Modellsuche

Suchen

GTranslate

English French Italian Japanese Russian Spanish Swedish

Masters of Military: indische Fregatte INS Taragiri (1/700) Drucken
Dienstag, 07. November 2017 um 06:00

Deckel

Quelle: Wikimedia Commons

Modell: Indian INS Taragiri Frigate 1/700
Hersteller: Masters of Military (auf Shapeways)
Maßstab: 1/700
Material: Plastik (3D-Druck, Frosted Ultra Detail-Qualität)
Art.Nr.: -
Preis: 58,15 €

Das Original

Die indische Fregatte INS Taragiri (F41) war eines von sechs von 1966-81 gebauten Schiffen der Nilgri-Klasse. Diese Klasse war eine Variante der britischen Leander-Klasse und wurde in Lizenz in Indien gebaut. Wie die britischen Schiffe waren auch die indischen als Mehrzweckfregatten ausgelegt.

Das erste Schiff, Nilgri (F33), erhielt in Großbritannien gebaute Radarsysteme. Der Hangar war modifiziert, um eine Aérospatiale SA.316B Alouette III bzw. deren indischen Lizenzvariante, die HAL Chetak, unterbringen zu können. Die nächsten drei, Himgri (F34), Udaygiri (F35) und Dunagiri (F36), erhielten in Indien in Lizenz gebauten Radarantennen der niederländischen Firma Signaal und einen zweiten Sea Cat-Flugabwehrstarter. Das fünfte und sechste Schiffe der Klasse, Taragiri (F41) und Vindhyagiri (F42), wurden nach einem modifizierten Entwurf gebaut, um ihre U-Jagd-Fähigkeiten zu verbessern. Das Flugdeck wurde nach achtern verlegt und auf dem Limbo-U-Jagdwerfer auf dem Achterdeck verzichtet. Der Hangar wurde durch eine einziehbare Variante ersetzt, in der ein Westland Sea King-Hubschrauber untergebracht werden konnte. Auf dem Vorschiff wurde ein Bofors-U-Jagd-Raketenwerfer montiert. Die beiden Sea Cat-Starter wurden zumindest auf einigen der Schiffe später durch AK-230-Nahbereichsabwehrgeschütze ersetzt.

Die Fregatten der Nigiri-Klasse sind inzwischen alle außer Dienst. Als letztes wurde Taragiri 2013 außer Dienst gestellt. Die Nilgiri-Klasse diente als Ausgangspunkt für die Entwicklung der Godavari- und Brahmaputra-Klassen, die einen vergrößerten Rumpf, größere Hangars und Anti-Schiffs-Raketen verfügen.

Die Taragiri war 113,0 m lang, 13 m breit und verdrängte 2962 t. Der Antrieb erfolgte über zwei Kessel und zwei Dampfturbinen und leistete 30.000 PS, womit 28 kn erreicht wurden. Die Besatzung bestand aus 267 Mann.

Bewaffnung 2013
2 x 11,4 cm L/45 Vickers Mk 6 DP-Geschütze (ein Zwillingsturm)
4 x 3 cm L/65 AK-230-Nahbereichsabwehrgeschütze (zwei Zwillingstürme)
1 Zweifach-37,7 cm-Bofors-U-Jagdraketenwerfer
6 x 32,4 cm ILAS-3-Torpedorohre (zwei Drillingsrohre für NST-58-U-Jagd-Torpedos)
1 Westland Sea King Mk 42- oder HAL Chetak-Bordhubschrauber

Die Taragiri wurde 1974-80 von Mazagon Dock Limited in Bombay (heute Mumbai) gebaut. Sie war Teil der 14th Frigate Squadron der indischen Marine und wurde 2013 außer Dienst gestellt.

Der Bausatz

Die indischen Fregatte Taragiri gibt es von Masters of Military auf Shapeways im Maßstab 1/700 und 1/1250 als gedrucktes Modell. Ich habe das Modell im Maßstab 1/700 in der Frosted Ultra Detail-Qualität gekauft (und rate von der billigeren White Strong & Flexible-Qualität ab).

Ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Schiffen, von denen ich gedruckte Modelle gekauft habe, ist, dass die Taragiri in einem Rahmen gedruckt wird, am dem noch diverse Kleinteile angedruckt sind. Das Rumpfteil umfasst bereits alle Teile für die Aufbauten, Schornstein, Masten, die AK-230-Geschütze, Rettungsinseln und einige Antennen. Die Detaillierung ist überwiegend sehr gut und die Proportionen sind gut getroffen. Lediglich die Radarantennen sollte man gegen Fotoätzteile austauschen, auch die AK-230-Geschütze können durch neue Rohre aufgewertet werden.

Als Extrateile sind der 11,4 cm-Turm, der Bofors-U-Jagd-Raketenwerfer, Torpedorohre, die Topspiere des Fockmasts und die Beiboote vorhanden. Hier ist die Qualität unterschiedlich. Die Topspiere wirkt zu dick und sollte durch ein dünneres Metallteil ersetzt werden, die anderen Teile dürften gut verwendbar sein. Die 32,4 cm-Torpedorohre sind z.B. deutlich besser als was man meist in Spritzguss-Bausätzen für dieses Modell findet. Ein Bordhubschrauber liegt nicht bei. Die HAL Chetak kann man z.B. mit Hilfe der gedruckten Alouette III von SNAFU darstellen. Die Westland Sea King Mk 42 kann man z.B. aus der Westland Sea King HAS2 von White Ensing Models bauen.

Auf den Fotos des gedruckten Modells fallen diverse rauher wirkende Bereiche auf, z.B. am Bug, vorne an der Brücke oder als Steifen mittschiffs hinter dem Schornstein. Meist kann man diese Bereiche einfach durch vorsichtiges Abschaben relativ glatt bekommen, da es einfach nur Reste des Stützwachs vom Druckprozess sind. Eventuell muss man in einigen Bereichen etwas nachschleifen. Allgemein ist bei der Frosted Ultra Detail-Qualität wichtig, dass man die Teil nach dem Versäubern einige Stunden in die Sonne stellt, um durch das im Sonnenlicht enthaltene UV-Strahlung eventuell noch im Modell vorhandene nicht vollständig reagierte Stoffe auszuhärten. Danach sollte es relativ bald mit einer Grundierung versehen. Ich benutze Grundierungen von Tamiya oder Mr. Hobby. Auf der Grundierung halten Acrylfarben gut und trocknen auch normal aus. Von Kollegen habe ich gehört, dass Emaille-Farben auf gedruckten Teilen nur sehr langsam trocknen.

Es liegt keine Anleitung bei, aber bei den wenigen Teilen sollte dies kein Problem darstellen. Ursprünglich war die Taragiri dunkelgrau gestrichen, aber in den letzten Jahren wurde sie hellgrau gestrichen.

Quellen

Fazit

Das 3D-gedruckte Modell der indischen Fregatte Taragiri von Masters of Military ist das bisher beste Modell einer Variante der Leander-Klasse im Maßstab 1/700. Es ist schön detailliert und diverse Teile sind extra gedruckt, was die Detaillierung weiter verbessert. Wie bei gedruckten Modellen üblich, fällt Nacharbeit an, um die Oberflächen zu säubern und man muss selbst den Bordhubschrauber, Fotoätzteile und Abziehbilder ergänzen. Insgesamt ist das Modell

alt empfehlenswert

Lars