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Deutscher Schlachtkreuzer SMS Lützow (1/700, FlyHawk) von Christian Höltge Drucken
Mittwoch, 01. Juni 2016 um 05:00

 

31.05.1916 - 100 Jahre Skagerrakschlacht/Battle of Jutland

 

16:48 am 31. Mai 1916: vor 100 Jahren eröffneten die deutschen Schlachtkreuzer das Feuer auf ihre britischen Gegenstücke (siehe Jahrestage auf Modellmarine). Der Schlachtkreuzer Lützow war Flaggschiff von Franz Hipper, der die deutschen Aufklärungsverbände in der Schlacht von Skagerrak kommandierte. Sie griff mit den anderen deutschen Schlachtkreuzern zur Unterstützung der eigenen Leichten Kreuzer und Zerstörer ein, als diese die britische Vorhut gesichtet hatten. Die britischen Schlachtkreuzer unter David Beatty versuchten den Schiffen Hippers den Weg zu ihren Stützpunkten abzuschneiden, während Hipper Beattys Schiffe zum Kern der deutschen Schlachtflotte locken wollte. Entsprechend fuhren beide Verbände nach Süden, als die deutschen Schiffe das Feuer eröffneten, worauf kurz darauf die britischen Schiffe antworteten (siehe Karte hier).

Das Original

Der Schlachtkreuzer (Großer Kreuzer) SMS Lützow war das zweite Schiff der Derfflinger-Klasse. Erstmals erhielte diese als Hauptbewaffnung acht Stück 30,5 cm-Geschütze. In der Anzahl zwar ein Rückschritt, aber so waren leichter Kosten- und Größenvorgaben einzuhalten.

Gebaut wurde die Lützow auf der Schichau Werft in Danzig. Der Stapellauf war am 29.11.2013. Wegen des Kriegsausbruches verzögerte sich allerdings die Fertigstellung und deswegen wurde sie erst am 8. August 1915 in Dienst gestellt. Danach wurde sie in Probefahrten erprobt, wo dann am 25.Oktober 1915 an großer Schaden an den Turbinen stattfand. Dies führte zu größeren Reparaturen, die bis zum 2.Februar 1916 andauerten. Bei den Reparaturen wurde der vordere Schornstein komplett ummantelt. Dieser Bauzustand entspricht meinen Modell.

Ab März 1916 wurde die Lützow auf Feindfahrten eingesetzt. Darunter war auch das Bombardieren der englischen Städte Lowestoft und Great Yarmouth. Im Mai 1916 war die Lützow zum Probeschießen in der Ostsee. Vorher erhielt sie vier 88 mm-Flugabwehrkanonen, die am C-Turm positioniert waren. Ebenso wurde der Schönwetterfahrstand abgebaut und mehrere zusätzliche Entfernungsmesser angebracht.

Am 31.Mai 1916 begann dann die größte Seeschlacht der Geschichte, die Skagerrakschlacht. Die Lützow war dort das Flaggschiff des I. Aufklärungsgeschwaders unter Vizeadmiral Hipper. Der Kapitän der Lützow war Kapitän zur See Harder. Bei der Schlacht immer vorne eingesetzt, trug die Lützow zusammen mit ihrem Schwesterschiff Derfflinger zu der Versenkung der HMS Invincible bei.

Getroffen wurde die Lützow von 25 Geschoßen, wovon über zehn größeren Kalibers waren. Problematisch waren dabei zwei Treffer unterhalb der Wasserlinie, die den vorderen Torpedoraum fluteten. Admiral Hipper wurde vom Torpedoboot G 39 auf die SMS Moltke gebracht. Die Lützow unter dem Schutz von vier Torpedobooten versuchte in langsamer Fahrt der britischen Flotte zu entkommen. Gegen 2:45 Uhr war der Turm B schließlich unter Wasser und die Schrauben und Ruder ragten aus dem Wasser. Dadurch nicht mehr steuerbar wurde dann beschlossen die Lützow aufzugeben. Die Besatzung setzte auf die Torpedoboote über und die Lützow wurde mit zwei Torpedos von G 38 versenkt.

Bei der Schlacht fielen 128 Offiziere und Matrosen.

Das Modell

Das Modell ist von der neuen chinesischen Firma Flyhawk und enthält neben ausgezeichneten Spritzgussteilen auch die nötigsten Ätzteile für die Reling und diverse Plattformen.

Der Bausatz stellt aus dem Kasten gebaut, den Bauzustand vom Januar bis April 1916 dar. Allerdings waren zu dem Zeitpunkt keine Flugabwehrgeschütze verbaut. Für die Lützow während der Skagerrakschlacht sind oben beschriebene Umbauten nötig.

Dazu verwendete ich erstmals ein Holzdeck von Woodhunter. Dies ist zwar wunderschön, allerdings müsste man Luken und so weiter höherlegen. Da wäre dann wiederum das Bemalen des Deckes wieder einfacher.

Bemalt ist das Modell wieder in Lifecolor Farben für den Rumpf und Vallejos für die Details. Als Zubehör nahm ich noch die 30,5 cm-Rohre von Flyhawk und 15 cm-Rohre von NNT.

Das Wasser wurden mit dem Water Texture von Vallejo dargestellt. Dazu habe ich erst dünne dünne Schichten auf meine Grundplatte aufgetragen. Anschließend kam eine Schicht darauf aus der ich die Wellen mit einen Pinsel formte. Die Gischt erstellte ich ebenfalls aus einem Vallejo Produkt.

Christian Höltge