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Baubericht Golden Hind 2. Teil Drucken
Freitag, 23. September 2005 um 10:59

Die Bemalung des Rumpfs

Nach der Fertigstellung des Rumpfes der Golden Hind geht es an die Bemalung. Das gesamte Schiffe habe ich zuerst mit Revell 88 Ocker bemalt.

grundiert, Farbe noch nicht trocken

Die Barkh√∂lzer sind dunkelbraun (Humbrol 98), diverse Zierstreifen rot (Humbrol 60), der obere Teil der Galion blau (Humbrol 25) und die Grundfarbe f√ľr die Ziermuster seitlich gr√ľn (Humbrol 120).

Barkhölzer bemalt, plus Teile der Ziermuster

Die Ziermuster selbst bestehen aus gelben (Humbrol 154) und roten (Humbrol 60) Dreiecken. Diese habe ich mit einem feinen Pinsel aufgemalt. Abgesehen davon, dass dies sehr aufwendig ist, kann das Ergebnis von nahen (z.B. bei einer Aufnahme mit einer guten Digitalkamera und entsprechender Vergr√∂√üerung) nicht zufriedenstellend sein. Auf Distanz wird durchaus ein √ľberzeugendes Resultat erzielt. Eine bessere Methode w√§re aber die Muster in einem Graphikprogramm zu erstellen und sie auf einen Decalfilm zu drucken. Das Decal d√ľrfte auch problemlos an die Seitenw√§nde angepasst werden k√∂nnen, da diese in diesem Bereich glatt sind.

Ziermuster seitlich fertig

Die Decks habe ich erst mit Revell 88 Ocker bemalt und dann noch mit Revell 89 Beige aufgehellt. Mit braunen und grauen Buntstiften habe ich versucht eine Holzmaserung darzustellen.

Ansicht der bemalten Decks (fertiges Modell)

Die Innenseiten der Reling sind Revell 88 Ocker, während die Querrelings außen rot (Humbrol 60) sind.

Die Galerie am Heck habe ich mit gelben (Humbrol 154) und roten (Humbrol 60) Feldern versehen, auf die ich mit ich mit Revell 94 Gold ‚ÄěSymbole‚Äú aufgemalt habe. Der Heckspiegel ist wei√ü (Revell 5) und das Wappen wurde wieder mit Gold angedeutet. Hier w√§re wieder ein selbsthergestelltes Decal die bessere Wahl.

bemalter Galerie und Heckspiegel (fertiges Modell)

bemalte Galerie (fertiges Modell)

Die Kanonen

Golden Hind in meiner Rekonstruktion hatte zehn 9-Pf√ľnder, vier 6-Pf√ľnder und vier Drehbrassen. Die 9-Pf√ľnder standen auf dem Hauptdeck, wobei zwei sich in St√ľckpforten der Back und zwei der Schanz befanden. Diese sind aber bei montierten Wanten nicht mehr sichtbar, weshalb ich auf die Darstellung der St√ľckpforten und der Kanonen verzichtet habe. Die sechs 9-Pf√ľnder mittschiffs auf dem Hauptdeck, sowie die vier 4-Pf√ľnder ‚Äď je zwei auf der Back und der Schanz ‚Äď habe ich dargestellt. Die 9-Pf√ľnder haben ein 2,3 mm langes Rohr aus gezogenen Gie√ü√§sten, eine 1,4 mm Lafette aus Papier (U-f√∂rmig gefaltet) und zwei gezogenen Gie√ü√§sten als R√§der. Letzteres macht die Kanone recht hochbeinig.

unbemalte 9-Pf√ľnder KanoneDie 6-Pf√ľnder haben 2 mm lang Rohre aus gezogenen Gie√ü√§sten und eine Lafette aus einer 0,4 mm dicken Plastikplatte. Die R√§der habe ich weggelassen, da sie sonst nicht mehr durch die St√ľckpforten gepasst h√§tten. Die Lafetten sind hier Revell 88 Ocker bemalt, die Rohre mit Revell 8 Schwarz. Im Original waren es Bronzerohre, die geschw√§rzt waren. Die Drehbrassen waren nicht fest montiert und ich habe sie weggelassen.

