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Römische Quinquereme - Teil 4: Masten, Rahen und stehendes Gut Drucken
Sonntag, 19. November 2006 um 20:33

Bei einem Segelschiff wird normalerweise das stehende Gut, der Teil der Takelage, der zur Abstützung der Masten und Rahen dient, geteert. Im Modell wird daher sehr häufig dunkelbraunes oder schwarzes Garn verwendet. Bei der Quinquereme wurde jedoch der Mast vor einem Seegefecht umgelegt, um eine Beschädigung beim Rammen eines feindlichen Schiffes zu vermeiden. Aus diesem Grund bin ich davon ausgegangen, dass das stehende Gut nicht geteert gewesen ist. Für die Darstellung im Modell habe ich daher helles Garn, wie für das laufende gut verwendet.

Der Mast


Zuerst habe ich die am Mast angegossenen Tauwickel abgeschabt. Anschließend wurde der Mast mehrfach gespachtelt und geschliffen. Nach der Lackierung wurden neue aus Takelgarn um den Mast gewickelt und mit Sekundenkleber verklebt.




Das stehende Gut


Bei der Takelung habe ich mich, da ich über keine Sekundärliteratur zur Takelung antiker Schiffe verfüge, an der Bauanleitung von Zvezda orientiert. Da Kunststoff sich relativ leicht biegen lässt, ist es bei den Takelarbeiten sehr wichtig auf ein ausgeglichenes Spiel der Kräfte zu achten.
Zuerst habe ich die fertigen Bauteile zum Spannen der Wanten gegen selbstgebaute ausgetauscht. Die Beschreibung von Joachim unter Tipps und Tricks war mir eine grosse Hilfe.




Der Mast der Quinquereme wird nach vorne durch ein Stag sowie seitlich und nach hinten durch jeweils 4 Wanten backbord und steuerbord gesichert. Für die Wantenpaare habe ich entsprechend lange Taue abgeschnitten und mit Hilfe von Taklings eine Schlaufe in der Mitte erzeugt. Diese wurden abwechselnd für die Steuerbord- und Backbordseite um den Mast gelegt. Anschließend habe ich das Stag mit einer Schlaufe am Mast befestigt.




Nachdem die Jungfern angeknotet waren, konnte ich mit dem Spannen des stehenden Guts anfangen. Zuerst wurden das Stag und die beiden hinteren Wanten auf der Backbord- und Steuerbordseite vorgespannt.




Danach kamen die übrigen Wanten an die Reihe. Dann wurden das Stag und anschließend die Wanten von hinten nach vorne nachgespannt. Hierbei war eine permanente Kontrolle, ob sich der Mast verbiegt, erforderlich.




Der Artemonmast wurde nur mit einigen Tauwickeln am Bug gesichert. Eine Abstützung durch Wanten, wie bei der griechischen Triere fehlt