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Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede (1/200, Revell) von Ulrich Warweg Drucken
Freitag, 29. Mai 2015 um 05:00

 

29.05.1865 - 150 Jahre DGzRS-Gründung

 

Heute vor 150 Jahren, am 29. Mai 1865, wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) in Kiel gegründet (siehe Jahrestage auf Modellmarine und 150 Jahre Seenotretter in Bremen und Bremerhaven am kommenden Wochenende). Den Anfang machten geruderte Rettungsboote. Heute werden Seenotrettungsboote- und Seenotrettungskreuzer eingesetzt. Der größte heute vorhandene Seenotrettungskreuzer ist die Hermann Marwede.

Das Original

Die Hermann Marwede ist das einzige Schiff der 46 m Klasse. Sie wurde 2003 von der Fassmer-Werft in Berne und der Aluship Gdańsk in Gdańsk (Danzig) gebaut. Sie verfügt achtern über eine Hubschrauberplattform. Darunter wird das Tochterboot mitgeführt. Ursprünglich war dies ein Boot der 9,5 m Klasse mit dem Namen Verena. Dieses fährt aber inzwischen unter dem Namen Walter Rose von der Station Schilksee aus, während das neue Tochterboot Verena ein Festrumpfschlauchboot ist.

Die Hermann Marwede ist 46,0 m lang, 10,7 m breit und verdrängt 404 t. Ihre drei Diesel leisten 9250 PS, womit 25 kn erreicht werden. Die Besatzung setzt sich aus sieben Personen zusammen.

Die Hermann Marwede fährt von Helgoland aus ihre Rettungseinsätze.

Das Modell

Als großer Bewunderer der Seenotretter kam ich natürlich nicht an dem Bausatz der Hermann Marwede von Revell in dem für mich völlig ungewohnten Maßstab von 1/200 vorbei. Der Zusammenbau geht einfach von der Hand, die Teile sind natürlich gröber gehalten als beim großen Bruder in 1/72, dafür ist der Platzbedarf ein anderer. Die Fenster und Bullaugen habe ich aufgebohrt und mit "Mikro Kristall Klear" von Microscale ausgefüllt. Die Lackierung erfolgte erstmals mit einer Airbrush-Pistole, die ich seit Weihnachten mein Eigen nenne, und mit Revell Aqua Color Farben.

Die Grundplatte stellte ich in gewohnter Manier aus einer Styroporplatte, Dispersionsfarbe und Silikon her, als Neuerung habe ich die größeren Wellen durch eine Lötlampe modelliert, mit der ich Täler in die Platte "geschmolzen" habe (also nichts für geschlossene Räume, es war im Winter ziemlich kalt auf dem Balkon...). Die Gischt entstand aus Watte, wobei ich die Seitenwellen auf eine Frischhaltefolie, die auf einem Kugelschreibe als Rolle lag, mit Watte geklebt habe.

Nicht zuletzt möchte ich euch auf die "Woche der Seenotretter" zum 150-jährigen Jubiläum der DGzRS im Mai/Juni diesen Jahres in Bremerhaven aufmerksam machen, bei der hoffentlich die Vorbilder der Schiffe vor Anker gehen.

Ulrich Warweg

(Text über Original von Lars)