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FlyHawk: Deutsches U-Boot U-48 Typ VII B mit Trockendock (1/700) Drucken
Freitag, 05. September 2014 um 05:00

 

05.09.1939 - 75 Jahre erste Versenkung durch U 48

 

Deckelbild

Modell: U 48 DKM U-Boat Type VII B with Dock
Hersteller: FlyHawk
Maßstab: 1/700
Material: Polystyrol, fotogeätzte Messingteile, Abziehbilder
Art.Nr.: FH1101
Preis: 12,9 € (bei NNT)

Heute vor 75 Jahren, am 5. September 1939, versenkte U 48 das erste von insgesamt 52 Schiffen: den britischen Frachter Royal Sceptre (siehe Jahrestage auf Modellmarine).

Das Original

U 48 wurde am 10.03.1937 auf der Germaniawerft in Kiel auf Kiel gelegt. Die Indienststellung erfolgte am 22.04.1939. Während seiner 12 Feindfahrten versenkte es 52 Schiffe mit einer gesamten Tonnage von 307.935 BRT und beschädigte Schiffsraum von 20.480 BRT. Damit gilt U 48 als das erfolgreichste U-Boot des Zweiten Weltkrieges. Am 03 Mai 1945 wurde es bei Neustadt im Hafenbereich selbst versenkt. Erwähnenswert ist, dass während der gesamten Dienstzeit kein Besatzungsmitglied verloren gegangen ist.

Die Baureihe VII B ist eine Verbesserung des Typs VII A. Durch einen 33 Tonnen größeren Tank konnte die Reichweite auf über 6500 Seemeilen erweitert werden. Weiterhin wurde ein zusätzliches Hecktorpedorohr mit Platz für ein Reservetorpedo eingebaut. In speziellen Kammern auf dem Oberdeck wurden weitere Reservetorpedos mitgeführt. Durch Verbesserung der Tauchruder war der Typ beweglicher und konnte schneller abtauchen. Durch diese Veränderungen war es für den Hochseeeinsatz besser geeignet als sein Vorgängertyp. Zwischen 1936 und 1940 wurden insgesamt 24 Stück gebaut. Abgelöst wurde es durch die Baureihe VII C, dem erfolgreichsten U-Boot Typ der Geschichte.

Technische Daten:
Länge 66,5 m
Breite 6,2 m
Tiefgang 4,74 m
Höhe 9,5 m
Besatzung 44 - 48
Verdrängung über Wasser 753 t, getaucht 857 t
Antriebsleistung über Wasser 2.400 kW (3200 PS), getaucht 560 kW (750 PS)
Geschwindigkeit über Wasser 17,9 Knoten, getaucht 8,0 Knoten
Reichweite 6500 sm bei 12kn, getaucht 90 sm bei 4kn
Tauchtiefe regulär 150 m

Bewaffnung
1 x 20 mm Flugabwehrkanone (Flugzeugbekämpfung)
1 x 8,8 cm Bordgeschütz mit 220 Schuss (Schiffsbekämpfung)
5 x 533 mm Torpedorohre (4 Bug, 1 Heck) 14 Torpedos

Der Bausatz

Der Bausatz besteht aus 48 Polystyrol- und 14 fotogeätzten Messingteilen. Weiterhin enthalten sind ein farbig gedruckter Bauplan, eine Lackieranweisung ebenfalls in Farbe, sowie ein kleiner Decalbogen. Wie auf dem Foto zu erkennen, sind die Bauteile vorbildlich eingeschweißt.

Der Rumpf besteht aus einem Ober- und Unterteil. So könnte das U-Boot zwar als Wasserlinienmodell gebaut werden, das ist aber nicht sinnvoll, weil dann das Dock keine Verwendung findet. Die zwei Rumpfhälften passen versatzfrei zusammen. Hier ist kaum mit Schleifarbeit zu rechnen. Die Flutschlitze, die offen dargestellten Torpedorohre, sowie die Deckstruktur sind sehr gut dargestellt. Selbst der Kabeltrenner am Bug wurde berücksichtigt, ist aber so filigran, dass man ihn fast übersehen könnte. Die Insel lässt sich durch ein kleines Rechteck einfach auf dem Rumpf positionieren. Das Schanzkleid überzeugt durch seine dünne Materialstärke.

