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FlyHawk: deutsches Schlachtschiff Bismarck (1/700) Drucken
Dienstag, 23. Oktober 2018 um 05:00

Schlachtschiff Bismarck Deckelbild

Modell: German Battleship Bismarck 1941
Hersteller: FlyHawk
Maßstab: 1/700
Material: Kunststoff (Spritzguss), Ätzteile, Abziehbilder
Art.Nr.: FH1132
Preis: 47,8 € (bei NNT)

Das Original

Über das Schlachtschiff Bismarck und dessen Geschichte muss hier ja wohl nicht mehr berichtet werden. Selbst Leute, die sich nicht besonders für maritime Themen interessieren, wissen (zumindest etwas) von dem einzigen Einsatz dieses mächtigen Schiffes, bei dem Triumph und Niederlage so kurz aufeinander folgten. Die Bismarck ist auch deshalb dasjenige Schiff, von dem es wohl die meisten Modelle gibt.

Der Bausatz

Von Flyhawk ist jetzt auch eine Bismarck erschienen. Brauchte es da wirklich noch ein weiteres Modell? Diese berechtigt klingende Frage verstummt, wenn man die prall gefüllte Schachtel öffnet. Falls ich mich nicht verzählt habe, enthält sie rund 460 Teile an über 40 Spritzrahmen und einige weitere, einzelne Teile.

Für den Rumpf gibt es vier Teile, die sowohl eine Vollrumpf- als auch eine Wasserlinienversion ermöglichen.

Der Unterwasserrumpf zeigt auch die Öffnungen, die sauber versenkt dargestellt sind.

Am Überwasserrumpf ist der Seitenpanzer nur ganz leicht erhaben ausgeführt. Das ist wohl recht maßstäblich, kommt aber optisch kaum zur Geltung.

Zum Schutz sind diese beiden Rumpfteile in dünnen Schaumstoff verpackt. Dennoch war bei meinem Modell der scharf ausgebildete Bug des Unterwasserrumpfes verbogen. Das lässt sich aber sicher wieder „hinbiegen“.

Das Hauptdeck und die Bodenplatte für die Wasserlinienversion sind an den Enden durch eine Konstruktion aus Karton geschützt. Es gibt auch eine Metallplatte als Gewicht für die Bodenplatte. Das Hauptdeck zeichnet sich durch eine sehr fein und eng gravierte Holzstruktur aus.

Das Batteriedeck besteht aus zwei Teilen und ist ebenso fein graviert. Die Seitenwände dieses Decks weisen eine Vielzahl feiner Details auf, die an Backbord und Steuerbord unterschiedlich ausgeführt sind. Hier hat man sich anscheinend an dem Anatomy of the Ship-Band orientiert.

Die weiteren Hauptteile der Aufbauten liegen meist als Einzelteile vor oder befinden sich an speziellen kleinen Spritzrahmen.

Für die Türme der schweren Artillerie gibt es zwei gleiche Spritzrahmen. Die Entfernungsmesser und Abdeckplatten für Turm Anton befinden sich auf einem anderen Rahmen.

Bei der mittleren Artillerie gibt es zwei Versionen, einmal mit und einmal ohne Entfernungsmesser.

Besonders erfreulich finde ich, dass auch für die 10,5 cm Flak zwei Versionen vorhanden sind, nämlich mit und ohne die Abdeckung über den Verschlüssen.

Die leichte Flak befindet sich auf zwei verschiedenen Spritzrahmen.

Die Boote und Rettungsflöße sind über vier Spritzrahmen verteilt.

Für die Bordflugzeuge gibt es zwei Rahmen mit je einem Flugzeug.

Auf weiteren kleinen und großen Spritzrahmen findet man die restlichen teils kleinen und kleinsten Bauteile, wie Plattformen, Masten, Kräne oder Winden und Scheinwerfer usw., sowie die Schraubenwellen und Schiffsschrauben. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die achteren Fla-Leitstände keine kugelförmige Abdeckung hatten.

Die Fotoätzteile

Das einzige Ätzteil ist für die Abdeckung des Katapultes vorgesehen.

Die Abziehbilder

Der Abziehbilderbogen liefert neben den Hoheitszeichen und Kennungen für vier verschiedene Flugzeuge auch Flaggen und Teile für die Fliegerkennung.

Die Anleitung

Wie bei Flyhawk üblich, besteht die Bauanleitung aus farbig markierten Zeichnungen. Sie zeigt den Bau des Schiffes in 17 anschaulichen Schritten. Dazu kommt noch die Bemalungsanleitung, die sogar die beidseits unterschiedliche Form der aufgemalten Bugwelle berücksichtigt.

Den Bordflugzeugen sind weitere zwei Bauschritte und sehr ausführliche Hinweise für die Bemalung und Markierung gewidmet.

Fazit

Ob ein weiterer Bausatz der Bismarck wirklich notwendig war, mag jeder für sich entscheiden. Es gab ja schon recht gute Modelle von Dragon, Trumpeter und Revell in 1/700 und reichhaltige Nachrüstsätze dazu. Aus dem Bausatz von Flyhawk lässt sich aber auf jeden Fall schon aus der Schachtel ein Spitzenmodell bauen, das bei der Detaillierung Maßstäbe setzt und den Besonderheiten des Vorbildes mehr Rechnung trägt als frühere Bausätze. Für Einsteiger ist dieser Bausatz wegen der Vielzahl der Teile und deren teilweise extrem kleinen Dimensionen nicht geeignet. Ansonsten ist er aber absolut empfehlenswert. Wem das alles noch nicht genug ist, der muss wohl noch etwas warten. Dann wird es sicher auch eine „Luxus-Version“ mit weiteren Ätzteilen, gedrehten Geschützrohren usw. geben.

alt sehr empfehlenswert

Falk Pletscher

Wir danken FlyHawk für das Bausatzmuster