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Römische Quinquereme - Teil 5: Segel Drucken
Sonntag, 19. November 2006 um 20:31

Herstellung der Segel


Zvezda hat die Rahen, Segel und einen Teil der Taue in einem Stück hergestellt. Während die Leinenstruktur der Segel sehr schön wiedergegeben worden ist, ist die Materialstärke zu dick. Da ich mir in den Kopf gesetzt hatte, mein Modell mit Stoffsegeln auszustatten, habe ich die angegossenen Segel kurzerhand mit einer Laubsäge von den Rahen abgesägt. Ebenso wurden alle Tauimitationen abgeschabt. Anschließend wurden die Rahen mehrmals gespachtelt und geschliffen.
Wahrscheinlich wäre es einfacher gewesen, die Rahen durch eine Holzrahe neu zu bauen. Da ich aber keine Erfahrungen im Drehen von Bauteilen besitze, habe ich mich für den oben beschriebenen Weg entschieden.
Welcher Stoff eignet sich zur Herstellung eines Segels? Die Struktur des Stoffes sollte ein leichtes Leinenmuster wiedergeben. Zusätzlich muss das Material sehr dünn sein und darf nur wenig zum Ausfransen der Ränder neigen. Nach längerer Suche fand ich einen weißen Stoff, der als Innenfutter für Hosen oder Hosentaschen verwendet wird.


Zuerst wollte ich die Segel ausschließlich nähen, musste jedoch leider feststellen, dass sich eine einigermaßen maßstäbliche Umsetzung nicht realisieren ließ. Nach einigen Versuchen habe ich das Segel aus einzelnen Bahnen zusammengeklebt. Die anschließend aufgebrachten Nähte dienen nur der besseren Optik.


Zur Führung der Gordings (wie dieser Teil des laufenden Guts bei den antiken Schiffen genannt wurde, kann ich nicht sagen), habe ich aus 0,5mm Messingdraht kleine Ösen gebogen und mit Messingbeize schwarz brüniert. Diese wurden dann auf das Segel mit kleinen Laschen geklebt.


Abschließend habe ich das Segel mit Schlaufen an die Rah gebunden und die Gordinge angebracht.




Das Segel des Artemonmastes habe ich ebenfalls wie oben beschrieben hergestellt.