
Die Supermarine Walrus wurde für die australische Marine aus der Supermarine Seagull entwickelt und ursprünglich auch Seagull V genannt. Das Flugzeug war als Amphibienflugzeug ausgelegt. Es sollte von Kreuzern aus als Aufklärer dienen. Die Maschine flog 1933 zum ersten Mal und wurde 1935 in Dienst der Royal Australian Air Force gestellt, die die Flugzeuge für den Einsatz von den australischen Kreuzern aus betrieb. Ab 1936 wurde die Maschine, nun Walrus genannt, auch an die Royal Air Force für die britische Marine ausgeliefert (1937 wurden die Marineflieger wieder der Marine untergeordnet). Die Maschine entwickelte sich zum Standardbordflugzeug der Royal Navy während des Zweiten Weltkriegs. Sie wurde auch von der ägyptischen, argentinischen, französischen, kanadischen und neuseeländischen Marine geflogen, außerdem von der britischen irischen, kanadischen, neuseeländischen und türkischen Luftwaffe und nach dem Krieg auch von einigen zivilen Betreibern. Die Walrus diente nicht nur als Aufklärer sondern auch als Seenotrettungsflugzeug.
Die Supermarine Walrus ist 11,5 m lang, hat eine Spannweite von 14,0 m und ein maximales Abfluggewicht von 3,7 t. Der Antrieb bestand aus einem Sternmotor mit 750 PS, womit 117 kn (217 km/h) erreicht wurden. Die Besatzung setzte sich aus drei Mann zusammen. Die Bewaffnung bestand aus zwei 0,77-cm-Maschinenwehren (beweglich im Bug und hinter den Flügeln) sowie aus sechs 45-kg-Bomben, zwei 110-kg-Bomben oder zwei 110-kg-Wasserbomben.
Diese Walrus wurde 1939 in Southampton für die Royal Navy gebaut. Sie wurde aber an die irische Luftwaffe ausgeliefert. 1942 wurde sie entführt, um damit ins Nazi besetzte Frankreich zu fliegen. Sie wurde aber von der britischen Luftwaffe abgefangen, zur Landung gezwungen und wieder an die irische Luftwaffe zurück gegeben. Nach dem Krieg ging sie zu Air Lingus und dann in private Hände in Großbritannien. 1963 wurde das Wrack von einem Schrottplatz geborgen und 1964-66 für das Fleet Air Arm Museum in Yeovilton restauriert, wo es heute noch ausgestellt ist. Die Fotos wurden im November 2025 aufgenommen:











































Lars (Text, Fotos), Daniel Villhauer (Fotos)