Landungsschiff Kunisaki

Die Landungsschiffe Shimokita (しもきた, LST-4002) und Kunisaki (くにさき, LST-4003) gehören zur Ōsumi-Klasse (Ohsumi-Klasse) der japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF). Die Klasse wurde entwickelt, um die veralteten Landungsschiffe der Miura- und Atsumi-Klasse zu ersetzen und die amphibischen Transportfähigkeiten Japans zu verbessern. Obwohl die Schiffe offiziell als Landungsschiffe (Landing Ship Tank, LST) klassifiziert werden, entsprechen sie in ihrer Auslegung eher modernen amphibischen Transportschiffen mit einem Dock für Luftkissenlandungsboote. Insgesamt wurden 1995-2003 drei Einheiten der Ōsumi-Klasse gebaut: Ōsumi (LST-4001), Shimokita (LST-4002) und Kunisaki (LST-4003). Die Hauptaufgaben der Schiffe umfassen den Transport von Truppen, Fahrzeugen und Material, amphibische Landungsoperationen sowie humanitäre Hilfs- und Katastropheneinsätze.

Die Schiffe der Ōsumi-Klasse sind 178 Meter lang und 25,8 Meter breit. Die Standardverdrängung beträgt 8.900 Tonnen, die Verdrängung bei voller Beladung 13.000 Tonnen. Der Antrieb besteht aus zwei Mitsui-16V42M-A-Dieselmotoren mit einer Gesamtleistung von 26.000 PS, die auf zwei Wellen wirken. Damit erreichen die Schiffe eine Höchstgeschwindigkeit von 22 kn. Die Besatzung umfasst 137 Angehörige. Zur Selbstverteidigung sind zwei 2-cm-Phalanx-Nahbereichsabwehrsysteme sowie zwei 1,27-cm-M2-Maschinengewehre installiert. Im Dock können zwei Luftkissenlandungsboote (LCAC) mitgeführt werden. Darüber hinaus können bis zu zehn Kampfpanzer oder andere Militärfahrzeuge transportiert werden. Die Transportkapazität umfasst bis zu 330 Soldaten. Auf dem Flugdeck und in den zugehörigen Einrichtungen können bis zu acht Hubschrauber aufgenommen werden.

Im Maßstab 1/700 gibt es einen Bausatz der Ōsumi-Klasse von Tamiya (siehe Bausatzbesprechung).

Kunisaki war im Mai 2026 vor Kure zu sehen:

Shimokita lag im Mai 2024 in Kure:

Lars (Fotos, Text), Sven (Fotos)