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Airfix: Britisches Flugboot Supermarine Walrus Mk I (1/48) Drucken
Freitag, 02. März 2018 um 06:00

Supermarine Walrus Deckelbild

Modell: Supermarine Walrus Mk.I
Hersteller: Airfix
Maßstab: 1/48
Material: Polystyrol (Spritzguss), Abziehbilder
Art.Nr.: A09183
Preis: 39,99 €

Das Original

Reginald J. Mitchell konstruierte die Supermarine Walrus Anfang der 1930er Jahre. Seinen Erstflug hatte das Doppeldecker-Flugboot im Jahre 1933. Es wurde bei Supermarine Aviation Works – ab 1928 zu Vickers-Armstrong gehörend – im Woolston/Southampton gebaut. Zuerst kam es ab 1935 bei der Royal Australian Air Force (RAAF) zum Einsatz unter dem Namen Seagull Mk.V. Bis 1939 sah man die Walrus auf dem größten Teil der britischen Schiffe im Einsatz als Bordflugzeug zur Aufklärung und Artilleriebeobachtung. Ebenso erfolgreich war die Walrus in der Rolle als Rettungsflugzeug für im Wasser notgelandete Fliegerbesatzungen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die Walrus auf allen Kriegsschauplätzen im Einsatz.

Die Walrus wurde durch einen Bristol Jupiter IX-Sternmotor mit Druckpropeller angetrieben. Um möglichst viel Platz auf den Schiffen zu sparen, konnten die Flügel eingeklappt werden.

Genaueres zu Produktionszahlen und Varianten findet man in Wikipedia.

Der Bausatz

Der Supermarine Walrus Mk.I Bausatz wird in einem festen, großen Stülpkarton geliefert. Darin enthalten sind die fünf grauen Spritzlinge, die Klarsichtteile, die Bau- und Bemalungsanleitung und die Decals. Die insgesamt 156 Bauteile befinden sich in einem Plastikbeutel, wobei die Klarsichtteile nochmals separat eingetütet sind. Die Bauteile zeigen sich sehr sauber gefertigt und besitzen recht ansprechende Oberflächen mit feinen Gravuren, Stoffstrukturen und auch die Innenstruktur des Rumpfes kann sich sehen lassen.

Von den Details her ist der Bausatz sehr gut und liefert eine fast vollständige Inneneinrichtung mit Pilotensitz, Navigatorplatz und Waffenstation auf Rumpfrücken und im Bug. Alle Ruderflächen sind einzeln beigelegt und können in verschiedenen Positionen angebracht werden. Die Klarsichtteile sind sehr gut. Auch das Kanzeldach kann offen oder geschlossen dargestellt werden.

Auf dem letzten Bild sieht man den Jupiter-Sternmotor nochmals im Detail.

Die Abziehbilder

Mit den Decals lassen sich drei Maschinen der Walrus bauen:

  • Supermarine Walrus Mk.I, No.276 Squadron, Royal Air Force Harrowbeer, Devon, England, 1944.
  • Supermarine Walrus Mk.I, No.700 Naval Air Squadron, HMS Sheffield, 1941.
  • Supermarine Walrus Mk.I, No.5 CF, Royal Australian Air Force, Australia und New Guinea, Anfang 1943.

Die Anleitung

Die 24-seitige Bauanleitung ist in sw gehalten mit farbig-unterlegten Einbauhinweisen und führt in 108 Schritten geschickt durch den Zusammenbau. Der Bau ist in den Schritten übersichtlich aufgezeigt und dürfte für den versierten Modellbauer keine Probleme bereiten.

Die Bemalung der Walrus erfolgt nach den Nummernhinweisen für die Humbrolfarben.

Literaturhinweise

  • Aero Detail Series: Vickers Supermarine Walrus
  • Warpaint Series No.39: Supermarine Walrus von Alan W. Hall and Ray Sturtivant
  • G. T. Foulis & Co Ltd: Supermarine Walrus von G. W. R. Nichols
  • Profile Publications No.224: Supermarine Walrus & Seagull Variants von David Brown

Einige Bücher sind aber nur noch über das Antiquariat zu beziehen.

Zurüstteile von Eduard

Für den Bau der Walrus hat Eduard aus Tschechien eine Reihe von Zurüstsätzen herausgebracht:

  • EX557 Masken für die Glasflächen
  • FE849 Walrus Mk.I seatbelts STEEL
  • 48929 Walrus Mk.I exterior
  • 48848 Walrus Mk.I interior
  • 48932 Walrus Mk.I wing bomb bays

Wie gewohnt ist die Ausführung der Ätzteile sehr gut und man kann damit das Modell noch einmal mehr detaillieren als es sowieso schon ist.

Fazit

Airfix bringt einen ungewöhnlichen Flieger im Quaterscale auf den Markt und das in einer tollen Qualität. Die Modelloberflächen sind sehr gut ausgeführt und der Bau gestaltet sich unproblematisch für den geübten Modellbauer.

alt sehr empfehlenswert


Othmar Hellinger

Wir danken Airfix für das Bausatzmuster und Eduard für die Zurüstteile