lang (Rumpflänge), hat 12,8 m Rotordurchmesser und ein maximales Startgewicht von 5,3 t. Der Antrieb erfolgt über zwei Turbinen mit insgesamt 2000 PS, womit 176 kn (325 km/h) erreicht werden. Die Besatzung besteht aus zwei bis drei Personen, die Bewaffnung aus zwei Mk 46- oder MU90-Torpedos bzw. einem 12,7-mm-Maschinengewehr des Typs M3M (früher auch Sea Skua-Anti-Schiffsraketen).

Der Westland Sea Lynx 83+02 flog im Juni 2026 mit einer Sonderbemalung als Abschiedsbemalung wegen der baldigen Außerdienststellung über der Kieler Woche. Hier leider nur Fotos von der linken Seite. Die rechte Seite war schwarz und auf der Oberseite des Rumpfes zog sich über die gesamte Lange ein schmaler roter Streifen hin.  

Weitere Fotos von Westland Lynx (und der ähnlichen Westland Wildcat):

Falk Pletscher (Fotos), Lars (Text)