Der Spritzrahmen C enthält die beiden vorderen Tiefenruder, das 20mm Flugabwehrgeschütz, welches optional auch als PE Teil vorhanden ist, das 8,8cm Geschütz, sowie die Schnorchel und das Periskop im eingefahrenen bzw. ausgefahrenen Zustand.

Der Rahmen D beinhaltet die zwei Ruder, die hinteren Tiefenruder mit den Antriebswellen plus Schiffschrauben sowie weitere Schnorchel. Die Angussstellen der Teile sind angenehm dünn und erleichtern das Herauslösen.

Das Trockendock besteht im Wesentlichen aus drei Hauptteilen: aus der Docksohle mit einer unregelmäßigen Steinplattenstruktur, der treppenförmigen Dockwand mit regelmäßigem Mauerwerk sowie der Rückwand des Docks.

Der Gussrahmen K enthält alle Kleinteile, die für das Trockendock notwendig sind. Dies sind die schrägen Stützen zur Stabilisierung des U-Bootes, eine Arbeitsplattform, eine Gangway sowie lose Rundhölzer.

Die Fotoätzteile

Die Platine aus geätztem Messingmaterial enthält die Reling im Bereich des Turmes, den Anker, zwei Rettungsringe, das Flugabwehrgeschütz, die Mechanik für das 8,8 cm Geschütz, eine Luke, einen Kabelschneider für den Bug, den Schraubenschutz, das Deck des Turmes mit dazugehörigem Geländer.

Abziehbilder

Der Abziehbilderbogen enthält das Maskottchen von U 48, einen schwarzen Kater, die Flagge in zweierlei Ausführung und dreierlei Zahlen, die wohl die versenkte Tonnage darstellen sollen (157000, 308000 und 401623). Da U 48 in seiner Dienstzeit 52 Schiffe mit rund 308000 Bruttoregistertonnen versenkt hat, ist das Decal mit 401623 schlichtweg falsch. Die 157000 BRT wurden nach meiner Recherche zwischen der sechsten und siebten Feindfahrt erreicht. Das ergibt aber auch keinen Sinn, da die versenkte Tonnage am Ende einer Feindfahrt, beim Einlaufen in den Hafen, aufgemalt wurde. Das sich das U-Boot im Trockendock befindet, würde ich diese Decal lieber weglassen. Auf meinen Fotos erkennt man die Decals sehr schlecht, deshalb verweise ich auf die Abbildungen der Malanleitung bzw. auf das Foto auf der Rückseite des Kartons.

Die Anleitung

Die dreiseitige Anleitung gibt einen kleinen geschichtlichen Abriss von U-48, ergänzt mit ein paar technischen Daten und zeigt den Lieferumfang. Zum Anderen führt sie in sechs einfachen und klar dargestellten Schritten zu einem kleinen Diorama. Abgerundet wird alles mit der Lackieranleitung, die auch die Position der Decals zeigt. Die Farbangaben beziehen sich auf die Hersteller Mr. Hobby und Tamiya.

Fazit

Mit einer überschaubaren Anzahl von Teilen lässt sich ein nettes kleines Diorama des deutschen U-Bootes U 48 im Trockendock anfertigen. So könnte das Boot kurz nach dem Einlaufen, mit stark verwitterten, oder kurz vor dem Auslaufen, mit satten Farben dargestellt werden. Mit etwas Einfallsreichtum und weiterem Zubehör, wie z.B. Kränen, Figuren, Gebäuden und Fahrzeugen könnte dieses beliebig erweitert werden.

alt empfehlenswert

Eberhard Sinnwell

Wir danken FlyHawk für das Bausatzmuster