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Panzerkreuzer SMS Gneisenau (1/700, Kombrig) von Thomas Sperling Drucken
Samstag, 01. November 2014 um 06:00

 

01.11.1914 - 100 Jahre Schlacht von Coronel

 

Die Gneisenau gehörte zum deutschen Ostasiengeschwader unter Admiral Graf von Spee, das vor 100 Jahren auf das britische Geschwader unter Cradock in der Schlacht von Coronel traf (siehe Jahrestage auf Modellmarine).

Das Original

Die SMS Gneisenau gehört mit ihrem Schwesterschiff der SMS Scharnhorst zur Großen Kreuzer-Klasse der Kaiserlichen Marine. Sie ist am 14.06.06 bei der AG Weser in Bremen vom Stapel gelaufen. Ihre Indienststellung erfolgte am 6.3.1908. 1909 wurden beide Kreuzer dem deutschen Ostasiengeschwader zugesprochen, nachdem man erkannt hatte, dass Panzerkreuzer für eine operative Verwendung in heimischen Gewässern nicht mehr in Betracht kommen. Die Gneisenau verließ am 10.11.1910 Wilhelmshafen, die Scharnhorst war schon 1909 nach Tsingtau beordert worden. Im Gegensatz zur Scharnhorst hatte die Gneisenau keinen Tropenanstrich, sie wurde gleich im üblichen grauen Anstrich nach Ostasien verlegt.

Als der Krieg 1914 ausbrach befand sich das Kreuzergeschwader in See. Da Japan auf der Seite der Gegner in den Krieg eingetreten war, entschloss man sich nicht nach Tsingtao zurückzukehren. Man verlegte sich auf Operationen im östlichen Pazifik und dem südlichen Atlantik. Am 1. November kam es zu der Schlacht vor Coronel (Chile). Dort versenkte sie zusammen mit den anderen Schiffen des Ostasiengeschwaders die Monmouth und die Good Hope. Die Gneisenau erhielt vier Treffer, die aber keine nennenswerten Schäden verursachten.

Nach Coronel nahmen die deutschen Schiffe Kurs auf Kap Hoorn und den Falkland Inseln. Am 8. Dezember wurden dort die Gneisenau, die Scharnhorst und die beiden kleine Kreuzer Leipzig und Nürnberg von der britischen Seestreitkräften unter Führung der Schlachtkreuzer Invincible und Inflexible versenkt. Bei den beiden Gefechten starben insgesamt über 3700 Matrosen und Offiziere.

Technische Daten:
Länge: 144,60 m
Breite: 21,60 m
Maschine: 26000 PS
Geschwindigkeit: 23,6 kn
Bewaffnung: 8 x 21 cm Schnell-Ladekanonen L/40, 2 Doppeltürme, 4 Einzellafetten
16 x 15 cm Schnell-Ladekanonen in Kasematten
18 x 8,8 Schnell-Ladekanonen L/35 in MPL
4 x 45 Unterwassertorpedorohre

Das Modell

Modell: SMS Gneisenau
Maßstab: 1/700
Hersteller: Kombrig
Preis: ca. 50,00 Euro

Die Gneisenau ist ein typischer Kombrig Bausatz (siehe auch hier). Die Resinteile sind alle sauber gegossen. Es gibt eine kleine Atzteilplatine, Reling sucht man aber vergeblich. Der Bauplan ist eine Explosionszeichnung, die Beschreibung nur auf Russisch. Aber zum Glück gibt es über die Gneisenau und die Scharnhorst viel Literatur und auch Informationen im Internet. Alle Geschütze habe ich durch Messingdrehteile von Aber oder Master-Model ersetzt. Da muss man dann ein wenig schauen, weil es keinen direkten Geschützsatz in Messing für das Modell gibt und ich schließlich sogar Geschütze der Royal Navy auf dem Model der Gneisenau verbaut habe. Ebenso wurden die Masten und Rahen aus Messsingstäben gegen die Resinteile ausgetauscht. Die Reling stammt von einer Gold-Medal Platine. Bemalt wurde das Modell mit Vallejo-Farben, die Takelage mit dünner Angelschnur gezogen.

Quellen

  • Internet: Wikipedia
  • Koop/Schmolke: Vom Original zum Modell, Große Kreuzer Kaiserin Augusta bis Blücher
  • Breyer: Alte deutsche Panzerkreuzer, Marine-Arsenal Sonderheft Band 10

Thomas Sperling