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Schlachtschiff USS Iowa in Los Angeles, Teil 1 Drucken
Samstag, 28. Januar 2017 um 06:00

Schlachtschiff USS Iowa in San Pedro, Los Angeles

Das Schlachtschiff USS Iowa (BB-61) ist das Typschiff einer Klasse von vier schnellen Schlachtschiffen. Die Klasse stellte eine Weiterentwicklung der South Dakota-Klasse dar und war dazu entworfen worden, die schnellen Trägerkampfgruppen zu begleiten. Der Grund für den Entwurf war die Annahme der US Navy, dass die japanischen schnellen Schlachtschiffe der Kongo-Klasse (umgebaute Schlachtkreuzer) die japanischen Träger bei Angriffen auf die amerikanischen Kommunikationslinien begleiten würden. Deshalb dachte man, dass die eigenen Träger gegen Angriffe durch Schlachtschiffe verteidigt werden müssten. Im Zweiten Weltkrieg schützte die Iowa tatsächlich die Flugzeugträger, aber nicht mit ihren schweren Geschützen gegen Schlachtschiffe, sondern mit ihren Flak gegen Luftangriffe.

1940-44 wurden vier Schiffe gebaut: Iowa, New Jersey, Missouri und Wisconsin. Zwei weitere Schiffe, Illinois und Kentucky, wurden zwar auf Kiel gelegt, aber nie fertig gestellt. Wegen der hohen Betriebskosten wurde die Iowa-Klasse nach dem Zweiten Weltkrieg schnell außer Dienst gestellt, aber im Koreakrieg wieder aktiviert, um Landziele zu beschießen. New Jersey wurde für diese Aufgabe auch für den Vietnamkrieg wieder in Dienst gestellt. Alle vier Schiffe wurden in den 1980ern wieder aktiviert und dabei umfassender modernisiert. Die Schiffe erhielten dabei eine massive Batterie von Tomahawk-Marschflugkörpern und Harpoon-Anti-Schiffsraketen, wodurch das Offensivpotential deutlich gesteigert wurde. Defensiv wurden sie nur leicht modernisiert und erhielten nur Nahbereichsabwehrwaffen (Phalanx, Stinger), waren also stark auf den Schutz durch Geleitschiffe angewiesen. Nach kurzer Dienstzeit wurden alle vier Schiffe in den 1990ern endgültig außer Dienst gestellt, sie sind aber heute alle als Museumsschiffe zu besichtigen.

Die Iowa ist 270,4 m lang, 33,0 m breit und verdrängte voll beladen 58 000 ts. Der Antrieb besteht aus acht Kesseln und vier Dampfturbinen und leistete 212 000 PS, womit 33 kn erreicht wurden. Die Besatzung setzte sich in den 1980ern aus 1800 Mitgliedern zusammen. Die Bewaffnung bestand in den 1980ern aus neun 40,6 cm-Geschützen (drei Drillingstürme), zwölf 12,7 cm-Flak (sechs Zwillingstürme), vier Phalanx-Nahbereichsabwehrgeschützen, 32 Tomahawk-Marschflugkörpern (acht Vierfachstarter), 16 Harpoon-Antischiffsraketen (vier Vierfachstarter) und fünf Positionen für schultergestützte Stinger-Flugabwehrstarter.

Die Iowa wurde 1940-43 auf der Marinewerft Brooklyn, New York gebaut. Sie war anfangs Teil der Atlantikflotte und transportierte Präsident Roosevelt über den Atlantik auf dem Weg zur Teheran-Konferenz. 1944 wurde sie zur Pazifikflotte verlegt und wurde zur Sicherung der Trägerkampfgruppen eingesetzt. Beim Angriff auf Truk wurde sie gegen aus diesem Stützpunkt entkommende Schiffe eingesetzt und versenkte am 17. Februar 1944 den bereits beschädigten Schulkreuzer Katori. Gegen Ende des Kriegs sicherte sie nicht nur Träger, sondern bombardierte auch selbst Ziele in Japan.

1949 wurde Iowa außer Dienst gestellt, aber bereits 1951 wieder aktiviert, um im Koreakrieg eingesetzt zu werden. 1958 wurde sie wieder außer Dienst gestellt und blieb bis in die 1980er bei der Reserveflotte in Philadelphia. Danach wurde sie aufwendig modernisiert und 1984 wieder bei der Atlantikflotte in Dienst gestellt. 1987 diente sie während des Ersten Golfkriegs im Persischen Golf. 1989 gab es eine Explosion im Turm 2, wodurch 47 Mann getötet wurden. Die Explosion wurde wahrscheinlich durch falsch gelagerte Treibladungen ausgelöst, aber anfangs wurde einer der getöteten Matrosen verantwortlich gemacht. 1990 wurde sie erneut außer Dienst gestellt. 2012 wurde sie Museumsschiff in San Pedro, Los Angeles.

Die USS Iowa habe ich in San Pedro, Los Angeles, am 14. Januar 2017 fotografiert:

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Teil 2

Auf Modellmarine finden sich auch Fotogalerien ihrer Schwesterschiffe New Jersey und Missouri (und hier).

Lars