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29.08.1943 - 75 Jahre Selbstversenkung der dänischen Flotte Drucken
Mittwoch, 29. August 2018 um 05:00

Versenktes Küstenpanzerschiff Peder Skram in Holmen, Kopenhagen

Quelle: Wikimedia Commons

Dänemark wuirde am 9. April 1940 von Nazi-Deutschland besetzt. Die dänische Regierung hatte befohlen, keinen militärischen Widerstand zu leisten, so dass die Besetzung fast kampflos erfolgte, auf dänischer Seite starben 16 Soldaten und 20 wurden verletzt. In den folgenden Jahren wurde die dänische Regierung im Amt gelassen, auch das dänische Militär blieb intakt. Aus Sicht der Nazis sollte Dänemark ein Musterprotektorat werden. Die dänische Marine wurde auf bestimmte Gewässer reduziert, musste aber in diesen für die deutsche Seite Minen räumen. Trotz der Zusammenarbeitspolitik der dänischen Regierung nahmen die Widerstandsaktionen gegen die Besatzung insbesondere 1943 zu, was dazu führte, dass die Nazis der Regierung am 28. August 1943 ein Ultimatum stellten, härter gegen den Widerstand vorzugehen. Die dänische Regierung weigerte sich, worauf die Nazis am 29. August die direkte Kontrolle übernahmen und das dänische Militär entwaffneten. Die dänische Marine hatte in Erwartung einer solchen Aktion allen Schiffen den Befehl erteilt, entweder nach Schweden zu entkommen oder sich selbst zu versenken. Als die Deutschen am Morgen des 29. August versuchten, die Kontrolle über die dänischen Schiffe zu übernehmen, lagen die meisten im Stützpunkt Holmen in Kopenhagen. Die Minensucher und Patrouillenkutter waren über diverse Häfen verteilt, der Schulkreuzer Niels Juel sowie die Patrouillenschiffe Hvidbjørnen und Ingolf waren auf Schulfahrten.

Von den 52 dänischen Kriegsschiffen lagen zwei außerhalb des deutschen Einflussbereichs in Grönland, von denen in Dänemark wurden 32 versenkt, vier Schiffen gelang es nach Schweden zu kommen und 14 wurden unbeschädigt von den Deutschen erobert. Von den versenkten Schiffen wurden mindestens neun gehoben und in den Dienst der Kriegsmarine gestellt, die Mehrzahl war aber hierfür zu stark zerstört. Von den 58 Patrouillenkuttern konnten neun nach Schweden entkommen, der Rest wurde von den Deutschen übernommen. Durch den deutschen Angriff wurden sieben dänische Seeleute getötet, elf verletzt und 3219 gerieten in deutsche Gefangenschaft. 97 entkamen nach Schweden. Die nach Schweden entkommenen Schiffe bildeten Teile von dänischen Einheiten, die sich 1945 auf die Zurückeroberung Dänemarks vorbereiteten.

Die Selbstversenkung der dänischen Flotte am 29. August 1943 war ein klares Signal an die Alliierten, dass sich Dänemark auf die Seite der Alliierten gestellt hatte, was auch von den Alliierten so anerkannt wurde. Fotos des versenkten Küstenpanzerschiffs Peder Skram wurden ein Symbol des dänischen Widerstands.

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