eingebaute Kanonen mittschiffs und achtern

Die Takelage

Der Untermast des Gro√ü- und Fockmasts besteht aus 0,7 mm Plastikst√§ben, die Stengen dieser Masten aus Draht. Der Besanmast und der Bugspriet habe ich, wie die Flaggstenge, aus gezogenen Gie√ü√§sten hergestellt. Die Mastk√∂rbe bestehen aus einer 0,4 mm dicken Plastikscheibe und die Br√ľstungen aus 0,1 mm dicken Plastickplatten. Die Masten wurden mit Revell 89 beige bemalt.

Masten

bemalte Masten (hinten die Takao von Skywave im Bau)

Ich habe nur das stehende Gut dargestellt und mit dem Stagen begonnen, die aus gezogenen Gießästen hergestellt sind.

mit noch unbemalten Stagen (hinten Takao von Skywave im Bau)

Die ebenfalls auf dem Bilde oben abgebildeten R√ľsten sind wieder aus 0,4 mm dicken Platten.
F√ľr die Wanten habe ich √Ątzteile von Saemann √Ątztechnik verwendet, wobei diese mit und ohne Jungfern erh√§ltlich sind. Diese sind f√ľr Modelle in 1/700 und 1/350 gedacht und f√ľr die Golden Hind in 1/700 nat√ľrlich viel zu gro√ü, weshalb auch die Verwendung von Teilen mit Jungfern nicht m√∂glich ist (H√∂he der Teile mit Jungfern 37 mm, 41 mm und 45 mm, h√∂chste Wante der Golden Hind: 13 mm; verwendete Teile ohne Jungfern sind 37 mm hoch).

die ge√§tzten Wanten von Saemann √Ątztechnik im Gr√∂√üenvergleich

Problematisch an diesem Set ist, dass der obere Teil nicht komplett ausge√§tzt ist und die Abst√§nde der Webleinen ‚Äď im Original etwa 40 cm ‚Äď eher zum Ma√üstab 1/350 passen. F√ľr die Golden Hind musste aus den viel zu gro√üen Teilen entsprechende kleinere Teile ausgeschnitten werden, wobei man vorsichtig vorgehen sollte, um nicht die Webleinen zu zerbrechen. Die Fock- und Gro√üwanten bestehen aus der oberen Teil eines Wantenteils, w√§hrend die Besan-, Gro√üstengen- und Fockstengenwanten aus einer oberen St√ľck hergestellt wurden, was ich gedrittelt habe. Bei dem Teil der Wanten, der unterhalb der Relingsoberkante ist, habe die Webleinen entfernt.

mit Wanten (hinten USS Chandler, umgebaute Spruance von Revell)

Im Original war das stehende Gut geteert, weshalb ich es schwarz bemalt habe. Hierbei habe ich leider einen Teil der √Ėffnungen der Wanten zugemalt bzw. mit Sekundenkleber verschlossen und ich empfehle hier besondere Vorsicht, um sich danach nicht √§rgern zu m√ľssen.

Letzte Details

Die Golden Hind hat ein Beiboot, was ich aus dem Modelkrak-Set genommen habe. Wobei dort selbst das k√ľrzeste Beiboot (7 mm) immer noch zu lang war und gek√ľrzt werden musste. Die Anker, die an den R√ľstings des Fockmasts aufgeh√§ngt waren, habe ich wie die Kranbalken der Anker aus gezogenen Gie√ü√§sten hergestellt ‚Äď wie auch die angedeutete Galionsfigur und Hecklaterne. Letztere habe ich mit Revell 94 Gold bemalt.

Hier das fertige Modell, wobei ich √ľberlege, ob ich die Wanten und Teile der Ziermuster noch einmal √ľberarbeite:

fertiges Modell (hinten Shirane von Skywave)

fertiges Modell

fertiges Modell

Golden Hind im Größenvergleich mit dem japanischen Zerstörer Shirane

Teil 1

Lars