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Deutsches Schlachtschiff SMS Friedrich der Große (1/700, Kombrig) von Bernd Villhauer Drucken
Montag, 06. Juni 2016 um 05:00

 

31.05.1916 - 100 Jahre Skagerrakschlacht/Battle of Jutland

 

17:48 am 31. Mai 1916: vor 100 Jahre gab der Oberbefehlshaber der deutschen Hochseeflotte, Reinhard Scheer, von seinem Flaggschiff, dem Schlachtschiff Friedrich der Große, aus den Befehl das Feuer zu eröffnen (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Hipper hatte die britischen Schlachtkreuzer und die sie begleitenden Schlachtschiffe der Queen Elizabeth-Klasse erfolgreich zum Kern der Hochseeflotte geführt. Allerdings gelang es dem 2nd Light Cruiser Squadron frühzeitig Scheers Schiffe zu sichten (siehe Karte), während Scheer andererseits seine Schiffe nicht optimal positionierte, so dass nur ein Teil der deutschen Schlachtschiffe das Feuer auf die britischen Schiffe eröffnen konnte. Diese wendeten nach Norden und Beatty versuchte nun seinerseits Scheers Schiffe zur britischen Schlachtflotte zu locken (siehe Karte hier und hier).

Das Original

Das Schlachtschiff SMS Friedrich der Große war eines der als Linienschiffe klassifizierten Schiffe der Kaiser-Klasse der Kaiserlichen Marine. Die Kaiser-Klasse war die dritte deutsche Klasse des Dreadnought-Typs. Im Vergleich zur vorhergehenden Helgoland-Klasse wurden die Türme der schweren Artillerie anders aufgestellt. Die beiden achteren wurden überhöht angeordnet, während die beiden mittleren versetzt aufgestellt wurden. Obwohl dabei die Zahl der Türme von sechs auf fünf reduziert wurde, konnte die Breitseite von acht auf zehn Geschützte gesteigert werden. Das durch die reduzierte Zahl der Türme eingesparte Gewicht wurde in eine verstärkte Panzerung investiert. Von der Klasse wurden fünf Schiffe gebaut: Kaiser, Friedrich der Grosse, Kaiserin, Prinzregent Luitpold und König Albert. Bis auf das letzte dieser Schiffe kämpften alle in der Skagerrakschlacht. Alle fünf Schiffe überlebten den Krieg und versenkten sich 1919 in Scapa Flow selbst.

Die Friedrich der Große war 172,4 m lang, 27,0 m breit und verdrängte maximal 27.000 t. Der Antrieb erfolgte über 16 Kessel und drei Dampfturbinen, die 42181 PS leisteten, womit 22,4 kn erreicht wurden. Die Besatzung setzte sich aus 1084 Mann zusammen. Als Flaggschiff waren weitere 94 Mann an Bord.

Bewaffnung
10 x 30,5 cm L/50 (fünf Zwillingstürme)
14 x 15,2 cm L/45 (Einzellafetten) 6 x 8,8 cm L/45
5 x 50 cm-Torpedorohre

Die Friedrich der Große wurde 1910-12 von der AG Vulcan in Hamburg gebaut. Den Großteil ihrer Dienstzeit war sie Flaggschiff der Hochseeflotte bis sie von der SMS Baden ersetzt wurde. Die Schlacht von Skagerrak überstand sie unbeschadet. Im August 1917 kam es an Bord zu einer Meuterei, die niedergeschlagen wurde. 1917 nahm sie am Unternehmen Albion, der Landung auf den Baltischen Inseln, teil.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Friedrich der Große in Scapa Flow interniert und versenkte sich am 21. Juni 1919 selbst. Das Wrack wurde 1937 gehoben und anschließend verschrottet.

Das Modell

Das Modell wurde aus dem Resinbausatz von Kombrig gebaut.

Für mich ist dieses Schiff eines meiner "Lieblingsschiffe"der Kaiserlichen Marine. Sollte Kombrig in der Tat den Friedrich der Große als 1/350er Modell bringen, werde ich es nochmals angehen.

Bernd Villhauer

(Text über Original von Lars)