Containerschiff Maersk Tokyo

Die Containerschiffe Maersk El Banco und Maersk Tokyo wurden beziehungsweise werden von Japan Marine United (JMU) am Standort Kure in der Präfektur Hiroshima gebaut. Beide Schiffe gehören unterschiedlichen Bauserien an und spiegeln die aktuelle Entwicklung im Containerschiffbau wider. Die Maersk El Banco ist Teil einer Serie von fünf Containerschiffen mit einer Kapazität von 12.800 TEU der Suezmax-Kategorie, die JMU für Maersk gebaut hat. Das Typschiff der Klasse, die Maersk El Palomar, wurde 2024 abgeliefert; das fünfte Schiff der Serie, die Maersk Eunapolis, folgte Anfang 2025. Die Schiffe sind für den späteren Betrieb mit Methanol vorbereitet und stellen die ersten „methanol-ready“-Großcontainerschiffe von JMU dar.

Die Maersk Tokyo gehört dagegen zu einer neueren Baureihe mittelgroßer Containerschiffe, die ebenfalls bei JMU Kure entsteht. Sie gehört zur Neo-Panamax-Kategorie. Das Schiff wurde 2026 fertiggestellt und trägt die Baunummer 5458. Drei weitere Schwesterschiffe (Baunummern bis 5461) sind in Bau.

Die Maersk El Banco wurde 2024 fertiggestellt und verfügt über eine Länge von 335,0 Metern sowie eine Breite von 51,0 Metern. Die Vermessung beträgt 127.832 BRZ, die Tragfähigkeit 152.237 Tonnen. Angetrieben wird das Schiff von einem Zweitakt-Dieselmotor des Typs Mitsui-MAN-B&W 7G95ME-C10.5, der für einen späteren Betrieb mit Methanol vorbereitet ist. Die Besatzungsstärke beträgt 30 Personen. Die Containerkapazität liegt bei 12.800 TEU. 

Die Maersk Tokyo wurde 2026 bei JMU Kure gebaut. Das Schiff ist 277,0 Meter lang und 45,8 Meter breit. Die Vermessung beträgt 85.294 BRZ, die Tragfähigkeit 100.000 Tonnen. Die Containerkapazität wird auf 8.000 bis 9.000 TEU geschätzt.

Im Mai 2024 war Maersk El Banco und ihr Schwesterschiff Maersk El Alto im Bau bei JMU in Kure:

Zwei Jahre später, im Mai 2026, wurde Maersk Tokyo aus der Werft geschleppt, während drei Schwesterschiffe noch bei JMU in Bau waren:

Lars (Fotos, Text), Sven (Fotos)