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Malcolm Wright: British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII Volume 3 Drucken
Sonntag, 22. Januar 2017 um 06:00

British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII Volume 3: Titel

Titel: British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII Volume 3: Cruisers, Minelayers and Armed Merchant Cruisers
Autor: Malcolm Wright
Verlag: Seaforth Publishing
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978 1 84832 420 6
Umfang: 192 Seiten mit zahlreichen farbigen Zeichnungen
Preis: 30 Britische Pfund (ca. 35,2 €)

Inhalt

Das vorliegende Buch ist der dritte Band der englisch-sprachigen Reihe British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII über Tarnanstriche der Royal Navy und behandelt die britischen Kreuzer, Minenleger und Hilfskreuzer des Zweiten Weltkriegs. Band 1 umfasste Zerstörer, Geleitzerstörer, Fregatten, Sloops, Korvetten, Minensucher, Trawler, Flakschiffe, U-Boote und andere kleinere Schiffe, während Band 2 Schlachtschiffe, Monitore, Flugzeugträger und Geleitträger enthält.

Einige werden vielleicht die Hefte Warship Perspective Camouflage Royal Navy von Alan Raven haben und sich wie ich fragen, was diese neuen Bücher bieten und ob sich ihre Anschaffung lohnt. Dieses neue Buch ordnet die Schiffe nach Epoche und dann nach Klassen. Danach findet man von jedem Schiff alle Tarnanstriche, die der Autor des Buchs dokumentieren konnte. Es fehlen sicher einige, z.B. ein schlecht dokumentierter mehrfarbiger Anstrich von HMS Dido aus dem Zeitraum 1943/44. Die Anstriche sind chronologisch für jedes Schiff angeordnet. Es sind auch die Anstriche aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg enthalten, bei einigen Schiffen also auch die aus dem Ersten Weltkrieg und der Zwischenkriegszeit. Bei den Schiffen, die noch nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz waren, finden sich auch diese Anstriche. Dies gilt auch dann, wenn sie an andere Marinen verkauft wurden. Im Gegensatz zur Warship Perspective Camouflage-Serie kann man hier sehr leicht ein bestimmtes Schiff zu einer bestimmten Zeit finden. So bekommt man natürlich auch schnell einen Überblick, welche Auswahl an Anstrichen man bei einer bestimmten Klasse hat.

British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII Volume 3: Beispielseite

Die einzelnen Anstriche werden durch farbige Ansichten (siehe Beispielseiten oben und unten) gezeigt. Wenn sich die beiden Seiten unterschieden, finden sich Ansichten von beiden Seiten. Teilweise finden sich auch Aufsichten. Die Farben wirken teilweise etwas grell, aber ist es zumindest leicht zu identifizieren, wo welche Farbe verwendet wurde (was in der Warship Perspective-Serie nicht immer so leicht war, insbesondere, da in dieser die Anstriche überwiegend nur schwarz-weiß gezeichnet waren). Es gibt vorne im Buch auch eine Übersicht aller Farben mit einer Reihe von Anmerkungen. Die Wiedergabe der Farbe im Druck ist natürlich nicht so gut, wie aufgemalte Farben. Die Zeichnungen berücksichtigen auch Umbauten, allerdings sind es keine maßstäblichen Pläne. Die Bewaffnung und Ausrüstung ist vereinfacht dargestellt und es findet sich vorne eine Übersichtsseite, so dass man z.B. einzelne Flugabwehrgeschütze, Radargeräte oder Bordflugzeuge leichter identifizieren kann. Auch die Bordflugzeuge haben unterschiedliche Anstriche, aber diese sind vereinfacht dargestellt, es fehlen z.B. Kennungen und es sind auch kaum Ansichten von oben und unten enthalten. Ich kann auch nicht beurteilen, ob die Farben der Flieger korrekt sind.

Der Text neben den Zeichnungen beschreibt welcher Zeitraum dargestellt ist, welche Form von Tarnanstrich und welche Tarnfarben verwendet wurden (so dass man diese z.B. aus dem Angebot entsprechender Hersteller direkt auswählen kann). Die Decksfarbe ist in der Regel ebenfalls beschrieben. Oft ist auch erwähnt, welche Änderungen der Bewaffnung, insbesondere der Flak, gab. Teilweise finden sich noch Informationen, wo das Schiff zu dem Zeitpunkt eingesetzt wurde, eventuell auch besondere Ereignisse in seinem Lebenslauf.

British and Commonwealth Warship Camouflage of WWII Volume 3: Beispielseite

Der Text des Buchs ist abgesehen von den Beschriftungen der einzelnen Tafeln nicht sehr umfangreich. Die Einleitung beschreibt kurz die Aufgaben der Kreuzer, die Entwicklung der Tarnschemen und die Methoden, die der Autor für seine Recherchen verwendet hat. Die verschiedenen Arten von Tarnschemen werden in kurzen Abschnitten erläutert. Dazu findet man noch ein Quellenverzeichnis.

Fazit

Bisher habe ich über die Bücher sehr viele unterschiedliche Meinungen gelesen. Meiner Meinung nach bietet das vorliegende eine sehr gute Übersicht über die verschiedenen Anstriche aller britischen Kreuzer der Epoche. Dazu ist es sehr gut geordnet, so dass man schnell einen Überblick hat und sich überlegen kann, welches Schiff mit welchem Tarnschema man aus einem Bausatz bauen will. Da auch Umbauten berücksichtigt sind, findet man auch Anhaltspunkte, ob Änderungen beim Bausatz notwendig sind. Insbesondere für die Umbauten, aber natürlich auch für die Anstriche selbst, empfiehlt es sich selbst nach Fotos, Plänen und anderen Quellen zu suchen. Selbst wenn man die Warship Perspective Camouflage-Serie schon hat, lohnt sich meiner Meinung nach die Anschaffung, da man hier mehr besser geordnet findet. Für Schiffsmodellbauer, die sich für britische Kreuzer des Zweiten Weltkriegs interessieren, ist das Buch

alt sehr empfehlenswert

Lars